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Strategien

IT-Trilogie

3 Kochbücher zum Erfolg

Die IT-Branche durchläuft nach wie vor eine Krise, die goldenen Zeiten vor und um die Jahrtausendwende wollen und wollen einfach nicht wieder kommen.

Der Springer Verlag hat in den letzten Monaten hier drei Bücher auf den Markt gebracht, die Unternehmen in der IT weiterhelfen. Herausgeber Gerhard Versteegen und sein Team widmen sich hier den drei wichtigsten Bereichen:

  • Marketing in der IT Branche
  • Pressearbeit in der IT Branche
  • Produktvertrieb in der IT Branche

Alle drei Werke sind sehr praxisorientiert gehalten und geben sofort umsetzbare Ratschläge. Sie dienen als Leitfaden sowohl für das Management als auch die Exekutive. Die Autoren verfügen allesamt über mehrjährige Praxis in amerikanischen und europäischen IT Unternehmen und beschreiben ausführlich, wie man sich heute in der IT Branche erfolgreich behaupten kann.

Herausgeber Gerhard Versteegen leitet seit Jahren erfolgreich eine Presseagentur und Marketing- und Vertriebsberatung. Die hier gewonnen Erfahrungen wurden 1 zu 1 in die Bücher umgesetzt. Monitor hat sich mit dem Buch "Pressearbeit in der IT Branche" näher beschäftigt. Es werden die Vor- und Nachteile der Zusammenarbeit mit einer Presseagentur erläutert und wertvolle Tips gegeben, wie man erfolgreich Meldungen und Fachbeiträge in der Presse platziert. Das Buch ist zwar im deutschen Markt entstanden, lässt sich aber auf Österreich problemlos adaptieren.

Das Buch beginnt mit einer ausführlichen Darstellung der drei wichtigsten Hilfsmittel in der Pressearbeit: Dem Presseverteiler, der für jedes Unternehmen individuell zu erstellen ist, dem Publikationskalender, der eine Art Projektplan darstellt, wann in welchem Magazin welche Veröffentlichung über ein Jahr hinweg geplant ist und die Clippingliste, die alle erschienenen Veröffentlichungen chronologisch aufführt und den Erfolg der Pressearbeit monitort.

Die unterschiedliche Ergebnistypen (Pressemeldung, Fach- und Methodenartikel, Produktreview, Succes Story, Case Study, Interview etc.) der Pressearbeit und ihre Auswirkungen auf den Leser werden im Detail dargestellt. Dabei gehen die Autoren ebenfalls darauf ein, in wie weit sie miteinander kombiniert werden müssen (können). Es wird eine Art Rangfolge definiert, welche Bedeutung diese Hilfsmittel haben. Besonders wertvoll sind die Verhaltensregeln, die in diesem Buch definiert werden. So scheitert eine erfolgreiche Pressearbeit häufig an der ungeschickten Vorgehensweise der hausinternen Presseabteilung oder der Presseagentur.

Das Buch wurde aus drei unterschiedlichen Gesichtspunkten verfasst, die wohl von einander zu differenzieren sind:

  • Gerhard Versteegen schreibt aus Sicht der Presseagenturen und Unternehmen, die Artikel in den Medien platzieren zu versuchen.
  • Cornelia Versteegen war jahrelang Chefredakteurin zweier IT Zeitschriften und freie Journalisten innerhalb der IT Branche. Sie schreibt aus Sicht der Redaktionen, die eine Auswahl an Artikeln vornehmen müssen und mit den Unternehmen, die Artikel platzieren wollen, zusammenarbeiten.
  • Andreas Esslinger ist Marketingleiter eines IT Unternehmens und arbeitet seit Jahren mit Presseagenturen und freien Journalisten zusammen. Er schreibt aus Sicht der Unternehmen, die Artikel platzieren wollen und mit Presseagenturen zusammen arbeiten.

Somit liegt eine vollständige Sicht auf die Pressearbeit vor, die jeweils dediziert auf die zugehörigen Problemstellungen eingeht. In einem separaten Kapitel wird auf die Auswirkungen des Internets auf die Pressearbeit eingegangen, die Autoren stellen dar, in wie weit sich hier die Bedeutung der einzelnen Ergebnistypen der Pressearbeit im Vergleich zu den Printmedien verändert.

Ein weiterer Schwerpunkt des Buches ist die Auswahl und Beauftragung einer Presseagentur. Die Autoren beschreiben, welche Aspekte zu beachten sind und welche unterschiedlichen Vertragsmodelle denkbar sind, angefangen von dem üblichen Retainer bis hin zu rein erfolgsbezogener Bezahlung der Agentur. Besonders interessant für kleinere Unternehmen sind die Ausführungen über Guerilla-PR, eine Technik, die aus dem amerikanischen Markt stammt und mit wenig Geld große Wirkung erzielt.

Das Buch stellt insgesamt eine unverzichtbare Hilfestellung für die Pressearbeit in der IT Branche sowohl für IT-Unternehmen als auch Presseagenturen dar. Die beiden ergänzenden Werke "Marketing in der IT Branche" und "Produktvertrieb in der IT Branche" sind ein optimale Ergänzung für jedes IT Unternehmen, dass sich erfolgreich auf dem immer schwieriger werdenden Markt behaupten möchte. Weitergehende Informationen sind der Webseite www.guerilla-pr.de/buch.html zu entnehmen.

Seminar mit Gerhard Versteegen

Sind Sie an einem Seminar mit Gerhard Versteegen im Herbst 2004 in Österreich interessiert? Dann melden Sie Ihr Interesse unter dem Kennwort "Seminar Versteegen" an office@monitor.co.at und schreiben Sie uns nach Möglichkeit auch Ihren Wunsch-Veranstaltungsort (Wien, Graz etc.) dazu. Wir werden Sie dann über die konkreten Details informieren.


Öffentlichkeitsarbeit in wirtschaftlich schwierigen Zeiten

Mittlerweile gibt es erste Anzeichen für einen moderaten Wirtschaftsaufschwung. Trotzdem sind Vorsicht und Zurückhaltung bei grundlegenden Entscheidungen im Bereich Kommunikation immer noch deutlich spürbar - insbesondere bei kleineren Unternehmen: Kosten- und Wettbewerbsdruck, striktes Controlling und opportunistisches Verbraucherverhalten beherrschen noch den Alltag.

Ursula Coester

Vor diesem Hintergrund müssen sich die Verantwortlichen aus den Abteilungen Marketing und Kommunikation rechtfertigen und Fragen nach dem wirtschaftlichen Nutzen von Investitionen in die Marke schlüssig beantworten. Welche Konsequenzen ergeben sich daraus für die Öffentlichkeitsarbeit?

Mit Fragen, wie beispielsweise nach dem Return-on-Investment (ROI) musste sich in der Vergangenheit keiner so dezidiert auseinandersetzen. Heute, in einer Wirtschaftswelt die schnell, global und vernetzt ist und in der unendlich viele Marken sowie No-Name-Produkte im Wettbewerb miteinander stehen ist jedoch - neben einer höheren Effizienz - eine andere Qualität in der Kommunikation gefordert.

Daraus ergibt sich erstens, dass eine unverwechselbare Markenidentität geschaffen werden muss. Hierzu bedarf es der Erarbeitung von Differenzierungsmerkmalen und einer eindeutigen Definition des Nutzens - der dann verständlich kommuniziert werden kann. Dabei sollte die Kommunikation nicht nur das Ziel verfolgen die Markenbekanntheit zu steigern und das Profil der Marke zu schärfen, sondern gleichzeitig auch die Wertschöpfung aus Produkten und Dienstleistungen zu erhöhen.

Daraus ergibt sich zweitens, dass Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit eine Managementaufgabe ist. Die Herausforderung an das Management ist es, die Kommunikationsinhalte mit den fluktuierenden Realitäten zu synchronisieren um die Relevanz für die Zielgruppe stets zu gewährleisten. So ist eine hohe Wertschöpfung durch Kommunikation unter Berücksichtigung und auch Ausnutzung dieses Wechselspiels zu erreichen.

Daraus ergibt sich drittens, dass Kommunikation auch quantitativ messbar gemacht werden muss. Natürlich kann die Effizienz einer PR-Maßnahme nicht auf den Cent genau quantifiziert werden. Trotzdem gibt es Wege, eine Kontrolle des Erfolges zumindest ein Stück weit zu realisieren. Die Grundlage hierfür ist die Definition von operationalisierbaren und realistischen Zielen. Die einzelnen Ziele sind dann zeitlich und sachlich präzise messbar abzugrenzen, damit überprüfbar ist, inwieweit sie ursächlich durch die entsprechenden Maßnahmen realisiert worden sind.

Eine regelmäßige Evaluation der Vorgehensweise und die jeweilige Anpassung an geänderte Umweltbedingungen ist für die Öffentlichkeitsarbeit unabdingbar. Dies bedeutet jedoch nicht, dass ein Unternehmen sich wie ein Chamäleon dem Umfeld anpasst, denn dann wäre es bald nicht mehr wahrnehmbar.

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MONITOR-Autoren
Christian Henner-Fehr

Christian Henner-Fehr schreibt als freier Autor für den MONITOR und arbeitet als Trainer und Berater in den Bereichen Projektmanagement und Kommunikation. Sein Interesse gilt dem Web 2.0 und den Einsatzmöglichkeiten von Social Media in Organisationen und Unternehmen. ..mehr..

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