Dominik Troger
Bei StorageTek hat man den Begriff des "Information Lifecycle Management" (ILM) geprägt, was versteht man darunter?
Die Definition bedeutet, dass die Daten von ihrer Wertigkeit - also wie wichtig sind diese Daten für mein Unternehmen oder für mein Business - auf dem richtigen Storage gespeichert werden sollten. Daten die geschäftskritisch sind, müssen hoch performant und hoch verfügbar abgespeichert werden. Daten mit einem geringeren Wert können auf langsameren oder nicht so hoch verfügbaren Speicher gespeichert werden. Damit erreicht man auch auf der Investitionsseite eine optimale Balance und das Datenwachstum wird oder bleibt finanzierbar.
Ein neuralgischer Punkt im unternehmensweiten Informations-Management sind E-Mails. Wie kann man E-Mail in das ILM-Konzept integrieren?
Um den E-Mail Server schlank und performant zu halten, sollten nur aktuelle Daten direkt am Server abgespeichert werden. Daten mit zunehmendem Alter können auf günstigeren Speicher ausgelagert werden, um ebenfalls die ILM- Strategie in diesem Bereich zu realisieren. Durch diese Strategie ist die (kostspielige) Erweiterung von Servern oft erst zu einem späteren Zeitpunkt erforderlich.
StorageTek ist 2003 mit ECM-Anbieter IXOS eine weltweite Partnerschaft eingegangen. Welche Lösungen werden im Rahmen dieser Partnerschaft angeboten?
Einer der großen Vorteile von Storage Tek ist es, dass man revisionssicher (WORM-Format) auf Tape abspeichern kann. Diesen Vorteil können IXOS Anwender nun nutzen und sie müssen im Bereich Archive nicht in zusätzliche Hardware (wie CD- Jukeboxen, etc.) investieren. Damit können sowohl der administrative Aufwand, als auch die Investitionen für diese Anwendungen gering gehalten werden, denn dieser Mehrwert wird von den StorageTek Produkten quasi mitgeliefert
StorageTek ist vor allem durch seine TapeLibrary-Systeme bekannt. Wie verhalten sich derzeit Bandspeicher-Technologie und optische WORM (Write Once Read Many)-Technologie beim revisionssicheren, langjährigen Archivieren zueinander?
Den Investmentschutz erreicht man dadurch, dass der Kunde keine eigene Hardware benötigt, um diese Anwendung zu realisieren. Weiters sind die Kosten pro Kassette um ein vielfaches geringer gegenüber anderen Technologien. Heute sprechen wir von bis zu 400GB Archive Daten pro Kassette, die im WORM- Format beschrieben werden können.
Welche grundlegende Faktoren sollte ein Unternehmen bei der Auswahl seiner Archivierungs-Hardware-berücksichtigen?
Es sollten immer die möglichen Synergien berücksichtigt werden. Jene Technologien stehen im Vordergrund, die nicht nur für Archive angeschafft werden müssen und die einen geringen Kostenfaktor im laufenden Betrieb haben; Themen wie zum Beispiel Stromverbrauch oder Klimatisierung fallen in diesem Zusammenhang immer öfter. Nur unter Berücksichtigung dieser Faktoren wird der Einsatz von Langzeit-Archiven in elektronischer Form einen Kostenvorteil erwirtschaften.




1/2012
8/2011
7/2011


Dr. Christine Wahlmüller-Schiller ist freie Autorin und Kommunikationsberaterin, spezialisiert auf die IT- und Telekom-Branche. 