Die drei unabhängigen Regionalbanken Bank für Kärnten und Steiermark AG (BKS), Oberbank AG und die Bank für Tirol und Vorarlberg AG (BTV) treten als "3 Banken Gruppe" am Markt auf. Eine enge synergieorientierte Kooperation erfolgt in jenen Geschäftsfeldern, in denen bestimmte Aufgaben gemeinsam besser und effizienter zu bewältigen sind, wie etwa in der EDV, dem Beteiligungssektor oder im Investmentbereich. Innerhalb von zwei Jahren wurden zahlreiche Projekte im Zusammenhang mit Elektronischer Archivierung erfolgreich realisiert. Rund 1000 Anwender arbeiten derzeit mit dem System, im Endausbau werden es 2000 sein. Sechs Millionen Dokumente werden derzeit pro Monat mit SER-Technologie archiviert.
Mit einer Bilanzsumme von 19,3 Milliarden Euro und insgesamt 3138 Mitarbeitern (Stand 2003) spielt die Kooperation in der Liga der größten Banken Österreichs. Ein dichtes Netz von 175 Geschäftsstellen deckt das gesamte Bundesgebiet ab. Auch in den grenznahen Regionen wie z.B. in Bozen, Budapest, Laibach gibt es Repräsentanzen und Filialen. Synergie-Effekte werden durch Tochterfirmen optimal genützt: Die 3 BANKEN EDV (3BEG) ist IT-Dienstleister der 3 Banken Gruppe, über dessen Datennetz die Bankfilialen verbunden sind.
"Das Elektronische Archiv deckt bereits eine große Bandbreite des Dokumentaufkommens der 3 Banken Gruppe ab. Unsere Kreditakte sind auf Knopfdruck auf jedem PC des Instituts einsehbar, die Spiegelakte sind weggefallen, die Auskunftsbereitschaft unserer Berater und die Transparenz wurde gesteigert.", erklärt Mag. Claudia Neubacher, Projektleiterin der Oberbank.
"Damit Synergie-Effekte optimal genutzt werden konnten, startete jede Bank mit einem abgegrenzten Pilotprojekt. Nach erfolgreichem Abschluss der Pilotprojekte wurden diese gegengleich ausgetauscht", beschreibt SER-Projektleiter Mag. Harald Haghofer die Einführungsstrategie.
In der Oberbank wurde als Pilotprojekt der "Elektronische Kreditakt" (Elektra) realisiert. Mit der Analyse wurde Ende 2001 begonnen, der Start in 100 Zweigstellen und in den zentralen Abteilungen der Oberbank erfolgte im 3. Quartal 2002. Schritt für Schritt wurden auch die Altdaten aus dem Papierarchiv übernommen. Derzeit ist man dabei, den "Elektronischen Kundenakt" umzusetzen, bei dem ein zentrales Scanning aufgebaut wird.
In der BKS wurde das Microfiche-Archiv abgelöst. Zu den größten Zeit- und Kostenfaktoren zählten bisher allfällige Recherchen im Microfiche-Archiv. Mit "Intuitiv", dem SER Viewing-Client können die Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter jetzt jederzeit, schnell und gezielt Einblick in die archivierten Originaldokumente nehmen.
Das Archivieren von Belegen und Kontoauszügen des laufenden Zahlungsverkehrs zählt zu den wichtigsten Einsatzgebieten der SER-Lösung. Zwei Millionen Dokumente werden pro Monat archiviert. Das Projekt wurde mit der Oberbank realisiert und ist nach der Übernahme in die Schwesterbanken bereits in der gesamten 3 Banken Gruppe im Einsatz. Ein weiterer interessanter Aspekt des Projektes ist die Integration des Archivmanagements in die SAP-Lösung der bankinternen Buchhaltung.
Auf dem Weg zu einer schlankeren und effizienteren Verwaltung wurde mit dem Archiv- und Dokumentenmanagement der SER ein wichtiger Meilenstein in der 3 Banken Gruppe gesetzt und zugleich ein solides Fundament für weitere Ausbauschritte in Richtung Workflow-Integration, Einbindung der bankeigenen Buchhaltung und neue E-Business-Applikationen geschaffen.
SER bietet ein umfassendes Lösungsportfolio für Enterprise Content Management. In Österreich setzen unter anderem Unternehmen wie APSS Europay, Bau Holding Strabag Gruppe, Berglandmilch Gruppe, Brau-Beteiligungs Gruppe, Magna Gruppe, ÖBB, ORF, Österreichische Sozialversicherungen auf Lösungen von SER. Darüber hinaus weitet die SER Solutions Österreich ihre Vertriebsaktivitäten zunehmend auch nach Osteuropa aus. In Polen, Ungarn, Rumänien etc. wurden, größtenteils mit Partnern, bereits erfolgreich Projekte abgewickelt. Ende letzten Jahres wurde die SER Solutions Romania S.R.L. in Bukarest gegründet, wobei erste Projekte wie z.B. die "rumänischen Lotterien" in Umsetzung sind.




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Alexandra Riegler arbeitet als freie Journalistin in den USA. Zu ihren Spezialgebieten zählen die Themen Technologie und Forschung. 