Diese neue Möglichkeit bringt ein enormes Einsparpotential mit sich, weiß Dr. Franz Sulzer, Leiter des CT- und MR-Instituts im steirischen Kapfenberg. Das Rechenmodell seiner Krankenanstalt, in der jährlich 55.000 Bilder gefertigt werden, spricht für sich. Alle CT- und MR-Bilder sind bereits durch Normalpapierdrucke ersetzt.
Die Kosten konnten in diesem Fall von 145.000,- EUR auf 22.000,- EUR gesenkt werden, was eine Einsparung von 123.000,- EUR pro Jahr bedeutet. Diese Mittel können nun in seinem Haus für die digitale Archivierung von Schnittbildaufnahmen verwendet werden.
"Befundet wird bei uns im Schnittbildbereich ausschließlich über digitale Auswertestationen. Röntgenbilder werden derzeit nur noch im konventionellen Röntgen angefertigt, wobei wir auch hier in den nächsten 2 bis 3 Jahren eine komplette Digitalisierung unter Verwendung von Papierausdrucken planen. Die konventionellen Schau(Leucht-)kästen werden sehr bald der Vergangenheit angehören", meint Dr. Sulzer.
Radiologische Bilddaten von Computer- und Magnetresonanztomografen, Ultraschall und nuklear-medizinischen Aufnahmen liegen fast immer in digitaler Form vor. Aber auch konventionell auf Film gebannte Untersuchungsdaten können mit Hilfe hochauflösender Scanner im Nachhinein digitalisiert werden.
Sogenannte PACS (Picture Archiving and Communication Systems) archivieren diese digitalen Daten, die jederzeit über das hauseigene Netzwerk von jeder beliebigen Befundungsstation aus abgerufen werden können. Der DICOM Standard (Digital Imaging and Communication in Medicine) ermöglicht die Kommunikation und den Austausch dieser Bilder zwischen heterogenen Systemen und Modalitäten unterschiedlichster Gerätehersteller.
Innovative Drucklösung
Direkt in das Spitalsnetzwerk eingebunden bietet Konica Minolta mit dem Medical Imaging-System eine innovative Lösung zum Drucken von Röntgenbildern auf Normalpapier.
Der Medical I Printserver, der über den DICOM Standard angesprochen wird, kann gleichzeitig Ausdrucke von mehreren Modalitäten verwalten und bietet auch die Möglichkeit, Bilder von Digitalkameras wie z.B. der Konica Minolta DiMAGE 7i in das DICOM Format zu konvertieren. Somit kann auch die Bilddokumentation von Operationen in der Patientendatei im PACS hinterlegt werden. Zusätzlich ist es möglich, radiologische Bilder ins JPEG-Format zu exportieren, um sie zum Beispiel als E-Mail an Kollegen zu verschicken.
Als Print-Einheit für die Konica Minolta Medical Imaging Lösung dient das "High-end" CF9001 Farbdrucksystem von Konica Minolta. Die hohen Ansprüche an die Druckqualität radiologischer Bilder werden durch 256 Halbtonstufen pro Tonerfarbe gewährleistet. Damit werden die Ausdrucke in nahezu filmähnliche Qualität wiedergegeben und sind im Gegensatz zum Laserfilm sogar in Farbe möglich. Bei einer Auflösung von 600x600 Pixel benötigt die Printeinheit nicht einmal eine Minute für ein A3 Röntgenbild. Das ist um ein Vielfaches schneller als herkömmliche Systeme.
Papier: Ein Kostensparer mit vielen Vorzügen
"Der Druck von Radiologiebilder auf Normalpapier stößt bei den überweisenden Ärzten auf sehr hohe Akzeptanz", meint Dr. Franz Sulzer. Die Vorteile liegen auf der Hand. Da die Bilder beschriftbar sind, können Anmerkungen direkt vorgenommen werden. Der Ausdruck auf Papier ist zudem noch erheblich günstiger, wodurch Daten sehr häufig ausgegeben werden können, ohne nennenswerte Kosten zu verursachen. Falldiskussionen sind auf Papier möglich.
Das Einsparpotential dieser Lösung ist hoch. Im Gegensatz zur konventionellen Filmbelichtung, bei der in der Kalkulation ein Bild mit 2,65 EUR veranschlagt wird, kostet ein Papierausdruck mit der Minolta-Lösung nur 0,16 EUR. In diesem Fixpreis sind Wartungskosten und Verbrauchsmaterial bereits inkludiert. Die Kostentransparenz garantiert für die leichte Berechen- und Nachvollziehbarkeit aller anfallenden Aufwendungen.
Entwickelt wurde die Lösung gemeinsam mit der Österreichischen Firma Tiani, die im medizinischen Bereich PACS und RIS (Radiologisches Informationssystem)-Lösungen konzipiert und installiert. Für Konica Minolta war es besonders wichtig, einen nationalen, kompetenten Partner zu haben, um die Lösung in kürzester Zeit auf individuelle Kundenbedürfnisse adaptieren zu können.
Das österreichweite Servicenetz mit 100 Außendiensttechnikern in sämtlichen Bundesländern sorgt für kürzeste Responszeiten. Schulungen werden beim Kunden vor Ort oder im Rahmen des Schulungsprogramms der Konica Minolta Akademie angeboten.




1/2012
8/2011
7/2011


bekannt durch zahlreiche Veröffentlichungen, war nach dem Studium der Wirtschafts- wissenschaften, Organisation und Informatik zunächst mehrere Jahre als Gruppen- und Projektleiter an einem Institut für angewandte Informatik beschäftigt. Heute ist er in vielfältiger Form als freiberuflicher Management- und Organisationsberater sowie in der Weiterbildung tätig. Schwerpunktmäßig geht es dabei um die Einführung, Entwicklung und Beratung für den praxisgerechten Computereinsatz. 