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Monitore

Marktentwicklung

Röhrenmonitore: Auf dem Abstellgleis

Die Anwender haben entschieden - im ersten Halbjahr 2004 werden weltweit erstmals LCD-basierte Monitore die Nase vorne haben.

Dominik Troger

In Österreich war diese Entwicklung schon im letzten Jahr zu beobachten: LCD-basierte PC-Monitore verdoppelten ihre Stückzahl auf eine Viertelmillion Exemplare, der CRT-Markt brach um rund 100.000 Stück ein. Weil das Marktpotential mit rund 414.000 Stück gegenüber 2002 nahezu gleich blieb, spricht diese Entwicklung eine sehr deutliche Sprache: der Röhrenbildschirm ist out und beginnt sich in Anwendungsnischen zurückzuziehen.

Das bestätigt auch Fred Hörgstetter, General Manager Sales Central Europe & Export, NEC-Mitsubishi Electronics Display. Demnach entwickelt sich der CRT-Markt "immer mehr zum Nischen-Segment für Applikationen, bei denen flexible Auflösungen und detailgetreue Farbdarstellung entscheidend sind."

17 Zoll als Standard

Wenn also Werner Schiessl, Geschäftsführer von Maxdata Österreich, prognostiziert, dass mehr als 70 Prozent aller 2004 in Österreich verkauften Monitore TFT-Displays sein werden, dann ist das eine sehr realistische Einschätzung. "Dabei zeigte sich schon 2003", so Schiessl, "dass der Verkauf im 15-Zoll-Bereich bereits wieder rückläufig ist und sich die 17-Zoll-Modelle als neuer Standard im Business-Markt etablieren konnten." Maxdata Österreich hat sich mit ihrer Eigenmarke Belinea im letzten Jahr an die Spitze des heimischen PC-Bildschirm-Marktes setzen können (gfk Monitor Panel 08-11/03).

Auch europaweit hat die Ablöse 2003 stattgefunden. Im dritten Quartal 03 hielten die CRT-Modelle beispielsweise einen Marktanteil von 47,5% (laut Meko www.meko.co.uk). Allerdings war der Siegeszug der LCDs durch Produkt-Knappheit, vor allem bei 15-Zoll-Modellen, und daraus resultierenden Preiserhöhungen schaumgebremst. Grund dafür war der Lieferengpass bei 15 Zoll-Panels, durch die starke Konkurrenz der Notebook-Hersteller. An dieser Wettbewerbssituation dürfte sich 2004 wenig ändern, mutmaßt Ing. Thomas Hartl, Marketing Manager bei Acer Austria. Acer war übrigens 2003 bei den Standalone TFTs laut Brian Norris Associates Marktführer in Österreich mit 15,5% Marktanteil (13.265 Stück) und ist Top-Hersteller im Notebook-Geschäft. Acer wird demnächst auch seine ersten LCD-TV-Geräte auf den Markt bringen.

Ablöse in den USA

Folgt man DisplaySearch (www.displaysearch.com), dann hat im 1. Quartal 2004 auch in den USA die Ablöse stattgefunden: es wurden nach Stückzahlen mehr LCD-basierte Bildschirme umgesetzt als Röhren-basierte. (Bei den LCDs führen in den USA seit dem 3. Quartal 2003 17-Zöller die Statistik an.) Und spätestens für das 2. Quartal 2004 rechnet man bei DisplaySearch mit der weltweiten Vorherrschaft der LCD-Technologie bei den PC-Bildschirmen.

Eine neue Studie von IDC (www.idc.com) stützt diese weltweite Prognose. IDC hat aber auch einen Blick in die weitere Zukunft riskiert: 2007 soll die weltweite LCD-Stückzahl auf 119 Millionen Einheiten ansteigen. Bis dahin werden die LCDs auch in der Anschaffung sukzessive kostengünstiger geworden sein. CRTs werden aber mittelfristig nicht vom Markt verschwinden. IDC prognostiziert für 2007, dass eine immer noch bedeutende Anzahl von rund 30 Millionen CRTs über die Ladentische weniger gut entwickelter Märkte wandern wird.

Dell 2003 stark in den Markt eingestiegen

Was die Hersteller betrifft, so werden koreanische Unternehmen weiterhin den Weltmarkt dominieren - allen voran Samsung und LG.Philips. In Europa fighten die beiden um die Vorherrschaft im Markt, der auch stark von U.S.-amerikanischen PC-Herstellern wie Dell und HP geprägt wird.

PC-Direktanbieter Dell konnte 2003 beispielsweise einen weltweiten Marktanteil bei LCD-basierten Bildschirmen von 19% im 4. Quartal 2003 erreichen. Der Anteil an LCDs an den insgesamt verkauften Dell PC-Monitoren stieg innerhalb dieses Jahres 2003 von 44% auf 57% an. Keine Frage, dass das dem Markt eine zusätzliche Dynamik verliehen hat, die möglicherweise noch eine Zeitlang anhalten wird.

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MONITOR-Autoren
Mag. Carl-Markus Piswanger

Mag. Carl-Markus Piswanger, MAS ist freier Journalist, Projektberater und hauptberuflich IT-Architekt. Er ist ausgebildeter Versicherungskaufmann, studierter Historiker und postgradualer E-Government-Experte. Er war beim ISP Netway, der Österreichischen Post und der Seibersdorf Research beschäftigt und seit 2004 als IT-Architekt im Bundesrechenzentrum. Der Wiener ist glücklich nicht verheiratet und hat einen Sohn. ..mehr..

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