Die Initiatoren waren der Bundesverband für Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik in Österreich ( BMÖ ), die Donau-Universität Krems und die Industriellenvereinigung. 18 Einreichungen international renommierter Unternehmen unterstrichen die Bedeutung dieses Schlüsselbereichs. Preisträger waren Siemens AG, Wien, VA Tech Elin EBG GmbH&Co, Linz und Hoffmann GmbH Qualitätswerkzeuge, München für ihr Projekt Infineon Villach. Ein Sonderpreis ging an Kellner & Kunz AG, Wels.
Heuer wird der Award zum 2.Mal ausgeschrieben. Der Preis bezweckt eine möglichst breite Akzeptanz von e-Procurement in den Unternehmen und best practise Lösungen auf Lieferanten-, wie auf Einkäuferseite und die Weiterentwicklung des Standes der Praxis. Der Award wird in 3 Kategorien vergeben: "Die beste Lösung auf Lieferantenseite", "Die beste Lösung auf Einkäuferseite" und "Die beste wissenschaftliche Arbeit in e-Procurement". Bewerben können sich Unternehmen, Dienstleister und Institutionen, die ein e-Procurement System in der Praxis realisiert haben. Einsendeschluss ist der 30. Juni 2004, eine internationale Jury aus hochrangigen Experten entscheidet.
e-Procurement ist die Abwicklung von Einkaufs- und Beschaffungsaktivitäten über elektronische Medien. Es wird sowohl im B2B-Bereich, als auch im B2C eingesetzt.
Für den BMÖ-Geschäftsführer Dkfm. H. Pechek ist der Einsatz elektronischer Medien Gradmesser für die Innovationskraft der Unternehmen, Österreich ist Vorreiter. Nahezu alle Schlüssel-Unternehmen nutzen das Instrument, Nachholbedarf haben KMU.
e-Procurement und e-Sourcing (Finden und Bewerten von Lieferanten über elektronische Plattformen) traten nach einer Euphorie in eine Stagnationsphase. Pechek sieht aber seit Herbst 2003 wieder einen deutlichen Aufschwung. Die Lösungen sind heute kostengünstiger.
"Durch den Einsatz elektronischer Medien im Einkauf wie e-Kataloge, e-Ausschreibungen und e-Auktionen können die Kosten der Einkaufsprozesse bis zu 30% gesenkt werden. Die Konkurrenzfähigkeit entscheidet sich im Einkauf, dort wird der Gewinn erzielt", so Pechek. Der Einkauf wird zur strategischen Aufgabe, Lieferantenmanagement und -integration, Aufbau von Entwicklungspartnerschaften und Optimierung der Supply Chain sind die Kriterien. Bestandsverwaltung und Bestellung werden automatisiert.
Die Donau-Uni ist die einzige Uni im deutschen Sprachraum, die ein postgraduales, 4-semestriges, berufsbegleitendes Programm in Einkauf und Supply Chain Management mit Masterabschluss anbietet, im November 2004 startet der Lehrgang bereits zum 3. Mal.
BMÖ und Donau-Uni veranstalten am 13. Mai 2004 das "Österreichische e-Procurement Forum 2004", mit aktuellen Informationen über den "state of the art" in e-Procurement.
weitere Informationen unter www.e-procurement-award.at



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Dunja Koelwel ist freie Journalistin in München. Die studierte Juristin arbeitet für Verlage und Agenturen und betreut vor allem die Themen Internet und Business-Software aus einem strategisch- wirtschaftlichen Blickwinkel. 