Georg Pölzl
WLAN eignet sich ideal als Ergänzung zu den bestehenden Mobilfunkangeboten - als zusätzliche Art des Access zu Services und Anwendungen. Mit der Übernahme von Metronet hat sich T-Mobile Austria klar als führender WLAN Anbieter am österreichischen Markt positioniert und baut diesen Bereich im Sinne seines integrierten Multimedia Ansatzes auf und aus.
Der Schwerpunkt in der Standortakquisition liegt dabei auf Business-Locations. Beispiele hierfür sind Flughäfen, Kongress- und Messezentren, Business-Hotels und -Lokale, aber etwa auch das Krankenhaus Zams, in dem so mancher Business Urlauber nach einem Skiunfall vom Krankenbett aus semi-mobil auf seine Firmendaten und E-Mails zugreift.
Ziel ist es, den Kunden Zugang zum Internet bzw. Intranet des eigenen Unternehmens und zu den Services von T-Mobile jederzeit und einfach bieten zu können. Der Kunde soll sich dabei keine Gedanken darüber machen müssen, über welche Trägertechnologie (UMTS, GPRS oder WLAN) er gerade Access hat. Die Voraussetzungen dafür sind einerseits die Bereitstellung der verschiedenen Netzinfrastrukturen und deren Konvergenz, intelligente und kundenfreundliche Endgeräte und die nahtlose Nutzung aller Services auch im Ausland. Speziell für Unternehmen eignen sich sogenannte Campus-Lösungen, mit denen am Firmengelände auf die Unternehmensanwendungen, z.B. Warenerfassung, Logistikdaten, Patientendaten, Kundendaten, Facility-Management-Programme, Serviceanwendungen, mobil zugegriffen werden kann.
Neben diesem klassischen Business-Ansatz zeichnen sich zunehmend auch große Chancen für die mobile "Machine-to-Machine-Communication" ab. Langsam werden erste Einsatzszenarien entwickelt, die klar verdeutlichen: Die drahtlose Vernetzung von Geräten hat das Potential, Geschäftsabläufe effizienter und flexibler zu gestalten und die Mitarbeiterproduktivität zu steigern, weil diese sich durch die Automatisierung auf Kernaufgaben konzentrieren können, und so die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen erhöhen. Solche Systemlösungen erlauben darüber hinaus eine einfache Kostenkontrolle. Ein Beispiel dafür sind Flottenmanagement Lösungen wie etwa der T-Mobile fleet manager, der die Positionen der einzelnen Fahrzeuge (von Speditionen, Frächtern, Taxi- und Botendiensten) auf einer einfach zu bedienenden Web-Oberfläche anzeigt. Die Ortung der Fahrzeuge erfolgt entweder über GPS oder netzbasierend über Handy, die laufende Kommunikation mit den Fahrern wird kostengünstig über SMS geführt.
Relevant für die Kunden, Privat- und Businesskunden, sind die Anwendungen, die angeboten werden. Das mobile Multimedia Netzwerk von T-Mobile steht im Hintergrund und ermöglicht diese Dienste. Überzeugen werden auch in Zukunft Services, die einen klaren Mehrwert bieten, die die Lebens- und/oder Arbeitsqualität erhöhen, Kosteneinsparungen ermöglichen und Dienste mobil nutzbar machen, die bislang nur stationär zugänglich waren. Ob es sich dabei um Routenplaner, das Abrufen von Informationen jeglicher Art, Video- und Audioclips, mobile medizinische Betreuung, um den Einsatz im Home- oder Businessbereich dreht, hängt letztlich von den Anforderungen und Wünschen der einzelnen Kundengruppen ab. Wichtig ist, dass diese Dienste einfach sowie nahtlos im In- und Ausland nutzbar sind.




1/2012
8/2011
7/2011


Dr. Eric Scherer ist Geschäftsführer des anbieterunabhängigen Beratungs- und Marktforschungsunternehmens i2s. Er gilt als einer der führenden ERP-Experten und ist Initiator der ERP-Zufriedenheitsstudie. 