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Strategien

Interview mit Herbert Schweiger, GF Microsoft Austria

"Wir sind ein sympathisches Unternehmen"

Mag. Herbert Schweiger ist seit Anfang Februar neuer General Manager von Microsoft Österreich. Sein Ziel ist es, das Unternehmen noch näher zu den Kunden zu führen und es als sympathischen Partner - für Kunden wie Mitarbeiter - zu positionieren.

Rüdiger Maier

"Wir wollen weiter wachsen und haben uns mit diesem Ziel nach Produktgruppen umorganisiert, um so noch kompetenter mit den Kunden kommunizieren zu können", unterstreicht Schweiger die neue Ausrichtung. Mobilität wird dabei ein zentrales Thema sein: "Notebooks und TabletPCs verstärken die Möglichkeit der mobilen IT-Nutzung. Diesen Trend wollen wir bewusst unterstützen." Im April führte man daher die Mobility & Security Roadshow in Österreich durch. Dabei wurden von Spezialisten Vorträge, Referenzen und Lösungs-Szenarien zu ausgewählten Bereichen rund um die Themen Sicherheit und Mobilität geboten. "Mit steigender Internet-Nutzung und Mobilität wird das Thema Sicherheit auch immer wichtiger. Und es gilt, das Sicherheitsbewusstsein der Nutzer entsprechend zu stärken", so Schweiger.

Gezeigt wurde bei der Roadshow etwa auch, wie man mittels CRM-Lösung und dem Office System im Unternehmen Informationen schneller verteilen, Projekte effizient steuern und Kontakte oder Termine orts- und zeitungebunden (z.B. bei Außendienstlösungen) mit dem Laptop, PDA oder Smartphone abstimmen und damit Kosten senken und gleichzeitig das Service beim Kunden steigern kann. "Die Nachfrage nach unserer ja erst kürzlich vorgestellten CRM-Lösungen ist bei unseren Partnern bereits sehr hoch", ist Schweiger zufrieden. So entschied sich etwa küzlich Menedetter PR für die Einführung der Lösung, der Microsoft-Partner mii AG realisierte die Umsetzung in nur vier Monaten. "Unsere Partner können nach erfolgreicher CRM-Zertifizierung die Kunden sehr persönlich betreuen, was für den Umsetzungserfolg ausschlaggebend ist", weiß Schweiger. Das gelte besonders für den nun besonders adressierten Mittelstand, der auf der Suche nach einfachen Lösungen sei. "Wir investieren 6,8 Mrd. Dollar in Forschung und Entwicklung, um unseren Kunden einfache Lösungen anbieten zu können." Im Bereich ERP werde man bestehende Kunden - alleine etwa 100 Navision-Kunden - weiterbetreuen und gemeinsam mit Partnern nach neuen Branchenlösungen suchen. "Wir bieten eine ERP-Plattform, auf der unsere Partner Branchenlösungen mit Mehrwert bauen."

Nutzen von Office 2003 verdeutlichen

Auch bei Office 2003 belegt die Verdreifachung der Partnerlösungen - nur fünf Monate nach dem Marktstart - die breite Zustimmung. "Wir wollen gemeinsam mit unseren Partnern den großen Nutzen, der in Office 2003 steckt, noch stärker den Kunden kommunizieren. Denn nur wenn die Möglichkeiten des Systems bekannt sind, lassen sich die großen Vorteile im Unternehmen auch umsetzen", sieht Schweiger noch Aufklärungsbedarf. Ebenfalls sehr erfolgreich ist Office Online: Das in den neuen Anwendungen des Office Systems integrierte Online Service verzeichnet mittlerweile im deutschsprachigen Raum über 2 Millionen Benutzer monatlich. "Wir freuen uns außerordentlich, dass bereits zahlreiche heimische Kunden, wie zum Beispiel die Arbeiterkammer Wien, Duropack, das BMI, oder der ORF auf die neuen Versionen von Microsoft Office und auf das Microsoft Office System setzen", erklärt dazu Franz Kramer, Manager für den Bereich Microsoft Office und Windows bei Microsoft Österreich.

E-Government

Das Thema e-Government sieht man bei Microsoft in seiner Ganzheit: "Wir sehen das in einer österreichweiten Perspektive. Auf der "letzten Meile" zum Kunden sind wir sehr stark und haben mit XML einen offenen Standard, der sich breit für die Kommunikation - auch zwischen öffentlicher Hand, Unternehmen und Bürgern - einsetzen lässt", erläutert Schweiger. Kürzlich wurde dazu ein "White Paper" veröffentlicht, in dem es etwas heißt: "Zur Microsoft Vorstellung von einer digitalen Verwaltung gehört, dass der öffentliche Sektor an der Spitze der Informationsgesellschaft steht. Dazu muss der öffentliche Dienst über hervorragende Software verfügen und Dienstleistungen anbieten, auf die jederzeit, überall und von jedem Gerät aus zugegriffen werden kann." Wichtig sei der Nutzen für alle Beteiligten: "E-Government ist ein Anwenderthema, wir wollen mit unseren Anwendungen Nutzen produzieren", so Schweiger.

Hier bietet sich natürlich ein Seitenblick zu Linux an: "Wir sehen den Wettbewerb mit Linux als gut für die Kunden. Allerdings sollte er nicht ideologisch, sondern aufgrund von Fakten ausgetragen werden. Das wollen wir auch mit unserer Werbekampagne verdeutlichen", so der Österreich-Chef. Gerade im Applikations-Bereich habe Linux nichts vorzuweisen, bei "Return-on-Investment"-Rechnungen schneide Microsoft über einen bestimmten Zeitraum betrachtet eindeutig besser ab. "Wir nehmen das Thema Open Source und Linux ernst und wollen den Markt entsprechend informieren."

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MONITOR-Autoren
Mag. Christoph Weiss

Mag. Christoph Weiss, i2s consulting, Leiter Büro Österreich: Magister und Textil-Fachingenieur. Führungserfahrung als IT-Leiter im Bereich technischer Grosshandel. Mehrfach Linien- verantwortlicher für ERP-Einführungen. Lehrbeauftragter an der Fachhochschule Technikum Wien. Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft für Datenverarbeitung (ADV) ..mehr..

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