Rüdiger Maier
Mit diesem Ziel wurde Anfang April ein sechster Standort in Innsbruck eröffnet: "Wir wollen bis 2005 auf 100 Mitarbeiter wachsen", blickt Atos Origin Österreich-Chef Hans Leisentritt in eine rosige Zukunft. Das Potential für das angepeilte Wachstum in der Region schätzt er mit über 200.000 PCs in verschiedenen Wirtschafts- und Industrieunternehmen als sehr hoch ein.
Zumtobel-Vorstand Andreas Ludwig sieht durch das Outsourcing ein Einsparungspotential von etwa 30% bei den IT-Kosten. Da man auch heuer beim Leuchtenhersteller einen leichten Umsatzrückgang und eine schwarze Ergebnis-Null (nach zwei verlustreichen Jahren) erwartet, ist man natürlich an jeder Optimierung sehr interessiert. Letztlich habe man aber mit dem Outsourcing der IT-Infrastruktur (die 55 Mitarbeiter der Anwender-IT inklusive SAP bleiben bei Zumtobel) nur einen Schritt realisiert, der in der bereits vorher getrennten Organisationsstruktur vorgezeichnet war. "Bei Atos Origin haben unsere ehemaligen Mitarbeiter auch viel bessere Entwicklungschancen, da sie dort auch andere Kunden betreuen werden", so Ludwig.
Diese Chancen sieht auch der ehemalige Zumtobel-IT-Chef DI Bernd Steidl, nun bei Atos Origin für die Region West verantwortlich: "Wir hatten schon früher immer wieder Anfragen von anderen Unternehmen, konnten diese aber natürlich nicht berücksichtigen. Nun können wir unser Angebot verbreitern und auf die vorhandene Infrastruktur aufsetzen." Die Entscheidung für Atos Origin sei nach einer umfangreichen Ausschreibung und Auswahl - bei der etwa Siemens Business Service, IBM oder T-Systems ausschieden - gefallen. Für Atos Origin sind der Standort und das Rechenzentrum eben auch strategisch wichtig, um von hier aus die bestehende Lücke der Betreuung schließen zu können. Die 55 Mitarbeiter seien mit allen Gehaltsbestandteilen übernommen worden, was zu hoher Akzeptanz und geringer Fluktuation geführt habe.
Vorarlbergs Landeshauptmann Dr. Herbert Sausgruber ergänzt im Monitor-Interview: "Wir wollen hier nicht durch Förderungen hervorstechen, sondern allen Unternehmen in Vorarlberg die gleich guten Bedingungen bieten." Dafür investiere man etwa gezielt in Ausbildungsprogramme an Fachhochschulen und in der dualen Ausbildung, um der Wirtschaft hochqualifizierte Mitarbeiter zuführen zu können.



1/2012
8/2011
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Mag. Carl-Markus Piswanger, MAS ist freier Journalist, Projektberater und hauptberuflich IT-Architekt. Er ist ausgebildeter Versicherungskaufmann, studierter Historiker und postgradualer E-Government-Experte. Er war beim ISP Netway, der Österreichischen Post und der Seibersdorf Research beschäftigt und seit 2004 als IT-Architekt im Bundesrechenzentrum. Der Wiener ist glücklich nicht verheiratet und hat einen Sohn. 