Komplexe Software-Lösungen verlangen umfassendes Know-how bei Implementierung und Betrieb. "Siemens Business Services ist in Österreich SAP Partner der ersten Stunde", so Dr. Albert Felbauer, Geschäftsführung Siemens Business Services. "Unsere 250 SAP SpezialistInnen haben bereits über 100 SAP-Projekte erfolgreich realisiert." Damit verfügt Siemens Business Services über das nötige Know-how, um Unternehmen bei Auswahl, Einführung und Betrieb von SAP-Lösungen zu beraten und zu unterstützen
Weltweite E-Government-Kompetenz in Wien
SBS besitzt umfassende Erfahrung mit Projekten im öffentlichen Bereich, vor allem bei IT-Projekten mit einer großen Anzahl von AnwenderInnen. Als Generalunternehmer realisierte SBS eines der größten Verwaltungsreformprojekte Österreichs, die Reorganisation der Haushaltsverrechnung des Bundes mit SAP R/3. Derzeit arbeitet SBS an der Umstellung der Personalverwaltung des Bundes auf SAP HR.
Diese Projekterfahrung führte auch zur Ansiedlung des weltweites Center of Competence für E-Government bei der Wiener Niederlassung von Siemens Business Service. Dieses Kompetenzzentrum bündelt die weltweite Erfahrung des Unternehmens im Bereich E-Government und stellt das Know-how für Projekte auf der ganzen Welt zur Verfügung: Aktuell werden die Anforderungen der EU-Beitrittskandidaten erhoben und ein EU-Angebot für E-Government erarbeitet. International erzielt Siemens Business Services mit E-Government einen Umsatz von 440 Millionen Euro. Etwa 50 Prozent davon werden in den fünf Ländern Deutschland, Belgien, Österreich, Italien und Großbritannien erzielt, der Rest des Umsatzes stammt aus über 15 weiteren, zumeist europäischen Staaten.
"E-Government ist kein rein österreichisches Thema, sondern muss in einem europäischen Zusammenhang gesehen werden. Einige der unmittelbarsten Aufgabenstellungen, die sich durch die bevorstehende EU-Erweiterung ergeben werden, sind durch E-Government zu lösen", betont Dr. Albert Felbauer. "Durch unsere Geschäftsverantwortung für Südosteuropa haben wir die europäische Integration bereits vorweggenommen."
Ausschlaggebend für die Ansiedelung des Centers of Competence Government in Österreich sind die Erfahrungen bei Projekten im öffentlichen Bereich sowie die Erfahrung aus der Geschäftsverantwortung für Südosteuropa. Siemens Business Services Österreich verantwortet im IT-Dienstleistungsgeschäft den Geschäftsaufbau in der Slowakei, in Rumänien, Bulgarien, Slowenien, Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Mazedonien, Albanien sowie für die Union Serbien und Montenegro.
Neben Wien hat das Center of Competence Government noch zusätzliche Standorte in Deutschland und Italien. Jeder der drei Standorte ist auf spezifische Aufgaben spezialisiert. In Deutschland beschäftigt sich das Center of Competence mit dem Thema Front Office, also dem Gestalten der Schnittstellen der Verwaltung zur Außenwelt. In Italien stehen die Themengebiete Sicherheit, Authentifizierung und Identifikation im Vordergrund. Schwerpunkt in Wien, von wo aus alle Standorte koordiniert werden, ist das Thema Back Office. Dazu gehört das Management des öffentlichen Haushalts- und Personalwesens auf Basis von SAP sowie Wissensmanagement und Dokumentenmanagement.
Erfolgreiche Projekte in Südosteuropa
Einen immer größeren Stellenwert nehmen die Ostmärkte ein. Der Gesamtmarkt für IT und Telekommunikation wird im Jahr 2004 in Zentral- und Osteuropa um 11 Prozent auf 6,3 Mrd. Euro ansteigen. Ausschlaggebend hierfür sind ein steigender Bedarf an Infrastrukturtechnologie für die dritte Mobilfunkgeneration und Breitband-Internet sowie neue Geschäftsperspektiven für IT-Dienstleistungen durch E-Government.
Auch in diesen Märkten ist SBS bereits erfolgreich vertreten. So hat beispielsweise Siemens Österreich in Ungarn gemeinsam mit der cyberDOC GmbH, einem Joint Venture von SBS und der österreichischen Notariatskammer, ein digitales Dokumentenarchiv für alle 270 ungarischen Notariate eingerichtet.
Als Generalunternehmer wurde ein integriertes Informationssystem für die National Agency for Employment in Rumänien errichtet. Das Projekt wurde im Rahmen eines durch die Weltbank finanzierten Entwicklungsvorhabens realisiert und umfasst ein Gesamtvolumen von rund 5 Mio. US-Dollar. Die neue Lösung wird in mehr als 200 Außenstellen und in der Zentrale des rumänischen Arbeitsmarktservice eingesetzt.
SBS stellt Personalwirtschaft des Bundes auf SAP HR um
In Österreich wird derzeit der Aufbau einer E-Government-Infrastruktur im Rahmen der E-Government-Initiative massiv vorangetrieben. Auch hier kann SBS Know-how einbringen, wie jüngst abgewickelte Projekte belegen. So hat SBS als Generalunternehmer im Auftrag des Bundesministeriums für öffentliche Leistung und Sport sowie des Bundesministeriums für Finanzen die Reorganisation der Personalwirtschaft des Bundes mit SAP HR übernommen.
Der Rollout des IT-Verfahrens für die Personaladministration und Personalplanung für etwa 150.000 Bedienstete und 90.000 PensionistInnen des Bundes ist derzeit im Gange. Insgesamt werden über 20.000 AnwenderInnen mit dem neuen System arbeiten. Ziele sind die Minimierung des Personalaufwandes um 20 Prozent, eine Optimierung der Geschäftsprozesse sowie die Schaffung elektronischer Personalakten, die Papierakten ersetzen sollen. Das System wird im Dezember 2004 produktiv gesetzt. Als Generalunternehmer bei der Reorganisation der Haushaltsverrechnung des Bundes mit SAP R/3 brachte SBS umfassendes Know-how für dieses anspruchsvolle Projekt mit.
Die Umstellung des Personalmanagements auf SAP bringt eine Reihe von Vorteilen. So können Personalabteilungen in Zukunft Anfragen von MitarbeiterInnen dank einer optimierten Datenaufbereitung noch schneller bearbeiten. Eine MitarbeiterInnen-Selbstbedienungs-Komponente ermöglicht den direkten Zugriff auf ausgewählte persönliche Daten. PersonalistInnen können Daten, die sie für ihre tägliche Arbeit brauchen, rascher und detaillierter abrufen. Für Führungskräfte stehen Personalkennzahlen schneller und in besserer Qualität zur Verfügung. Das ermöglicht eine bessere Planung und Einsetzbarkeit der Ressource Personal und eröffnet zusätzliche Perspektiven für die wichtige Aufgabe der Personalentwicklung.
Ein weiterer Bestandteil der Lösung ist die Implementierung eines Management-Informationssystems zur Unterstützung bei der Planung, Steuerung und Kontrolle von Personal und Personalkosten. Gleichzeitig soll eine optimale Anwenderfreundlichkeit mit hohen Automatisierungsgrad unter Gewährleistung des Datenschutzes für sensible Personaldaten erreicht werden. Darüber hinaus umfasst das Projekt auch die Erstellung und Abwicklung der Schulungen und Workshops mit modernsten Methoden und Medien, wie beispielsweise E-Learning.
SAP an allen österreichischen Universitäten
Im Auftrag des Bildungsministeriums (BMBWK) realisierte SBS als Generalunternehmer an allen 21 Universitäten Österreichs die Einführung von SAP R/3. Ein Team von ca. 70 Beratern war mit dem Redesign des internen und externen Rechnungswesen und der anschließenden Implementierung der neuen SAP-Standards beschäftigt. Das neue System wurde österreichweit ausgerollt und ging mit 1.1.2004 online. Zu diesem Zeitpunkt entließ das neue Universitätsgesetz (UG 2002) die Universitäten in die wirtschaftliche Unabhängigkeit. Damit ist die Notwendigkeit einer Buchführung nach dem Rechnungslegungsgesetz verbunden. Das Projekt umfasst ein Gesamtvolumen von über 22 Mio. Euro, der Dienstleistungsanteil betrug etwa 13,5 Mio. Euro.
SBS übernahm im Sommer 2002 als Generalunternehmer mit den Partnern BRZ, SAP, IBM, den Auftrag des Bildungsministeriums. Die projektinterne Koordination und Betreuung der Universitäten wurde vom Institut für Verwaltungsmanagement (IVM) durchgeführt. Das gesamte Projekt für über 6.500 SAP-AnwenderInnen an den Universitäten wurde innerhalb von nur 18 Monaten realisiert. Dabei waren etwa 70 SAP-Consultants und 600 speziell geschulte künftige SAP-AnwenderInnen (Key-User) der Universitäten im Einsatz.
Die Leistungen umfassen weit mehr als die reine Software-Implementierung. Anlässlich der Ausgliederung aus der Haushaltsverrechnung gestalteten sich die österreichischen Universitäten individuell eine neue Organisationsstruktur. SBS unterstützte die Universitäten im Change- und Informations-Management, bei der Abbildung des betriebswirtschaftlichen Modells mit allen unternehmerischen Bereichen von der Finanzbuchhaltung über Kostenrechnung, Beschaffung und Einkauf, Vertrieb und Verkauf bis zum Berichtswesen, bei der Abbildung und Entwicklung einer neuen Ablauforganisation auf Basis der SAP-Module sowie bei der Organisations- und Prozessdokumentation. Ziel war es, mögliche Widerstände und Hindernisse frühzeitig zu identifizieren und die Akzeptanz der neuen Lösung zu fördern.
Know-how für den Mittelstand
Dieses Projekt-Wissen kommt natürlich auch Firmenkunden zugute. Eine komplexe Lösungslandschaft entfaltet ihre Stärke erst durch richtige Konfiguration und Anwendung. Siemens Business Services verfügt über das nötige Know-how, um Unternehmen bei Auswahl, Einführung und Betrieb von SAP-Lösungen zu beraten und zu unterstützen. "Die Betriebe benötigen zuerst einmal umfassende organisatorische Unterstützung. Die Management und Prozess-Beratung mischt sich hier mit der klassischen IT-Beratung", erläutert Dr. Albert Felbauer.
SAP galt lange Zeit als Spezialität für Großkonzerne, von denen mittlerweile 80 Prozent die Software eingeführt haben. Zunehmend leisten sich aber auch mittelständische Betriebe diese Lösung, die alle relevanten Prozesse abdeckt. Gerade kleine und mittelgroße Unternehmen müssen Software-Projekte sehr genau kalkulieren. Verstärkt wird auf Gesamtbetriebskosten und schnellen Return on Investment von neuen IT-Systemen geachtet. Deshalb bietet SBS mit seinen globalen Service Offerings wie "Managed Services for SAP" auch maßgeschneiderte Lösungen für den SAP Betrieb an.




1/2012
8/2011
7/2011


bekannt durch zahlreiche Veröffentlichungen, war nach dem Studium der Wirtschafts- wissenschaften, Organisation und Informatik zunächst mehrere Jahre als Gruppen- und Projektleiter an einem Institut für angewandte Informatik beschäftigt. Heute ist er in vielfältiger Form als freiberuflicher Management- und Organisationsberater sowie in der Weiterbildung tätig. Schwerpunktmäßig geht es dabei um die Einführung, Entwicklung und Beratung für den praxisgerechten Computereinsatz. 