Dominik Troger
"Navision SmartStart ist gerade für kleinere Unternehmen ein äußerst günstiger Einstieg in eine professionelle ERP-Software", ist Markus Breyer, Leiter des Bereichs Microsoft Business Solutions in Österreich, überzeugt. "Der Fixpreis von 1.950 Euro pro Anwender macht dieses Preismodell gerade für Betriebe mit nur wenigen PC-Arbeitsplätzen sehr vorteilhaft."
Die modulare Lösung beinhaltet Funktionalitäten wie Finanzbuchhaltung, Debitoren, Marketing, Vertrieb oder Personalwesen. Die Userzahl kann beliebig erweitert werden und es lassen sich auch weitere Module von Microsoft Navision Professional optional einbinden. Auf diese Weise kann die Lösung mit dem Unternehmen mitwachsen. Microsoft hat das Angebot von Navision "SmartStart" derzeit bis 28. Juni beschränkt und richtet sich nur am Neukunden.
Nachdem in Österreich rund 200.000 Unternehmen mit nur einem bis 10 PCs arbeiten, sieht man hier auch von Seiten Microsoft einen wichtigen Markt. In Dänemark, wo das Produkt schon seit Ende letzten Jahres angeboten wird, konnten in nur einem Monat rund 800 neue Kunden gewonnen werden, erläutert Breyer. Er sieht in dem Angebot eine Bereicherung für den Markt, betont aber auch, dass Microsoft Business Solutions "im Mittelstand daheim ist".
Branchenlösungen
"SmartStart" soll ähnlich wie Microsoft CRM bereits kurzfristig zum weiteren Wachstum beitragen. "Man liege derzeit rund 7 Prozent über dem Budget" freut sich Breyer (das Geschäftsjahr dauert noch bis Ende Juni). Für ihn ist das auch ein gutes Zeichen einer wieder einsetzenden positiven Marktentwicklung. Um auch mittel- und langfristig zu reüssieren, setzt man bei Microsoft Business Solutions außerdem auf die Weiterentwicklung von Branchenlösungen.
Breyer sieht hier Synergien mit Deutschland, wo es bereits eine Vielzahl an Branchenlösungen gibt, die jetzt auch nach und nach für den österreichischen Markt aufbereitet werden. "Oft ist der Markt in Österreich für eine bestimmte Branchenlösung einfach zu klein", erläutert Breyer, "hier können wir durch die Kooperation mit Partnern aber jetzt trotzdem eine Lösung anbieten."
Als Beispiel für die Vertiefung im Branchensegment nennt Breyer die Lannacher Heilmittel GmbH, die Microsoft Business Solutions - Navision auch bei der Produktion und durchgehenden Chargenführung vom Wareneingang bis zur Auslieferung unterstützt. Realisiert wurde dieses Projekt zusammen mit dem Partner ACP IT Solutions in Graz.
Markt ist groß genug
"Der ERP-Markt hat in Österreich nach wie vor Potential", ist Breyer überzeugt und verweist darauf, dass regional oft sehr unterschiedliche Anbieter mit einer relativ kleinen Anzahl an Installationen typisch sind. Gerade die kleineren Softwarehäuser spüren aber immer mehr den Druck einer raschen technologischen Entwicklung, mit der sie mithalten müssen, um up-to-date zu sein.
Microsoft wird den Support und die Entwicklung für Navision mindestens bis 2012/13 anbieten, unabhängig von der Entwicklung einer zukünftigen Generation von ERP-Software. "Unternehmen legen immer mehr Wert auf Investitionssicherheit", weiß Breyer und möchte damit wohl auch zum Ausdruck bringen, dass der Atem von Microsoft ein sehr langer ist.




1/2012
8/2011
7/2011


bekannt durch zahlreiche Veröffentlichungen, war nach dem Studium der Wirtschafts- wissenschaften, Organisation und Informatik zunächst mehrere Jahre als Gruppen- und Projektleiter an einem Institut für angewandte Informatik beschäftigt. Heute ist er in vielfältiger Form als freiberuflicher Management- und Organisationsberater sowie in der Weiterbildung tätig. Schwerpunktmäßig geht es dabei um die Einführung, Entwicklung und Beratung für den praxisgerechten Computereinsatz. 