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Strategien

Interview mit Michael Wilfing-May, MIS Austria

MIS Austria GmbH weiter auf Erfolgskurs

MIS Austria, seit über zehn Jahren am österreichischen Markt tätig, erwirtschaftete im Vorjahr ein Umsatzplus von 21%. Der Standort Österreich ist zudem jetzt auch für Central and Eastern Europe (CEE) verantwortlich. Gründe genug, um Geschäftsführer Michael Wilfing-May zum Interview zu bitten.

Rüdiger Maier

"Wir sind ein Software-Hersteller, der Lösungen für Business Intelligence (BI), Risikomanagement und neuerdings auch Planung anbietet. In diesem Umfeld sind natürlich auch unsere Beratungs-Dienstleistungen ein wichtiges Aufgabengebiet für unsere 46 Mitarbeiter in Österreich", umreißt Wilfing-May die Angebotspalette des Unternehmens.

Vor allem der Produktumsatz verzeichnete einen erfreulichen Anstieg. Hierzu trug insbesondere der Verkauf der branchenneutralen BI-Plattform MIS DecisionWare bei, die in großen und mittelständischen Unternehmen zur wertorientierten Unternehmenssteuerung eingesetzt wird. In der modularen Plattform sind sämtliche Aspekte für Planung, Reporting, Konsolidierung und Analyse abgedeckt. Der Umsatz mit technischer und betriebswirtschaftlicher Beratung, die das Unternehmen in Verbindung mit seiner Software anbietet, steigerte sich ebenfalls gegenüber dem Vorjahr. "Wir wollen auch heuer in Österreich nochmals zulegen", gibt sich der Geschäftsführer optimistisch.

Standort Österreich aufgewertet

Seit Anfang 2004 ist MIS Austria auch für die Region Central and Eastern Europe (CEE) verantwortlich. "Für uns sind Tschechien und Ungarn die wichtigsten Märkte im Osten. Heuer wollen wir in unserem neuen Verantwortungsbereich 10% des Umsatzes machen, nächstes Jahr soll es Richtung 20% gehen", sieht Wilfing-May gute Wachstumschancen. Im ersten Schritt werden die Länder Kroatien, Slowakei, Slowenien, Türkei und Ungarn durch ein Partnernetzwerk erschlossen: "Wir wollen MIS in diesen Märkten - vor allem auch über Referenzprojekte - bekannt machen und suchen Reseller und Berater. Microsoft und SAP haben hier bereits eine gute Basis geschaffen, die wir - als enger Microsoft-Partner - auch entsprechend nutzen können." Angesprochen werden sollen vor allem die Top 100-Unternehmen, die bereits ERP-Lösungen installiert haben. Der Fokus liege insbesondere auf Banken, internationalen Unternehmensgruppen, Energieversorgern, der Automobil-Industrie und ähnlichem.

Grundsätzlich sehe man sich aber in den neuen Märkten einem anderen Preisniveau ausgesetzt, auch gäbe es teils schlechte Erfahrungen mit früheren ERP-Projekten: "Daher ist ein guter lokaler Partner, der das Vertrauen der Kunden hat oder aufbauen kann, hier besonders wichtig!" Darüber hinaus zählt die bestehende und weiter auszubauende MIS Niederlassung in Prag zur neuen Region CEE.

Von den Themen her gäbe es wenig Unterschiede zu den österreichischen Anforderungen, es gehe um integrierte Unternehmensplanung mit Reporting, Analyse und Planung. "Gerade in der Türkei treffen wir etwa auf hochkomplexe Anforderungen, deren Bewältigung uns durchaus herausfordert." Die Türkei wachse mit etwa 7%, es gäbe viele sehr potente Unternehmen, sehr gute IT-Ausstattung und eine hervorragende Ausbildung.

Der Erst-Kontakt erfolgt in den neu betreuten Ländern meist über das Internet oder auf Messen: "Daher arbeiten wir auch an einer Lokalisierung unseres Internetauftritts. Die Grundinhalte werden in Englisch sein, die Startseite aber in der Landessprache." Ziel sei es jedenfalls, immer auch strategischer Partner eines Kunden zu werden. Wie in Österreich werde es auch in den neuen MIS-Märkten kostenlos Software und Trainer für Unis bzw. Controller-Einrichtungen geben: "So sollen schnell Netzwerke entstehen, die uns die Marktentwicklung erleichtern", erläutert Wilfing-May.

Themen vertiefen

"In den letzten zwei bis drei Jahren haben wir viel in die Produktentwicklung investiert, besonders im Umfeld der Microsoft- und SAP-Technologien. Jetzt geht es um eine Verbreitung der neuen Lösungen und eine Vertiefung der Themen", blickt der MIS-Geschäftsführer in die Zukunft. Durch die einheitliche Plattform der Produkte könnten Kunden Modul für Modul kaufen und so entsprechend ihrer Anforderungen mitwachsen. Auch seien jetzt vernünftige Lösungen für das Web im Entstehen. Auch das Thema Mobilität - Reports abrufbar über Handy und PDA - würden die Entwicklung weiter treiben.

http://www.misag.com


Neukundengeschäft über Erwartung

Die MIS Austria GmbH ist eine hundertprozentige Tochter der MIS AG in Darmstadt. In Österreich vertrauen bereits über 100 mittelständische Unternehmen und Konzerne auf die Lösungskompetenz des Unternehmens. 2003 konnte man Kunden wie zum Beispiel Altpapier-Recycling Organisation, Ebenseer Betonwerke, FIAT Automobil, Lebenshilfe Tirol, MAGNA STEYR Fahrzeugtechnik, Neuhofer Holz, Octapharma, Reed Messe Salzburg, Sanochemia Pharmazeutika und Wolf Systembau gewinnen.

Darüber hinaus wurden bei bestehenden Kunden wie AGRANA Beteiligungs AG, GE Jenbacher GmbH & Co OHG, Palfinger AG, Trierenberg Holding AG, WIEN ENERGIE Gasnetz GmbH und Wüstenrot Bausparkasse AG neue Projekte umgesetzt.

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MONITOR-Autoren
Mag. Christoph Weiss

Mag. Christoph Weiss, i2s consulting, Leiter Büro Österreich: Magister und Textil-Fachingenieur. Führungserfahrung als IT-Leiter im Bereich technischer Grosshandel. Mehrfach Linien- verantwortlicher für ERP-Einführungen. Lehrbeauftragter an der Fachhochschule Technikum Wien. Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft für Datenverarbeitung (ADV) ..mehr..

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