Vor allem die Migrationsberatung, der Wechsel von einem Softwarepaket aufs andere, wird von den Open Source Experts groß geschrieben. Egal ob es sich hierbei um ein einzelnes Mail- oder Office-Programm oder eine komplexe Serverarchitektur handelt - innerhalb der Anbietergruppe gibt es für jedes Problem den richtigen Spezialisten.
"Ein gängiges Vorurteil setzt Open Source Software mit dem Begriff Linux gleich", klagt Angelika Gößler, Sprecherin der Open Source Experts. "Das ist so nicht ganz richtig. Desktop Applikationen wie Mozilla, OpenOffice.org,GIMP, etc. laufen unter Windows, MacOS X und Linux. So kann die Migration zuerst von altem Programm zur neuen Open Source Software und später zusätzlich ein Betriebssystemwechsel erfolgen."
Die im Open Source Bereich tätigen Unternehmen sind erwachsen geworden und große IT-Konzerne sind auf den Zug aufgesprungen. "Wir tragen zwar eher Jeans, aber ansonsten geht es bei uns genauso kommerziell zu wie sonst in der IT auch", erläutert Gößler.
2001 gründete Friedrich Kofler innerhalb der Fachgruppe UBIT (Unternehmensberatung und Informationstechnologie) in der Wirtschaftskammer Wien, eine Special Interest Group (kurz SPIN) zum Schwerpunkt Open Source Software. Im Jahr 2003 wurde diese Initiative auf ganz Österreich ausgedehnt und als "Experts Group" vom Fachverband UBIT in der Wirtschaftskammer Österreich mitgetragen.
Die "Open Source Experts" bieten Unternehmen, die den Einsatz von Open Source Software erwägen, Unterstützung und Beratung. Auf der Webseite www.OpenSource.co.at können Unternehmer aus den Produkt- und Dienstleistungsangeboten von Experten auswählen, sich über die Einsatzmöglichkeiten, Besonderheiten und Anforderungen von Open Source Projekten informieren und die Experten finden.




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Dr. Manfred Wöhrl ist Geschäftsführer der R.I.C.S. EDV-GmbH (Research Institute for Computer Science, www.rics.at), spezialisiert auf Securitychecks und Security-Consulting. 