Adolf Hochhaltinger
Als Basis dafür wurde - natürlich - das freie Betriebssystem Linux gewählt, als Desktop kam das weit verbreitete "GNOME"-Environment zum Einsatz, es bietet einfache Bedienung und eine vertraute Darstellung auch der bearbeiteten Files.
Die Anwendungen selbst laufen unter Java, verwenden allesamt ausschließlich offene Standards und bieten ähnlich gestaltete Benutzeroberflächen und ähnliche Bedienung ("Look and Feel"). Auf dieser Java-Plattform - man verwendet die Standard Edition J2SE - setzen die einzelnen Anwendungen auf. Dazu zählen vor allem das Office-Paket "Star Office Productivity Suite", der Browser "Mozilla" und das Programm "Evolution" für e-Mail und Terminplanung.
Kampfpreis
Als größten Vorteil dieser Lösung zu der sonst üblichen Kombination aus der neuen Generation von Windows und Microsoft-Anwendungen nennt Sun vor allem die gewaltige finanzielle Ersparnis. Der Anwender erspart sich 80 % gegenüber einem Upgrade und 90 % gegenüber einer Neuanschaffung der nächsten Microsoft-Generation.
Außerdem ist die Neuinstallation sowohl von Betriebssystem als auch von mehreren Anwendungen in einem großen Unternehmen mit vielen PCs in der Regel recht zeitaufwändig. Hier dagegen ist alles in einem einzigen Paket enthalten, das erspart Ausfallzeiten und Arbeitsaufwand.
Hohe Sicherheit
Dank der (Linux-typischen) weitreichenden Sicherheitseinrichtungen wie z.B. der strikten Trennung zwischen dem Super-User mit Administrationsrechten (root) und den "normalen" Anwendern (users), die auf systemkritische Einstellungen keinen Zugriff haben, ist schon grundsätzlich eine hohe Systemsicherheit gegeben.
Dadurch können Viren, falls sie ein User unabsichtlich aus dem Internet herunterlädt, keine Programmfiles verändern. Außerdem wurde eine große Zahl von Viren ausschließlich für Windows geschrieben und ist unter Linux grundsätzlich nicht funktionsfähig.
Dank der hier verwendeten offenen Standards können zudem Datenfiles sowohl von Windows- als auch von Unix- bzw. Linux-Programmen gleichermaßen bearbeitet werden, es gibt keine "Verständnisschwierigkeiten".
Desktop - ein "anderes Windows"
Der Desktop stammt aus dem Open-Source-Projekt "GNOME" und bietet eine intuitiv bedienbare Anwenderschnittstelle, mit der das Starten von Anwendungen, das Finden bestimmter Dokumente und das Organisieren der Dateien ebenso schnell und einfach möglich ist wie das Anpassen der eigenen Arbeitsumgebung an die persönlichen Wünsche und Vorstellungen. Ein umfangreiches Set von Hilfsprogrammen und Zubehör ist ebenfalls dabei.
Browser
Der Browser basiert auf der weit verbreiteten "Mozilla"-Distribution, verwendet die "Flash"-Technologie von Macromedia, kann dank eines integrierten Acrobat Readers auch PDF-Files anzeigen und enthält einen Real Player zum Abspielen von RM-Files. Es bietet außerdem einen e-Mail Client, einen IRC Chat Client, ein Adressbuch und einen Composer zur Gestaltung eigener HTML-Seiten.
Office Productivity Suite
Die zentrale und am häufigsten genutzte Anwendung wird wohl zumeist das StarOffice 7 sein. Diese Anwendung enthält ein vollwertiges Office-Paket - Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentationssoftware, ein Grafikprogramm, einen Foto-Editor, ein Programm zur Gestaltung von Webseiten sowie Software zum Umgang mit relationalen Datenbanken. Außerdem ist damit auch die Bearbeitung der weit verbreiteten Microsoft-Datenformate möglich.
e-Mail & Kalender
Das Programm "Evolution" schließlich vereint die Bearbeitung der e-Mail mit den üblichen Organizer-Funktionen - Terminkalender und Planer, Kontakte managen, ToDo-Listen - in einem einzigen Paket. Die Software arbeitet auch mit "Sun Java Calendar and Messaging Servers" zusammen und kann so auch die Termine ganzer Teams koordinieren.
Java: Viele Anwendungen
Das "Java Runtime Environment" ist ebenfalls Teil des Java Desktop Systems. Damit ist es möglich, auf Tausende von Java-basierten Anwendungen weltweit zurückzugreifen, die für diese Plattform geschrieben wurden.
Ebenfalls mit dabei auf der CD-ROM sind einige zusätzliche Anwendungen wie beispielsweise ein Text-Editor, ein Taschenrechner, ein CD-Spieler, ein Media Player zur Wiedergabe verschiedener Audio- und Video-Formate, ein Viewer für Fotos sowie eine Reihe verschiedener Konfigurationsprogramme.
Das "Sun Java Desktop System"
kann direkt über Sun oder den iForce-Partnerkanal bezogen und ab 50 US-Dollar
pro Mitarbeiter und Jahr erworben werden. Bis zum 2. Juni 2004 gibt es den Desktop
im Rahmen einer Promotion-Aktion zum halben Preis.
http://at.sun.com




1/2012
8/2011
7/2011


Mag. Dominik Troger gehört seit 1992 zum MONITOR-Team. Er begann als News-Redakteur und betreute viele Jahre die MONITOR Weiterbildungsbeilage "Job Training". Seit dem Jahre 2000 war er als Chef vom Dienst tätig, mit Dezember 2009 übernahm er die Chefredaktion. 