Andreas Roesler-Schmidt
Wie schaut die Open Source Community aus?
Eigentlich gibt es nicht "die" OS Community. Eigentlich sind es verschiedene Communities zu einzelnen Programmen, die auch nicht immer überlappend sind. Diese Communities sind sehr offen - wer will kann daran teilnehmen.
Wie funktioniert dabei der Support?
Es gibt entweder eine Mailingliste, wo man hinschreibt, dass irgendetwas nicht funktioniert, und man bekommt dann meistens eine Antwort. Bei größeren Anwendungen empfiehlt es sich, zunächst mal die FAQs (Frequently Asked Questions) zu lesen. Aber im Prinzip kann man immer diese Mailinglisten fragen.
Für Unternehmen ist das aber kaum ausreichend - wie finden die Unterstützung?
Unternehmensanwender brauchen eine andere Art von Support, vor allem einen gewährleisteten Support, jemand der sicher zu Verfügung steht. Hier gibt es Unternehmen wie die Cubit, die quasi als Schnittstelle funktionieren. Man muss als Unternehmen abwägen, ob man einen kommerziellen Support will - wenn ja muss man ihn kaufen und das kostet natürlich etwas - genauso wie bei kommerziellen Produkten.
Wieviele bieten das hierzulande an?
In Österreich gibt es eine Vielzahl von Freelancern, die das anbieten. Für größere Unternehmen wird das nicht ausreichen - da gibt es nur zwei bis drei Firmen die entsprechenden Support anbieten. Wir haben zum Beispiel den ÖAMTC und die Salinen Austria als Kunden, die von uns ihre Open Source Systeme betreuen lassen.
Arbeiten die Linux-Anbieter in Österreich zusammen?
Die Kunden kaufen meist bei mehreren ein. Der Vorteil ist ja auch, dass man den Lieferanten wechseln kann, weil ja das Produkt offen ist. Aber unsere Kunden legen dennoch Wert auf Lieferantenbeziehungen.
Welche Unternehmen tendieren am meisten zu Open Source?
Das hängt von den Personen ab. Wenn Unternehmen IT-Leiter haben, die sich selbst mit Linux auskennen, setzen sie das auch gerne ein.




7/2011
6/2011
5/2011


bekannt durch zahlreiche Veröffentlichungen, war nach dem Studium der Wirtschafts- wissenschaften, Organisation und Informatik zunächst mehrere Jahre als Gruppen- und Projektleiter an einem Institut für angewandte Informatik beschäftigt. Heute ist er in vielfältiger Form als freiberuflicher Management- und Organisationsberater sowie in der Weiterbildung tätig. Schwerpunktmäßig geht es dabei um die Einführung, Entwicklung und Beratung für den praxisgerechten Computereinsatz. 