Freie Software, die ohne Lizenzkosten zur Verfügung steht und von einer weltweiten Spezialistengemeinde gratis gewartet wird, hält zusehends Einzug in die Unternehmen. Am bekanntesten in diesem Zusammenhang ist das freie Betriebssystem Linux, das es geschafft hat, Unix-Professionalität auf PC Hardware zu bringen. So kommt es auch nicht von ungefähr, dass die ursprünglich aus dem traditionellen Midrange/Unix-Umfeld kommende CUBiT bei ihren IT-Lösungen für Unternehmen auf Open Source Programme und Linux als Betriebssystem setzt. Unternehmensweite Datenbank-Systeme, Transaktionssysteme, Kommunikationsserver, hochverfügbare Servercluster und Netzwerke zählen zu den Spezialitäten des IT-Dienstleisters. Professionelles Systems Management, Tuning, Planung, Architektur von Produktivservern, Features von Enterprise Systemen, Cluster Systeme, Hochverfügbarkeit sowie maßgeschneiderte Lösungen stehen im Zentrum des Dienstleistungsangebots der Salinen-Tochter.
"Linux und Open Source ist reif für den Unternehmenseinsatz geworden", stellt Herbert Hofmann, kaufmännischer Geschäftsführer der CUBiT zufrieden fest. Untersuchungen namhafter Marktforschungsunternehmen zeigen deutlich auf, daß das freie Betriebssystem unternehmensweit nicht nur die TCO (Total Cost of Ownership) senkt. Durch die Möglichkeit, Programm-Module nach Maß zu erstellen bzw. anzupassen, lassen sich individuelle Lösungen erstellen, die dem Unternehmen Wettbewerbsvorteile bringen. In den IT-Abteilungen technisch fortschrittlicher Unternehmen haben sich Open Source-Lösungen längst etabliert.
So konnte die Cubit im Laufe ihres über fünfjährigen Bestehens nicht nur die Salinen Austria mit umfangreichen Linux-Clusterlösungen und gesamthaftem Netzwerkmanagement auf Basis Nagios Open Source Software versorgen. Wer sich bei Österreichs größtem Online-Shop "lion.cc" einloggt, landet auf den hochverfügbaren Servern der Cubit, die für ihren Kunden mit neu optimierter Systemarchitektur und einem Cluster aus 5 MySQL-Datenbanken erhebliche Leistungssteigerung erreicht.
Bei dem international tätigen, österreichischen Pharmaunternehmen Ebewe mit Firmenzentrale in Unterach am Attersee steht Open Source Software schon seit vielen Jahren im Einsatz. "Wir setzen Open Source Software ein, wo immer es möglich und sinnvoll ist", definiert Wolfgang Fürtbauer, IT-Leiter der Ebewe Pharma, die IT-Strategie des exportorientierten Unternehmens mit Niederlassungen in Unterach, Wien, Moskau, Rumänien und Polen. Jüngstes, erfolgreich abgeschlossenes Open Source Projekt der Cubit für Ebewe war ein unternehmensweites Rollout von ISC DHCPD V3, einem sehr verbreitetes Protokoll, um automatisch Rechner für den Zugang zum Netz zu konfigurieren. So ist es möglich, auch Windows-Rechner etwa in Wien remote vom Stammsitz Unterach aus zu konfigurieren, ohne deswegen die Reise nach Wien zu unternehmen.
"Bei Ebewe hatten wir es mit einem organisch gewachsenen Netzwerk zu tun, in das mit der Zeit auch mobile Nutzer eingebunden werden sollten", beschreibt Cubit-Gründer und geschäftsführender Gesellschafter, Ing. Peter-Paul Witta, der auch die technische Leitung innehat, die Ausgangslage. "Früher mussten wir bei unserem 140 PC Netz für jeden PC die IP-Adresse und Zugangsdaten einzeln händisch vergeben", verdeutlicht Auftraggeber Fürtbauer. "Jetzt wird alles zentral verwaltet. Bei Änderungen an der Infrastruktur, etwa bei der IP-Adresse eines Namensservers, werden mit einer Eingabe alle 140 Geräte auf einmal konvertiert. Das spart erheblich viel Arbeit und Zeit. Auch die Installationszeiten beim Austausch von PCs sind nun gewaltig verkürzt. Außerdem besteht die Gefahr einer doppelten IP-Adressenvergabe nicht mehr", sieht sich der fortschrittliche IT-Leiter in seiner Entscheidung bestätigt. Sein vorhandenes Installationswerkzeug konnten die Cubit-Experten erhalten und einbinden. Der ausfallsichere DHCP-Cluster wird auf denselben Maschinen betrieben wie die beiden DNS Server. So erhielt der Standort Unterach die gewünschte Redundanz. In Wien fahren beide Dienste auf einer Maschine (ohne Cluster), die Konfiguration des DNS kann aus dem zentralen DHCP File erstellt werden. Neue Rechner müssen nun nur einmal ins Netz aufgenommen werden. Die Ausfallsicherheit gewährleistet einen Netzbetrieb selbst bei Ausfall eines der DHCP/DNS Server. "Das Cubit-Projekt hat uns überzeugt. Der angestrebte Gewinn des Projektes wurde mit Fertigstellung schon erreicht", ist Fürtbauer zufrieden. Derzeit wird die Einführung des Open Source Netzwerkmanagementsystems Nagios mit dem Wiener Open Source Dienstleister evaluiert. Ferner wird über ein Backup-System und neue Firewalls nachgedacht.
Zu den namhaften Kunden der letzten Zeit zählen auch der ÖAMTC, Österreichs erster und größter Autofahrerclub mit mittlerweile über 1,5 Millionen Mitglieder. Ein Datennetzwerk (frame relays) verbindet die österreichweit über 132 Stützpunkte (inkl. Landesvereine und Fahrtechnikzentren und Christophorus Flugrettung). Die Cubit wurde vom ÖAMTC mit zwei Datenbankclustersystemen, wiederholten Consultingaufgaben sowie einem komplexem Nagios-Projekt zur Überwachung des gesamten Netzwerkes beauftragt. Eine Datenbank-Clusterinstallation der Cubit sorgt im Wiener Schloss Schönbrunn (mit Hofburg und Hofmobiliendepot) für IT-Power.
Mittlerweile ist der Ruf der Open Source-Spezialisten auch über die Landesgrenzen hinaus gedrungen. Die international tätige Schweizer Straumann-Gruppe bietet zahnmedizinisch geschulten Berufsgruppen Produkte und Dienstleistungen für implantatgestützten Zahnersatz an. Für ihre komplexe Nagios-Implementierung zur Überwachung des unternehmensweiten Netzwerkes wurden Cubit-Spezialisten konsultiert. Und auch das große Krankenhaus München Schwabing nahm das Know-how der Wiener in Form eines Nagios-Workshops in Anspruch.




1/2012
8/2011
7/2011


bekannt durch zahlreiche Veröffentlichungen, war nach dem Studium der Wirtschafts- wissenschaften, Organisation und Informatik zunächst mehrere Jahre als Gruppen- und Projektleiter an einem Institut für angewandte Informatik beschäftigt. Heute ist er in vielfältiger Form als freiberuflicher Management- und Organisationsberater sowie in der Weiterbildung tätig. Schwerpunktmäßig geht es dabei um die Einführung, Entwicklung und Beratung für den praxisgerechten Computereinsatz. 