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Strategien

Unisys, Umfrage:

Security: Böse Überraschungen für CIOs?

Eine von Unisys in Europa durchgeführte Umfrage zeigt, dass CIOs böse Überraschungen erleben könnten. An drei zentralen Herausforderungen führt für sie künftig kein Weg vorbei: Kosten, Sicherheit und IT-Governance.

54% aller Unternehmen in Europa haben keinen formellen Disaster Recovery-Plan, der ihre gesamte IT-Infrastruktur vollständig abdeckt. 18% verfügen nicht einmal ansatzweise über einen derartigen Plan. Dies ist das alarmierende Ergebnis einer unabhängigen, pan-europäischen Studie, die von Unisys, weltweitem Anbieter von IT-Services und IT-Lösungen, in Auftrag gegeben wurde.

Die Verantwortung des CIO

Die Studie verdeutlicht die Verantwortung und das Risiko, mit denen sich der CIO (Chief Information Officer) tagtäglich konfrontiert sieht. Drei zentrale Herausforderungen kristallisieren sich für ihn künftig heraus: Kosten, Sicherheit und IT-Governance. Gleichzeitig wird bei Durchsicht der Studie klar, dass CIOs ihre Unternehmen einer großen Gefahr aussetzen, wenn sie nicht genügend Vorbereitungen treffen, diesen Herausforderungen zu begegnen.

Die Ergebnisse der Studie offenbaren, dass 67% der befragten CIOs Schwierigkeiten haben, die Kosten eines potenziellen Datenverlustes zu berechnen. 77% gaben an, nicht quantifizieren zu können, mit welchen finanziellen Auswirkungen zu rechnen ist, wenn Server aus der bestehenden IT-Infrastruktur herausgenommen bzw. zusätzliche eingefügt werden. Sie wären also beispielsweise nicht in der Lage, den Nutzen einer Konsolidierung zu berechnen, und würden somit eine Gelegenheit verpassen, Kosten zu sparen. Zur regelmäßigen Überprüfung von Disaster Recovery-Plänen befragt, gaben nahezu 30% der CIOs zu, dass sie noch nicht einmal diejenigen für die im Einsatz befindlichen geschäftskritischen Technologien testen bzw. ihnen solche Tests in ihrem Unternehmen nicht bekannt sind.

Wert der Unternehmens-IT künftig genauer analysieren

Steve Rawsthorn, Vice President Marketing bei Unisys, Systems & Technology EMEA, zeigt sich besorgt: "Mit zunehmender Bedeutung der Corporate Governance müssen Manager bestimmte EU-Richtlinien einhalten, da sie andernfalls haftbar gemacht werden können." Er führt weiter aus: "Die Studie zeigt, dass zu viele CIOs gar nicht erst versuchen, ihre IT-Infrastruktur genau unter die Lupe zu nehmen. Die meisten Unternehmen analysieren bestenfalls oberflächlich, welchen Wert ihre IT-Systeme haben. So sind beispielsweise viel zu viele Server weniger als 50% ausgelastet, obwohl eigentlich jedes Unternehmen heute darauf achten müsste, das Potenzial seiner Technologie in vollem Umfang auszuschöpfen."

Tony Lock, Chef-Analyst bei Bloor Research, kommentiert: "Es ist offensichtlich, dass viele Unternehmen noch gar nicht begriffen haben, welchen wirtschaftlichen Wert ihre IT-Infrastrukturen darstellen. Die meisten Firmen könnten ohne Unterstützung ihrer IT-Systeme geschäftskritische Dienstleistungen überhaupt nicht erbringen. Deshalb müssen für diese Systeme Business Continuity-Pläne erstellt werden, die auf die individuellen Anforderungen eines Unternehmens abgestimmt sind. Disaster Recovery heißt sicherzustellen, dass Menschen, Prozesse und Technologie reibungslos zusammenarbeiten und zuverlässig die Service Levels erreichen, die für den kontinuierlichen Betrieb des Unternehmens unverzichtbar sind."

Methodik der Studie

In Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien, Portugal und den Niederlanden wurden insgesamt 200 Telefoninterviews mit CIOs und CFOs bzw. den direkt an diese Personen berichtenden Mitarbeitern durchgeführt. Alle befragten Personen arbeiten in Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern.

http://www.unisys.at


Checkliste für CIOs

Nachfolgende Checkliste enthält einige der Fragen, mit denen sich jeder CIO beschäftigten sollte, der sich flexibel auf Veränderungen einstellen will:

  • Welche Bewertungen und Analysen führen Sie durch?
  • Haben Sie einen Business Continuity-Plan?
  • Sind umfassende Disaster Recovery-Pläne für Ihre geschäftskritischen Systeme vorhanden?
  • Werden die Disaster Recovery-Pläne regelmäßig getestet?
  • Als Sie Ihre Disaster Recovery-Vorkehrungen getroffen haben, haben Sie da unter anderem auch Ihre Systeme konsolidiert, um die IT-Umgebung insgesamt zuverlässiger zu machen?
  • Wie viele Server setzen Sie in Ihrem Unternehmen ein?
  • Wie hoch ist die Auslastung dieser Server?
  • Wie wollen Sie diese Auslastung gegebenenfalls steigern?
  • Wie hoch ist die derzeitige Anzahl der Benutzer und welche Zahl erwarten Sie für die Zukunft (d.h. gibt es detaillierte Pläne, wie das Unternehmenswachstum strategisch zu bewältigen ist?)
  • Wie sieht der Upgrade-Pfad für die Sicherheits-Patches und der Service Pack-Plan für die Betriebssysteme aus?

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MONITOR-Autoren
Dipl.-Hdl. Ing. Ernst Tiemeyer

bekannt durch zahlreiche Veröffentlichungen, war nach dem Studium der Wirtschafts- wissenschaften, Organisation und Informatik zunächst mehrere Jahre als Gruppen- und Projektleiter an einem Institut für angewandte Informatik beschäftigt. Heute ist er in vielfältiger Form als freiberuflicher Management- und Organisationsberater sowie in der Weiterbildung tätig. Schwerpunktmäßig geht es dabei um die Einführung, Entwicklung und Beratung für den praxisgerechten Computereinsatz. ..mehr..

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