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Strategien

InterSystems - "Ensemble"

Umfassend integriert

InterSystems präsentiert mit "Ensemble" eine Integrationsplattform, die einen Integrationsserver, einen Applikationsserver und eine hochperformante Objektdatenbank mit einer konsistenten Entwicklungs- und Managementumgebung in einem einzigen, architektonisch durchgängigen Produkt verbindet.

Rüdiger Maier

"Integration wird in den nächsten Jahren eine wichtige Priorität von IT-Leitern sein, gleichzeitig fehlt aber oft ein klares Bild von Integration", umreißt Paul Grabscheid, Vice President Strategic Planning von Intersystems mit österreichischen Wurzeln, die Ausgangssituation im Monitor-Interview.

Mit dem neuen Produkt stellt das Unternehmen - das laut Grabscheid auch 2003 wieder um 30% gewachsen ist - neben die postrelationale Datenbank Caché nun auch ein zweites Produkt vor. In gewohnt solider Intersystems-Manier habe man sich mit der Entwicklung des Systems zwei Jahre Zeit genommen, und könne daher bei der Produktvorstellung bereits auf bestehende Kunden verweisen.

"Wir setzen das System bereits ein Jahr bei Kunden ein und haben 21 produktive Applikationen laufen", so Michael Ihringer, Marketing Director CEE. Ensemble soll es ermöglichen, innerhalb kurzer Zeit neue Geschäftslösungen umzusetzen, die die Investitionen in bestehende Anwendungen schützen, neue Prozesse unterstützen und Daten über das gesamte Unternehmen hinweg integrieren. "Neben einer Daten-Integration streben heute Unternehmen auch eine Business-Prozess-Integration an, um ein klares Bild der eigenen Abläufe zu entwickeln", so Grabscheid.

Zusammengesetzte Applikationen

Das neue Produkt bietet zahlreiche Funktionalitäten für die schnelle Entwicklung von Composite Applications, die unter einer einheitlichen Oberfläche Funktionen aus vorhandenen Anwendungen mit neu entwickelten Elementen kombinieren. Mit diesen zusammengesetzten Applikationen lassen sich auf einfache Weise bestehende Systeme mit neuen Geschäftslogiken sowie mit Datenbeständen aus dem gesamten Unternehmen verbinden.

"Für die Nutzer sehen solche Anwendungen oft ganz neu aus, sie bestehen aber in Wirklichkeit aus alten und neuen Teilen", erklärt Grabscheid. Dabei kommt Ensemble im Gegensatz zum gängigen "technology assembly"-Ansatz ohne die übermäßige Komplexität, die hohen Kosten für Dienstleistungen und die langen Implementierungszeiten aus, die sonst häufig den Erfolg von Integrationsprojekten verhindern. "Andere am Markt befindliche Systems sind zu uneinheitlich, da sie meist zugekauft und dann weiterentwickelt wurden", so Grabscheid.

10 Projekte in der DACH-Region

Schon heuer wolle man 50 größere Projekte mit Ensemble verwirklichen, begonnen werde in jedem Markt mit wenigen Referenzkunden. In der DACH-Region sollen im ersten Schritt zehn Projekte starten. "In fünf Jahren wollen wir mit Ensemble denselben Umsatz erzielen wie mit Caché, wobei wir mit unserer Datenbank weiter jährlich um 20% zu wachsen beabsichtigen", blickt Grabscheid in eine rosige Zukunft.

Man habe sich den Zeitpunkt des Markteintritts genau überlegt: "Auf unserer jährlichen Kunden-Konferenz sprechen unsere Ingenieure mit den Kunden und wissen daher sehr genau, was diese brauchen." Zur Umsetzung der ehrgeizigen Pläne baue man wie bei Caché ganz auf Partner: "Derzeit haben wir für unsere Datenbank etwa 1.000 Partner, bei Ensemble 20." Als Anbieter ohne eigene Professional Services sei auch sichergestellt, dass den Partnern das Umsetzungsgeschäft bleibe. Man gehe sogar bei bedarf eine Risiko-Teilung ein: "Interessierten Kunden erstellen wir kostenlos ein Pilot-Projekt und sichern ihnen den Erfolg zu. Die Implementierung bleibt aber ganz bei den Partnern", so Ihringer. Gleichzeitig werde aber auch der eigene Mitarbeiterstand von derzeit 460 Mitarbeitern weiter ausgebaut, kürzlich eröffneten etwa neue Büros in der Schweiz, Dänemark und Finnland.

Ensemble ist ab sofort für die Betriebssysteme HP Alpha OpenVMS, HP Alpha Tru64 Unix, HP-UX, IBM AIX, Linux, SunSolaris sowie für Microsoft Windows verfügbar. Eine Ensemble Enterprise-Lizenz kostet ab 151.250 Euro pro CPU.

http://www.InterSystems.de

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MONITOR-Autoren
Alexander Hackl

Alexander Hackl ist freier Journalist in Wien. Er ist Absolvent des Master- Programms „Qualitätsjournalismus“ an der Donau-Universität Krems und spezialisiert auf Technologiethemen. Seit drei Jahren ist er als Autor für den MONITOR und das Wirtschaftsmagazin FORMAT tätig. Das Hauptaugenmerk in seiner Arbeit liegt auf Informations- technologie im Kontext gesellschaftlich-wirtschaftlicher Zusammenhänge. ..mehr..

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