Die Anfänge der Lebensqualitätsforschung liegen in der Sozialberichterstattung. Soziale und ökonomische Indikatoren, wie Einkommen oder soziale Gerechtigkeit und deren Stellenwert für Lebensbedingungen größerer Bevölkerungsgruppen wurden untersucht, um die Lebensqualität zu beschreiben.
In den vergangenen Jahren hat sich der Schwerpunkt des Interesses auf subjektive gesundheitsbezogene Lebensqualität verlagert. Ein Ausgangspunkt dazu war die zunehmend hochtechnisierte Medizin, die neuartige Therapiemethoden ermöglichte, dabei aber das Befinden der Patienten an den Rand des Interesses geriet. Ein Beispiel dafür ist der onkologische Bereich. Dank immer wirksamerer Behandlungsmethoden haben Krebserkrankungen zunehmend chronische Krankheitsverläufe, was unter anderem zur Folge hat, dass das subjektive Krankheitserleben der behandelten Menschen in den Blickpunkt von Forschung und klinischer Praxis kommt.
Für die wissenschaftliche Forschung und Anwendung in Studium und Praxis liegt nun erstmalig im deutschsprachigen Raum ein Buch vor, das eine umfassende Sammlung psychodiagnostischer Verfahren zur Erfassung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität und des Wohlbefindens bietet.
Schumacher J., Klaiberg A., Brähler E., (Hrsg.): Diagnostische Verfahren zu Lebensqualität und Wohlbefinden. Hogrefe Verlag, Göttingen 2003 - ISBN: 3801716961




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8/2011
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Alexander Hackl ist freier Journalist in Wien. Er ist Absolvent des Master- Programms „Qualitätsjournalismus“ an der Donau-Universität Krems und spezialisiert auf Technologiethemen. Seit drei Jahren ist er als Autor für den MONITOR und das Wirtschaftsmagazin FORMAT tätig. Das Hauptaugenmerk in seiner Arbeit liegt auf Informations- technologie im Kontext gesellschaftlich-wirtschaftlicher Zusammenhänge. 