Die eindeutige Antwort: Ja, es lohnt sich. Gerade jetzt. Denn die IT-Wirtschaft reckt sich wieder wie ein zartes Pflänzchen, das von einer brutalen New Economy-Aktien-Stampede niedergetrampelt wurde, nun aber wieder Licht und Energie zum Leben hat. Die Indikatoren der Branche weisen auch 2004 zwar nicht steil nach oben, aber sie weisen nach oben. Natürlich sind Investoren und Kunden vorsichtiger geworden, aber die Firmen kommen um eine leistungsfähige IT nicht herum, das allein diktiert schon der Wettbewerb. Auf den heurigen IT-Messen, sei es die exponet, die CeBIT, die Systems, wird man sich wieder begrüßen, neugierig abtasten und gegenseitig Mut zusprechen. Natürlich kann man es auch anders halten: Firmen wie zum Beispiel Nextiraone, Unisys oder die Software AG wollen heuer der exponet fernbleiben, um ihre Kunden mit einer eigenen Roadshow zu beglücken - auch gut, Hauptsache, das Prinzip Kontakt bleibt gewahrt. Jedem ist selbst überlassen, wie er sein Marketinggeld einsetzt.
In Österreich noch wenig registriert werde die IT-Messen in Osteuropa, vor allem in Ländern, die ab Mai unsere EU-Nachbarn sein werden. So zählte die Invex in Brünn im vergangenen Oktober sagenhafte 150.000 Besucher bei 650 Ausstellern, Zahlen, von denen die verblichene ifabo immer nur träumen konnte. Die Invex gilt sogar als Leitmesse für den osteuropäischen Raum, ein Besuch lohnt sich also. Es gibt keine einzige Branchenstudie, die Osteuropa nicht einen enormen Nachholbedarf bei IT in der staatlichen Verwaltung und bei den Unternehmen selbst konzediert. Der Staat braucht Verwaltungs- und Finanzsoftware, Logistik- und Procurement-Programme, die Unternehmen lechzen geradezu nach Enterprise Management-Lösungen aller Art, und alle diese Dinge müssen implementiert, serviciert und gewartet werden. Und das Schöne daran: Die EU mischt mit Fördergeldern kräftig mit. Wie das funktioniert, an wen man sich wendet und wie man seinen Marktauftritt im Osten angeht - das erfährt man unter anderem am richtigen Messestand auf der richtigen IT-Messe. Wenn man dort nicht gleich mit den nächsten potentiellen Kunden selbst ins Gespräch kommt...



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8/2011
7/2011


Mag. Dominik Troger gehört seit 1992 zum MONITOR-Team. Er begann als News-Redakteur und betreute viele Jahre die MONITOR Weiterbildungsbeilage "Job Training". Seit dem Jahre 2000 war er als Chef vom Dienst tätig, mit Dezember 2009 übernahm er die Chefredaktion. 