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IT-Lösungen f. d. Industrie

RFID - Radio Frequency Identification

Logistik der Zukunft

Die RFID-Technologie (Radio Frequency Identification) findet zunehmend Einzug in die Bereiche Produktion, Logistik und Handel, die Industrie sieht darin ein enormes Potential für die Zukunft. Was verbirgt sich hinter dem Schlagwort RFID?

Cornelie Elsaesser

Die Analysten sind sich einig, was die Zukunft der berührungslosen Datenerfassung betrifft: Laut Forrester Research werden im Laufe der nächsten zwei Jahre mehr als fünf Milliarden Produkte (Consumer Packaged Goods) mit der neuen RFID-Technik gekennzeichnet sein.

Die beiden größten US- amerikanischen Einzelhandelsketten Walmart und Target kündigen die Einführung der Funketiketten bereits im großen Stil an und verpflichten ihre Lieferanten mittelfristig, vom konventionellen Barcodedruck auf RFID umzu-stellen. Bereits für 2010 wird damit gerechnet, dass die Funkbarcodes im Supermarkt bargeld -und kassenloses Einkaufen ermöglichen. Was für den Einzelhandel noch wie ein gigantischer Science-Fiction anmutet, wird in der Industrie bereits eingesetzt und steht - so die einstimmige Einschätzung der Analysten - kurz vor dem Durchbruch.

Jetzt funkt es

Ein RFID-System besteht grundsätzlich aus zwei Komponenten, einem Datenträger und einem Lesegerät. Der Datenträger besteht aus einem sogenannten Tag oder Transponder, der sich wiederum aus einem Chip und einer Antenne zusammensetzt, wobei Chip und Antenne in Größe und Form je nach Einsatzzweck unterschiedlich sein können. Das Lesegerät besteht aus einer Antenne und einem Decoder. Die Datenübertragung funktioniert über Induktion in elektromagnetischen Feldern oder durch Reflexion der Funksignale. Unterschieden werden muss zwischen passiven Systemen, bei denen der RFID-Transponder keine eigene Stromversorgung besitzt und die notwendige Energie vom Lesegerät erzeugt wird.

In Montage, Produktion und Zutrittskontrolle haben sich die RFID-Systeme auf Basis der 125 KHz-Technologie bereits in zahlreichen Anwendungen bewährt. Sie zeichnen sich durch eine große Auswahl erprobter, robuster Komponenten aus. Lese-Entfernungen bis zu einem Meter sind mit Standardprodukten zu erreichen. Selbst eingebettet in Metall ermöglicht diese Technik automatische Identifikation. 125 KHz ist die meistverbreitete Frequenz für preisgünstige, passive RFID-Transpondersysteme. Die dünnen, selbstklebenden RFID-Transponder-Etiketten, die auf einer Frequenz von 13,56 MHz gesendet werden, sind derzeit in aller Munde. Diese Technik bietet den Vorteil preiswerter Schreib-/Lese-Transponder mit Antikollisionstechnik - es können also mehrere Transponder gleichzeitig gelesen werden.

Für weitere Distanzen als einen Meter werden aktive RFID-Tags eingesetzt, die über eine eigene Batterie verfügen und elektromagnetische Schwingungen erzeugen. Die aktiven Long-Range-Systeme mit gerichtetem Antennenfeld werden häufig auf der Frequenz von 2,4 GHz übertragen, dieser Frequenzbereich gilt jedoch als problematisch, da er auch von Bluetooth und Wireless LAN genutzt wird.

Enormes Potential für die Logistik

Trotz der immer noch hohen Preise, die günstigeren passiven Transponder liegen derzeit bei ungefähr 70 Cent, lassen sich dank der RFID Tags gerade in der Logistik erheblich Kosten sparen. Und die Preise für RFID sollen in den nächsten Jahren rapide fallen. Der größte Vorteil von RFID liegt darin, dass Produkte jederzeit schnell und berührungslos identifiziert werden können - der nur Bruchteile von Sekunden dauernde Lesevorgang kann einzelne Produkte oder Kartons, aber auch bis zu mehrere Paletten umfassen und liefert detaillierte Informationen über die angelieferte Ware. Das vereinfacht und beschleunigt die Planung und Lagerhaltung von Waren extrem und ist daher für die Logistik von außerordentlichem Nutzen. Transponder sind zudem unempfindlich gegen Nässe, Schmutz, Hitze oder Kälte im rauen industriellen Umfeld, sie können beschädigt werden ohne dass die korrekte Identifikation der Objekte gefährdet wird. Daher setzen sich die Funketiketten immer mehr in Bereichen, die - wie die Logistik - durch extreme Umgebungsbedingungen gekennzeichnet sind, durch.

In diesem expandierenden Markt sehen zahlreiche Firmen enorme Wachstumspotenziale. Während im Hardwarebereich Firmen wie Infineon, Checkpoint, Texas Instruments oder Printronix aktiv beteiligt sind, agieren auf der Softwareseite IBM, SAP und Sun. Die Tags werden von Firmen wie Philips oder Alien Technology gefertigt. Als problematisch erweisen sich die fehlenden Standards: Noch gibt es keine standardisierten Tags, unterschiedliche Softwarelösungen und vor allem die genutzten Frequenzbereiche divergieren zwischen Europa und den USA. Damit erweist sich eine Nutzung durch weltweit agierende Unternehmen noch als kritisch.

Ein Lösungsbeispiel aus der Praxis

Frühzeitig hat sich Printronix, Hersteller von Drucklösungen für die Industrie, entschlossen, in Zusammenarbeit mit dem Team von Manhattan Associates, Komponenten für eine RFID-Lösung zu entwickeln. Die erste bereits in den USA eingesetzte Gesamtlösung für RFID besteht aus dem Printronix Thermodrucker T5000e und einem RFID-Developer Kit für das Kodieren von Etiketten sowie RFID-Tags und -Prüfgeräten von Alien Technology.

Als ersten Schritt seiner RFID-Strategie hat Printronix in den USA einen Smart Label Developer Kit entwickelt, der den Anwender dazu befähigt, grundlegende Anwendungen der RFID-Technologie in seiner eigenen Umgebung zu erstellen. Auf Grund des bereits erwähnten noch fehlenden Standards hat sich Printronix für ein sehr flexibles RFID-Developer Kit entschieden.

Beim Einsatz von Printronix' Developer Kit bekommt der Anwender ein weitaus offeneres System als er dies bei einer herkömmlichen Lösung erhält, so dass er selbst bestimmen kann, wie RFID sinnvoll eingesetzt werden soll und wie dies zusammen mit der existierenden Warehouse Management Software funktioniert. Printronix' Smart-Label-Ergänzung zur RFID-Gesamtlösung bietet damit eine für zukünftige Normen offene Lösung.

Der T5000e ist ein webfähiger, industrieller Thermodrucker, der den passenden Barcode für die gewünschte Anwendung des Zulieferers im Einzelhandel bietet. Der komplett integrierte RFID-Developer Kit befähigt den T5000e Etiketten mit einem elektronischen Produktcode (EPC) oder anderen Daten zu kodieren. Kombiniert mit PrintNet Enterprise bietet der T5000e auch Druckmanagement und Kontrolle über alle kritischen Druckanwendungen von Barcodes und RFID-Anwendungen. PrintNet Enterprise ist ein webfähiges, ferngesteuertes Netzwerkmanagementsystem, das die Ausfallzeiten eines Druckers minimiert und die Kostenersparnis im Distributions- und Produktionsumfeld erhöht.

Gerade Zulieferer des Einzelhandels bekommen durch die RFID-Gesamtlösung einen enormen Mehrwert, der Anwender kann die Vorzüge von RFID wie beispielsweise Echtzeit-Bestandskontrolle und hohe Effizienz sofort umsetzen. Rap McBurney, Vice President Alliances, Manhattan Associates, sagt: "Die Partnerschaft mit Printronix ermöglicht uns, den Zulieferern und dem Handel endlich eine unkomplizierte Lösung zur Einführung von RFID anzubieten, damit diese ihre eigenen RFID-Strategien entwickeln können."

Printronix

Printronix ist weltweit führender Anbieter von Drucktechnologien für den industriellen Sektor und den gesamten "Supply-Chain"-Bereich, also innerhalb der Liefer- und Logistikkette der Industrie. Die integrierten Netzwerklösungen sorgen für den Druck von Barcodes, Etiketten und Formularen, garantieren die Lesbarkeit jedes einzelnen gedruckten Barcodes und bieten ausgefeilte Diagnosemöglichkeiten im Druckermanagement. Zusammen mit den industrieführenden Zeilenmatrixdruckern sowie den Thermo- und Laserdruckern werden diese Lösungen überall dort eingesetzt, wo zuverlässige Drucklösungen im Unternehmensnetzwerk benötigt werden.

http://www.printronix.com

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