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Thema: Storage-Systeme

Interview mit Georg Hatschka, StorageTek

"Storage muss den Lebenszyklus von Daten abbilden"

Wohin mit der Datenflut? Speicherplatz ist teuer und will effizient genutzt werden. Statt in neue Hardware zu investieren, sollte man einmal wissen, was man überhaupt wo und warum speichert. MONITOR sprach mit Georg Hatschka, Country Sales Manager bei StorageTek Österreich, über aktuelle Speicherstrategien.

Dominik Troger

Für Hatschka hat sich Storage in den letzten Jahren eindeutig von einem technologie-getriebenen Thema in Richtung Management entwickelt. "In den letzten Jahren gab es eine gegenläufige Bewegung: auf der einen Seite eine wahre Datenexplosion, auf der anderen starke Kürzungen bei IT-Budgets", erläutert Hatschka. "Das hat dazu geführt, dass heute auch Storage ein sehr kostensensitives Thema ist."

Information Lifecycle Management

Alte Strategien, wie der hardware-mäßige Ausbau von Speicherkapazitäten, können hier nicht mehr greifen, weil sie ganz einfach zu teuer sind. Bei StorageTek hat man deshalb den Begriff des "Information Lifecycle Management" (ILM) geprägt. "ILM ist eine Strategie", so Hatschka, "die alle Bereiche eines Unternehmens in die Planung einer Speicherstruktur einbezieht. Neben den technischen Anforderungen sind hier insbesondere alle relevanten Geschäftsprozesse die Grundlage für eine optimierte Speicherlösung."

ILM geht davon aus, dass man die Daten nach ihrer Wichtigkeit für das Unternehmen segmentieren muss. Es gibt Daten, die geschäftskritisch sind und die in permanentem, schnellem Zugriff gehalten werden müssen, es gibt aber auch Daten, die zum Beispiel aufgrund gesetzlicher Bestimmungen einen bestimmten Zeitraum lang aufgehoben werden müssen, die aber für die aktuellen Geschäftsprozesse keine Bedeutung mehr haben.

"Hochverfügbarer Storage soll natürlich von geschäftskritischen Daten belegt werden, andere Daten, denken Sie an ältere E-Mails, werden im Zugriff nicht diese Hochverfügbarkeit benötigen. Wenn ein Unternehmen weiß, welche wirtschaftliche Bedeutung den Daten zukommt, die tagtäglich anfallen, und wenn es auch die Zugriffshäufigkeit berücksichtigt, dann lässt sich eine Beziehung zwischen Geschäftsprozessen, Applikationen und Speicheranforderungen erkennen", erläutert Hatschka. "Aus der ermittelten Datenhierarchie lässt sich dann eine auf das Unternehmen optimierte Speicherlösung entwickeln."

Bei StorageTek spricht man von vier Storage-Kategorien, die von hochverfügbaren Disc-Systemen als Online-Speicher business-kritischer Daten ausgehen und bei Archivspeichersystemen enden, für die Bandspeicherlösungen zur Verfügung stehen. "Wobei wir als StorageTek", wie Hatschka betont, "diesen gesamten Lebenszyklus von Daten mit Produkten unterstützen können. Wir haben aber auch ein eigenes Softwareprodukt entwickelt, mit dem Unternehmen ein ‚Storage Profiling' durchführen können."

"SAN in a Box"

Neben dem Aufschlüsseln der Datenwertigkeit kommt natürlich auch einer Konsolidierung im Hardware-Bereich eine wichtige Rolle zu. Dabei soll das Investitionsvolumen in neue Hardware auf das Notwendigste beschränkt werden. Auch hier hat Storage-Tek neue Ansätze entwickelt. Die Tape-Archivierungslösungen bieten zum Beispiel die Möglichkeit, revisionssicher zu speichern. Unternehmen ersparen sich dadurch Investitionen in optische Speicherlösungen wie WORM-(Write Once Read Many)-Systeme.

Mit einem neuen Produkt, das im ersten Quartal nächsten Jahres verfügbar sein soll, möchte man für Unternehmen die Datenverfügbarkeit weiter erhöhen - bei, sinkenden Investitionskosten. Hatschka knüpft an die schmerzvollen Erfahrungen des vorjährigen Hochwassersommers an: "Vielen kleinere und mittleren Unternehmen wäre hier schon geholfen gewesen, wären ihre Storagesysteme im ersten oder zweiten Stock gestanden und nicht im Keller oder im Parterre."

Mit der aus einem SAN-Hardwaremodul bestehenden "Box", die zugleich auch die Anforderungen an ein prozessorientiertes Speicherkonzept erfüllt, sollen solche Lösungen für ein Datenvolumen von ca. 1,5 bis 32TB viel einfacher möglich sein. "Das System wird Fibre Channel Discs und serielle ATA-Discs in einem Gehäuse vereinigen. Unternehmen ersparen sich dadurch Investitionen in teure Fibre-Channel-basierte SAN-Architekturen. Je nach Datenhierarchie können sie dann entweder die Hochleistungs-Discs nutzen oder auf serielles ATA auslagern", beschreibt Georg Hatschka. Mit diesem System könnte beispielsweise der Aufbau eines teuren Ausfallrechenzentrums entfallen. Auch die einfache Managebarkeit sollte den engen personellen und finanziellen Anforderungen mittelständischer Unternehmen entgegenkommen.

Datenmanagement-Modell nach StorageTek

  • Online - extrem kurze Zugriffszeit, Datenhaltung auf cached Disc mit Fibre Technologie
  • Inline - kurze Zugriffszeit, Datenhaltung auf preiswerten ATA-Discs
  • Nearline - mittelschneller Zugriff, Datenhaltung auf sehr schnellen Bandlaufwerken
  • Archiv - Zugriff weniger schnell, Datenhaltung in Bandbibliotheken mit nahezu unbegrenzter Kapazität

http://www.storagetek.at

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