3-11-2003 | Aus MONITOR 11/2003 Gedruckt am 24-07-2014 aus www.monitor.co.at/index.cfm/storyid/6212
Netz & Telekom

Fluke Networks

LWL Zertifizierung leicht gemacht

Fluke Networks stellt einen Certifying OTDR für Prüf- und Fehlersuch-Arbeiten in lokalen Netzwerken vor

Mit dem neuen Certifying OTDR ‚OptiFiber' trägt Fluke dem wachsenden Zertifizierungs-Bedarf in Glasfaser-Netzwerken Rechnung. Es handelt sich dabei um das erste für den Einsatz im Feld konzipierte OTDR (Optical Time Domain Reflectometer) mit integrierter Längen- und Verlust-Zertifizierung, automatischer OTDR-Analyse sowie Endflächen-Inspektion, um den hohen Prüf-Anforderungen von Gigabit-, 10-Gigabit- und noch schnelleren Applikationen gerecht zu werden. OptiFiber stellt einen Fortschritt für den Test fest verlegter Lichtwellenleiter dar und wartet mit sämtlichen Test- und Dokumentations-Funktionen auf, um sicherzustellen, dass die Verkabelung korrekt, fachgerecht und nach den neu vorgelegten TIA-Normen installiert wurde.

"Bei der Lichtwellenleiter-Prüfung vollzieht sich eine ähnliche Entwicklung wie beim Testen von Kupferkabeln", berichtet Ing. Peter Zach, Sales Manager Fluke Networks Austria. "Zunächst ging es nur darum, das Vorhandensein aller Verbindungen zu überprüfen. Als nächstes wurde eine Messung der Einfügungsdämpfung verlangt. Nachdem inzwischen ein Durchsatz von 100MBit/s am einzelnen Arbeitsplatz gefordert wird und die Geschwindigkeiten im Backbone noch höher sind, wird die Glasfaser-Infrastruktur bis an ihre Grenzen ausgereizt. Ein Zertifikat für die einwandfreie Installation und Terminierung der Lichtwellenleiter ist deshalb unabdingbar, damit ein akzeptables Performance-Niveau gewährleistet ist. Ebenso wie bei Kupferkabeln ist auch hier in der Regel die Dokumentation sämtlicher Messungen erforderlich."

Komplettlösung zur Zertifizierung von LAN-Glasfasern

OptiFiber zertifiziert und dokumentiert LAN-Glasfasernetze, indem es die Verlust- und Längen-Zertifizierung auf zwei Lichtwellenleitern und mit zwei Wellenlängen mit der automatischen OTDR-Trace-Analyse und einer Endflächen-Inspektion kombiniert. Die Ergebnisse werden anschließend für jeweils einen Lichtwellenleiter in Form eines Zertifizierungsberichts ausgegeben, der anschließend archiviert oder für den Verbleib vor Ort ausgedruckt werden kann. Als Beleg für die korrekte Installation und Terminierung eines Lichtwellenleiters dokumentiert der Zertifizierungsbericht von OptiFiber folgende Daten:

  • Einhaltung von Industriestandards und Kundenvorgaben bezüglich der Länge und der Einfügungsdämpfung bei zwei Wellenlängen.
  • Visual ChannelMap Diagramm zur raschen Überprüfung der richtigen Verbindungs-Konfiguration.
  • Optische Events und OTDR-Traces zur Identifikation und Behebung von Problemen.
  • Hochauflösende Bilder der Glasfaser-Endflächen zur Beurteilung der Terminierungs-Qualität.

OptiFiber übertrifft existierende OTDRs

Ergänzend zu seinen Zertifizierungs- und Dokumentations-Funktionen in der Art eines DSP-FTA und OMNIfiber-Adapters bietet OptiFiber Verbesserungen gegenüber traditionellen Langstrecken-OTDRs, denn es sind zusätzliche Funktionen zum Prüfen von Lichtwellenleitern innerhalb eines Standorts vorhanden. Netzwerke dieser Art sind durch relativ kurze Multimode-Glasfasern, eine große Zahl physischer Verbindungen sowie durch kurze Patch-Kabel gekennzeichnet.

Die hoch entwickelten Multimode-Opto-Module des OptiFiber warten mit kurzen Event-Totzonen auf und sind zum präzisen Einkreisen von Events in der Lage, selbst wenn diese nur einen Meter voneinander entfernt sind. ChannelMap erzeugt automatisch eine vollständige, visuelle Darstellung des Kanals, aus dem sämtliche Patch-Cords und Steckverbinder auf dem gesamten Campus hervorgehen. Zu OptiFiber gehört überdies ein optionales Video-Mikroskop zum Inspizieren, Bewerten und Dokumentieren der Qualität der mit Steckverbindern versehenen Glasfaser-Endflächen.

Zeitgleich mit der Einführung von OptiFiber stellt Fluke Networks auch LinkWare vor, ein umfassendes Testdatenmanagement- und Dokumentationsprogramm. LinkWare vereinfacht das Abspeichern und Sortieren von OptiFiber-Testdaten aus mehreren Testern oder Installationsorten in einer einzigen Datenbank. Linkware wird bereits seit Jahren für unsere DSP 4000 Serie und den Omniscanner erfolgreich eingesetzt.

http://www.schoeller.at/snc

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