Das kritisiert auch Harald Köfler, Geschäftsführer des Systemanbieters IT´SECURITY, im Gespräch mit dem Monitor. Das nahe Salzburg beheimatete Unternehmen stellt variable Sicherheitsraumkonzepte für Serverräume und Rechenzentren her.
Was ist der Grund für die Ergebnisse dieser Studien?
Vor allen Dingen eine unzureichende Risikoeinschätzung der Entscheider. Firewalls und Virusabwehr gehören zur selbstverständlichen "Katastrophenvorsorge" jedes Unternehmens. Die Frage der Systemsicherheit der Hardware wird aber zu oft außer acht gelassen. Dabei ist die ganzjährige Betriebs- und Funktionssicherheit eines Systems unglaublich wichtig für den optimalen Geschäftsgang eines Unternehmens.
Selbstverständlich können auch Elementarereignisse wie Feuer, Brandgase oder Wasser die IT-Systeme bedrohen. Das haben im letzten Jahr einige vom Hochwasser betroffene Unternehmen schmerzlich feststellen müssen. Nicht nur der Bau eines Sicherheitsraumes ist eine absolut sinnvolle Notwendigkeit, auch die Frage der Größe und der Lage ist wichtig. Da können wir unsere Kunden optimal bedienen.
Wie sieht das bei ihnen aus?
Wir werden mit unserem variablen Sicherheitsraumkonzept IT´S BOX jedem Kundenwunsch gerecht. Unser Raum ist modular beliebig erweiterbar und kann rasch montiert und demontiert werden. Das schafft absolute Investitionssicherheit für unsere Kunden - ganz wichtig in Zeiten wie diesen!
Natürlich wird auch unser hochtechnisches Brandmanagement, die Klima und Energieversorgung und die Zutrittskontrolle exakt den Bedürfnissen unserer Kunden angepasst. So können wir konstante klimatischen Bedingungen von 22-26 Grad Celsius und eine Luftfeuchtigkeit von 40-60% in unseren Räumen garantieren. Optische und magnetische Datenträger werden durch ein hochsensibles und redundantes Klima und Abschottungssystem optimal geschützt. Selbst eine dauernde Beflammung unseres Raumes über einen längeren Zeitraum gem. CEN 1047-2 lässt die Raumtemperatur nicht über 49 Grad Celsius steigen - also keinerlei Gefahr für die erwähnten Datenträger!
Was würden Sie Unternehmen raten, die bis jetzt noch nicht an Vorsorge in diesem Bereich gedacht haben?
Auf jeden Fall ist eine ehrliche Risikoabwägung und Bestandsaufnahme im internen Bereich sinnvoll. Jedes Unternehmen soll hinterfragen, ob die Funktions- und Betriebssicherheit der hauseigenen Hardware entsprechend gewährleistet ist. Wir unterstützen die Unternehmen in diesen Fragen gerne und beraten sie umfassend über alle notwendigen und sinnvollen Maßnahmen. Man darf nicht vergessen, es gilt den Unternehmenswert adäquat zu schützen.




1/2012
8/2011
7/2011


Alexandra Riegler arbeitet als freie Journalistin in den USA. Zu ihren Spezialgebieten zählen die Themen Technologie und Forschung. 