Die Fragen
1) Was war Ihrer Meinung nach die größte Innovation?
2) Was war Ihrer Meinung nach der größte Flop?
3) Was hat Sie am meisten überrascht?
4) Wie hat sich Ihr persönlicher Zugang zur IT in diesen zwanzig Jahren verändert?
5) Was erwarten Sie von der IT in den nächsten 20 Jahren?
6) Seit wann kennen Sie MONITOR?
7) Was war der größte Nutzen, den MONITOR Ihnen in Ihrer IT-Laufbahn gebracht hat?
DI Johannes Schwaiger, Geschäftsführer der Sage KHK Business Software GmbH
1) Der Durchbruch des PC, der ja knapp vor dem Erscheinen des ersten MONITOR auf den Markt kam - zuerst in den Büros und dann in den Haushalten.
2) Es gab viele Flops, aber eine Innovations-getriebene Industrie wie die IT lebt (auch) von Irrtümern. Sie bringen die Entwicklung erst auf den richtigen Pfad.
3) Wie selbstverständlich meine fünfjährige Tochter mit PC und Internet umgeht.
4) Damals begann ich im Rahmen meines Studiums, noch mit etwas Ehrfurcht den Erfolg des PC zu studieren, heute hat sich die komplette IT vom "Studienobjekt" in einen Teil unseres Lebens gewandelt.
5) Die IT wird sich in drei Richtungen weiter entwickeln: Im Business-Bereich ist sie zur Zeit das Rückgrad jedes Unternehmens - bei KMUs wird sie bald Wettbewerbs-entscheidend sein, weil sie die Produktivität des kompletten Unternehmens bestimmt. Im Öffentlichen Bereich wird die Bedeutung der IT noch radikaler ansteigen, weil sie die Produktivität des Verwaltungsapparates der der Wirtschaft anpasst - E-Government und Krankenschein-Chipkarte sind nur der Anfang und werden die Verwaltungskosten senken. Und im Consumer-Bereich wird die IT noch weiter mit der Consumer Electronic verschmelzen - Stichwort Multimediale Heim-Netzwerke. Die nachwachsende Generation erlebt und erlernt dadurch spielerisch den Umgang mit der IT.
6) Seit den frühen Neunzigern.
7) Der MONITOR ist eine wichtige und selbstverständliche Informationsquelle für mich geworden, auch über die Aktivitäten der Mitbewerber.
Alles Gute für die nächsten 20 Jahre!
Mag. Joachim Seidler, Niederlassungsleiter IDC Österreich
1) Ohne Zweifel das Internet - zumindest nach dem Rad.
2) Übersetzungsprogramme.
3) Wie einfach es i.d. Vergangenheit für viele Unternehmen war zu Finanzierungen zu kommen - auf nichts hinaus.
4) Ich bin vom staunenden Ignoranten zum staunenden Beobachter mutiert.
5) Dass sie immer mehr in den Hintergrund rückt, benutzerfreundlicher, einfacher wird - vom Selbstzweck zum Zweck wird.
6) Seit meinen Anfängen in der Branche (7 Jahre).
7) Information.
Ich wünsche dem MONITOR alles Gute und vor allem viel Spaß für die nächsten 20 Jahre.
Andreas Stejskal, Geschäftsführer Candle Österreich und Managing Director East Europe
1) Der Desktop PC.
2) Die New Economy - überlebt haben doch nur die "großen, alten, mächtigen".
3) Der durchschlagende Erfolg von Linux und das jetzt doch alle "Open Source" gut finden.
4) Home PC - HighSpeed Internet - Handy - DVD - Navigations System... Gibt es noch ein Leben ohne IT??
5) Schneller - besser - größer.... der Wettlauf, wer die neuste technische Innovation hat, wird schärfer.
6) MONITOR begleitet mich seit Beginn meiner beruflichen IT-Laufbahn vor ca. 15 Jahren.
7) MONITOR gibt einen guten Überblick über Trends und Technologien die den Markt beschäftigen, wie eben ein Monitor sein soll. Damit bin ich umfassend über das aktuelle Geschehen informiert.
DI Manfred Troger, Gartner Austria,
1) Die Miniaturisierung der Mobiltelefonie.
2) Das papierlose Büro.
3) Die Spekulationssucht an der Börse nach Technologiewerten. Selbst stockkonservative Banker hatten die Grundprinzipien eines sorgfältig agierenden Kaufmanns vergessen und auf jene Werte gesetzt, die die besten "Stories" erzählt und große Gewinne in der Zukunft versprochen hatten.
4) IT hatte für mich immer schon eine Faszination ausgeübt, die nach wie vor ungebrochen ist. Die IT ist mittlerweile für mich ein Werkzeug geworden, Kunden zu helfen, Ihre Geschäftsziele zu erreichen.
5) Ich erwarte, dass die IT insgesamt an Bedeutung gewinnen wird, u.a. auch deswegen, weil sie dazu beitragen kann, einen Wettbewerbsvorteil zu generieren. Ich erwarte auch, dass der Druck auf die IT, den Wert für das Business sichtbar zu machen, weiterhin steigen wird.
6) 1995.
7) Interessante Diskussionspartner im Rahmen von MONITOR-Podiumsdiskussionen zu wichtigen Themen kennen gelernt zu haben.
Ich gratuliere Ihnen zu Ihrem 20-jährigen Bestehen. Ihre Zeitschrift ist eine der wenigen Konstanten in dem schnelllebigen Markt geworden. Mögen Sie weiterhin viel Erfolg haben und an der Veränderung der Zukunft mitwirken.
Ing. Mag. Christoph WEISS, ADV-Vorstandsmitglied, ist Bereichsleiter für IT, Organisations- und Prozessmanagement in einem führenden Großhandelsunternehmen
1) Die Entstehung und Weiterentwicklung von Linux.
2) ASP hat sich nie wirklich durchgesetzt.
3) Dass ERP-Anbieter wie Baan oder Brain versucht haben den Giganten SAP am ERP-Markt paroli zu bieten.
4) Vom studierenden Anwender über den Berater zum Projektleiter und jetzt zum IT-Leiter.
5) Möglichkeit der absoluten Kontrolle jedes Mitarbeiters und den Personen in der Gesellschaft (Buch von George Orwell 1984 wird Wirklichkeit).
6) Seit 1996.
7) Laufende Information sind immer wichtig!
Alles Gute zum Geburtstag und hoffentlich erleben wir den Jubilar beim nächsten Jubiläum in 10 Jahren noch immer so innovativ wie bisher.
Univ. Lektor Prof. Mag. Dr. Manfred WÖHRL, ADV-Vorstandsmitglied, ist Geschäftsführer der R.I.C.S. EDV-GmbH (Research Institute for Computer Science), spezialisiert auf Sicherheitsfragen
1) Die Entwicklung ds INTERTNET.
2) Die Programmiersprache ADA.
3) Die Verbreitung von WINDOWS trotz aller bekannter BUGS und Probleme.
4) Verstärkt in Richtung SECURITY
5) Inzernet everywhere und auf jedem Device
6) Ca.15 Jahre
Dr. Hans G. Zeger, ARGE Daten
1) Internet in Verbindung mit dem WorldWideWeb.
2) BTX (Bildschirmtext) als Beispiel wie Informationsdienste nicht durch Monopolisten und staatlicher Lenkung eingeführt werden können (PTV, TU Graz/MUPID).
3) Das die User noch immer Computer akzeptieren, die gegenüber 20 Jahren rund 1000mal schneller, 1000 mal in der Graphik- und Speicherkapazität besser sind, aber Betriebssysteme verwenden, die dem Design von Relaisrechnern entsprechen und laufend abstürzen.
4) Nicht wirklich, ich betrachte die Rechneranlagen als Möglichkeit, große Informationsmengen zu verwalten, die technische Innovation ist für mich dabei nur Mittel zum Zweck.
5) Die klassischen Bastel-Computer, bei denen jeder an allem herumfummeln kann, werden verschwinden, IT selbst wird aus dem Gesichtsfeld der Menschen verschwinden und in allen Geräten und Systemen immer stärker integriert werden. Weiters wird die Nanotechnologie große Bereiche der Produktion übernehmen, die dazugehörige Steuerung zu entwickeln, wird die größte Herausforderung der IT-Branche seit Bestehen sein.
6) Rund 14 Jahre.
7) Laufende verlässliche Inforation über die Branchenentwicklung.
Ich wünsche dem MONITOR weiterhin viel Erfolg als Leitmagazin für die IT-Entwicklung in Österreich und bedanke mich besonders bei der auf Objektivität bedachten Redakteursmannschaft.



1/2012
8/2011
7/2011


Alexandra Riegler arbeitet als freie Journalistin in den USA. Zu ihren Spezialgebieten zählen die Themen Technologie und Forschung. 