Die Fragen
1) Was war Ihrer Meinung nach die größte Innovation?
2) Was war Ihrer Meinung nach der größte Flop?
3) Was hat Sie am meisten überrascht?
4) Wie hat sich Ihr persönlicher Zugang zur IT in diesen zwanzig Jahren verändert?
5) Was erwarten Sie von der IT in den nächsten 20 Jahren?
6) Seit wann kennen Sie MONITOR?
7) Was war der größte Nutzen, den MONITOR Ihnen in Ihrer IT-Laufbahn gebracht hat?
Dr. Andreas Brandner, Geschäftsführer KMA Knowledge Management Associates GmbH
1) Mein Gott: In die letzten 20 IT-Jahre fällt ja der Breakthrough des Personal Computer und des Internet. Das ist doch schon was.
2) Der Glaube, dass auch nur irgendetwas durch IT alleine gelöst werden kann.
3) Dass sich jeder mit der IT beschäftigen muss - ich habe das für mich viele Jahre verweigert.
4) Vor 20 Jahren war ich 13 Jahre alt: Also ein typischer Spielefreak. Heute setze ich als Wissensmanagement-Berater Technologien ein, um vitale Unternehmensprozesse zu unterstützen oder überhaupt zu ermöglichen.
5) Erwarten: weniger als in den letzten 20 Jahren. Hoffen: Nochmals soviel spannende Umwälzungen und neue Möglichkeiten.
6) Seit ca. 3 Jahren - also eindeutig viel zu kurz.
7) Einige gute Business-Ideen für meine Kunden habe ich mir vom MONITOR "geklaut" ;-)
Danke für die sympathischen Begegnungen mit MONITOR! Diese Art des Journalismus ist ein Garant für Nachhaltigkeit und möge Ihnen auch in Zukunft den gewünschten Erfolg bringen!
Mag. Klaus Fister, Manager Information Services, AstraZeneca Österreich GmbH
) World Wide Web, E-Mail, LAN im Bürobereich, WAN im Unternehmensverbund; Mobile Devices und die Verknüpfung von unterschiedlichen Anwendungsbereichen (Stichwort Smartphones).
2) BTX in Österreich; Internet-Hype Anfang des neuen Jahrtausends.
3) Miniaturisierung von Hardware, Erfolg des WWWs, Preisreduzierungen im Bereich Hard- und Software.
4) Nicht mehr EDV nur der EDV-Willens machen, d.h. nicht "blind" jedem neuen Trend hinterherlaufen, sondern mehr dem Nutzen der Anwender dienen. Außerdem starke Orientierung Richtung Business-Nutzen, erkennen von Gelegenheiten wo IT Geschäftsprozesse positiv beeinflussen kann und/oder zur Umsatzgenerierung beisteuert. Weg vom reinen Dienstleistungsgedanken. Ausgeprägtes Denken Richtung ROI.
5) Obige Trends werden fortgeführt, weiteres Zusammenwachsen unterschiedlicher Anwendungsbereiche (Multimedia - Telefonie - "Standardsoftware"). Einfachere Benutzerführungen - das "Überladen" von Anwendungen wird ein Ende haben, die Hardware wird viel mehr auf den Anwender eingehen und das "One Size fits all"-Prinzip wird verschwinden.
6) 5 Jahre.
7) Durch die Vielfalt der Beiträge hat der MONITOR einiges zu Erweiterung der eigenen Einstellung in Sachen IT beigetragen, u.a. hat der MONITOR dazu beigetragen, den Wirtschaftlichkeitsfaktor der IT viel stärker zu berücksichtigen.
Gratulation zu den ersten 20 erfolgreichen Jahren, immer wenn der MONITOR am Schreibtisch landet, freue ich mich auf die Lektüre, und nicht selten wird die aktuelle Tätigkeit unterbrochen, um darin zu "schmökern". Und immer wieder das Beste am MONITOR ist seine Vielfalt an unterschiedlichen Beiträgen, die eine sehr weitumspannende Sichtweise der IT ermöglicht und die sich dadurch sehr von anderen, ähnlichen Magazinen abhebt.
Michael Ihringer, Marketing-Direktor für Zentral- und Osteuropa bei InterSystems
1) Die flächendeckende Verbreitung des Internet und der damit verbundene jederzeitige Zugang zu Informationen und Prozessen über Unternehmensgrenzen hinweg.
2) Das papierlose Büro.
3) Die ungebrochene Akzeptanz nicht ausgereifter Lösungen durch die Anwender.
4) Von der Technik-Faszination zur Nutzung als intelligentes Werkzeug - in erster Linie zur Beschaffung von Informationen und zum Management von Geschäftsprozessen.
5) Die Entwicklung aus dem Experimentierstadium zur Marktreife und die damit verbundenen kompromisslosen Nutzeranforderungen.
6) Seit wir 1997 unsere postrelationale Datenbank Caché auf den Markt gebracht haben, ist MONITOR ein wichtiger Eckpfeiler unserer Kommunikation im österreichischen Markt.
7) Unserer manchmal zu sehr vom US-Markt geprägten Sicht der Dinge eine österreichische Perspektive entgegenzusetzen.
Als Unternehmen, das gerade seinen 25. Geburtstag gefeiert hat, wissen wir, dass man sich in der IT-Welt jeden Tag neu erfinden muss, will man nicht als Dinosaurier enden. Wir freuen uns mit MONITOR, dass dies seit 20 Jahren bestens gelingt und wünschen alles Gute für die nächsten 20 Jahre.
Gerd Kaufmann, Geschäftsführer Kontakt-Systeme Inter Ges.m.b.H.
1) Die Weiterentwicklung der PC, Speicher, Netzwerke, Geschwindigkeiten und dem Preisverfall.
2) UMTS; ich glaube die Deutschen haben 100.000.000.000 DM für die Lizenzen gezahlt.
3) Die lange Einführungsdauer in Schulen, Behörden.
4) Die Erwartungen wurden immer übertroffen und wurden mit Erstaunen zur Kenntnis genommen.
5) Den gläsernen Menschen mit einer durch- und durch Vernetzung in der Medizin, Verwaltung. Weitere Miniaturisierung und größere Benutzerfreundlichkeit.
6) Ca. 10 Jahre.
7) Konkrete Anfragen, konkrete Aufträge
Klaus H. Knapp, Monitor-Autor, hat in den 80er Jahren als Chefredakteur eine deutsche IT-Zeitschrift geleitet und seither über einschlägige IT-Konferenzen und Messen von vielen Plätzen in der Welt in zahlreichen europäischen Zeitschriften berichtet.
1) Das Internet und das WWW.
2) HD-MAC (TV) und Fernsehen im Format 16:9: Die verschiedenen Interessensgruppen (Industrie und Hersteller, TV-Betreiber, Endverbraucher) haben ihre widersprechenden Interessen nicht unter ein Dach bringen können.
3) Der Boom des Mobilfunks - und seine Ausbreitung bis in die Schülerebene. Kaum ein 10jähriger, der nicht Zugang zu einem Mobiltelefon hat (und sich oft dabei maßlos verschuldet).
4) Der PC hat den Fernseher in der Nutzung überrundet. Mobile Dienste werden weniger genutzt als vielleicht von Jüngeren: Man sieht auch einen Vorteil darin, nicht ständig erreichbar zu sein!
5) Ubiquitous Computing: IT-Technologie im Anorak (für die, die es brauchen oder "mit der Mode" gehen).
6) Seit Ende der 90er Jahre.
7) Gesichtspunkte, die Technologie und Nutzung enger miteinander verknüpften.
20 Jahre sind in der IT-Technik eine kleine Ewigkeit. Wie kaum eine andere Technik in den letzten 2 Jahrzehnten hat sie das Leben der Menschen verändert. Eine Zeitschrift, die das fundiert begleitet und kommentiert, bringt Ordnung in das Chaos - sicher ein Verdienst des MONITOR!
Univ. Prof. Dr. Gabriele Kotsis, Präsidentin der OCG
1) Das World Wide Web.
2) Ich bin versucht zu sagen WAP, aber eigentlich war WAP sogar zu unbedeutend um als größter Flop zu gelten.
3) Mich überrascht in der IT gar nichts mehr.
4) Vor zwanzig Jahren war IT für mich noch überhaupt kein Thema, ich hatte nicht einmal einen programmierbaren Taschenrechner. Mittlerweile "oute" ich mich gerne als IT-Lover, liebe die neuesten Gadgets und bemühe mich in meiner Forschungs- und Lehrtätigkeit an der Universität die Zukunft auch aktiv mitzugestalten.
5) Das mir die Beschäftigung mit dem Thema nach wie vor so viel Vergnügen bereitet wie in den letzten Jahren.
6) Bewusst erst seit einem Jahr.
7) Ich arbeite beruflich ja primär im wissenschaftlichen Bereich und lese daher auch primär die für meine Forschung einschlägigen Fachzeitschriften. Ich freue mich aber darüber, wenn ich ehemalige Studienkolleginnen oder "meine" Absolventinnen nun als IT-Leader im Monitor wieder finde.
Dipl.-Ing. Helmut MASCHEK war in seinem Arbeitsleben in verschiedenen Funktionen der IT tätig und ist nun nach seiner Pensionierung weiterhin in der ADV und OCG engagiert.
1) Der Mikroprozessor und seine Anwendung insbesondere in PCs und Servern.
2) BTX.
3) Markt: Die Entwicklung bei Digital und dann Compaq, Softwareentwicklung: Der Verlust früherer Erfahrungen zur Sicherung der SW-Qualität und das Verschwinden der Bemühungen in Richtung CASE, gleichzeitig die Auslieferung an beliebig komplexe Kaufsoftwaresysteme im Bereich ERP.
4) Steigende Nutzung von PCs und Netzwerken, lokal und Internet.
5) Weiter steigende Leistungskennzahlen der Hardwarekomponenten und eine Entwicklung in Richtung automatischer Systemsteuerung und -korrektur wie von IBM im Projekt ELIZA angesprochen. Die Komplexität kann letztlich nur so einigermaßen beherrscht werden.
6) Seit weit über 10 Jahren.
7) Als fallweiser Leser kann ich das nicht seriös beantworten.
Ich wünsche der Redaktion, dass sie eine im Sinn der Leser ausreichende Balance zwischen den Interessen der Partnerfirmen (wie etwa Inserenten) und realitätsnaher Berichterstattung für die Leser in den Anwenderorganisationen findet. Möge das gelingen und eine langfristige Informationsquelle für die Branche gesichert sein.
Dr. Walter Peissl, wiss. Mitarbeiter am ITA (Institut für Technikfolgen-Abschätzung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften)
1) Das Web.
2) UMTS.
3) Die hohe Entwicklungs- und Diffussionsgeschwindigkeit des Web.
4) Nutze sie intensiver, sehe sie aber bedrohlicher insbesondere in Hinblick auf den Schutz der Privatsphäre und die Verletzlichkeit moderner Gesellschaften.
5) Ich wünsche mir, dass sie Grundrechte ernst nimmt und trotz Ubiquität den Einzelnen unbeobachtete und unausgewertete Lebensbereiche lässt, sie vielleicht sogar mit Hilfe der Technik wieder zu vergrößern hilft!
6) Seit 15 Jahren.
7) Guter Überblick zu aktuellen Trends.
Für die nächsten Jahrzehnte wünsche ich Monitor genug Mut und journalistische Power, als gereifte Institution im Bereich auch gesellschaftliche Auswirkungen des Technikeinsatzes kritisch zu hinterfragen und die LeserInnen für eben diese folgen (ihres Handelns) sensibel zu machen.
Mag. Brigitte Piwonka, Managing Directrice results & relations Gesellschaft für Kommunikation GmbH, pr for technology.
1) Mobile Endgeräte - sie haben unsere Art zu leben nachhaltig beeinflusst.
2) Die Aussage eines IBM-Spitzenmanager, wonach es auf der ganzen Welt gerade mal Platz für eine Handvoll PCs geben wird (aus den sechziger Jahren).
3) Wie einfach und intuitiv Kinder mit IT-Tools umgehen können.
4) Ich habe gelernt damit zu leben, dass Marketing-Aussagen und Realität nicht immer deckungsgleich sind.
5) Intuitive Benutzerführung, leichtere Bedienung, verständlichere Betriebsanleitungen.
6) Seit ca. 10 Jahren, solange bin ich in der Branche tätig.
7) Der direkte Kontakt zum Chefredakteur Rüdiger Maier. In meinen persönlichen Gesprächen mit ihm erfahre ich am meisten.
Der MONITOR ist ein fundiertes Fachmedium, das sich mit IT-Themen ehrlich und sachlich auseinandersetzt und damit einem sehr hohen Informations- und Qualitätsanspruch erfüllt. Ohne den MONITOR und sein gesamtes Team wäre die österreichische Medienszene um ein wertvolles Juwel ärmer! Danke für den MONITOR & weiter so, viel Erfolg!
IT-Ziviltechniker DI Dr. Wolfgang Prentner, ZT Prentner Informatik GmbH
1) Internet (World Wide Web)
2) 1998: Datenübertragung per Satellit sollte das komfortable Internet der Zukunft liefern. Doch daraus wurde nichts: Das Internet aus dem Orbit hat bis heute keine bedeutsamen Marktanteile.
3) Die Innovationen bei der Web Technologie. Vom ersten einfachen Browser und WebServer zur vollen Integration der Web Technologie in die Unternehmensprozesse auf Basis verteilter und dynamischer Komponenten.
4) Ich habe gesehen, dass IT vom Tool der Eliten zum vernünftig einsetzbaren Werkzeug für breite Bevölkerungsschichten geworden ist. Eine Entwicklung, die ich begrüße. Vom Standalone "Commodore (C64)" zum weltweit vernetzten High End Computer mit der Möglichkeit in sekundenschnelle Informationen zu versenden, zu empfangen und auch aus aller Welt Rat (Newsgroups) zu einem Problem zu bekommen (global community).
5) Technologisch gesehen eine weitere Beschleunigung bei der Entwicklung neuer IT-Systeme, Plattformen und Tools, gesellschaftlich erwarte ich mir, dass IT Teil der Alltagskultur wird und einen nicht mehr wegzudenkenden Platz im Leben der Menschen einnimmt. Dies wird speziell durch die wireless-, mobile computing Technologie und die Usability von Systemen getragen werden.
6) Der Monitor ist mir seit über 5 Jahren bekannt.
7) Die Lektüre des Monitors war mir stets sowohl beruflich als auch privat von Nutzen, da die publizierten Inhalte aktuell und relevant sind, und ich sicher sein kann, dass die Informationen aus dem Monitor gut recherchiert sind.
In kaum einer Branche hat sich in den letzten 20 Jahren so viel, so rasch verändert wie in der IT-Branche, und der MONITOR hat all diese Entwicklungen kompetent begleitet und bewiesen, dass man mit seriöser und informativer Berichterstattung zu einem fixen Bestandteil der IT-Medienlandschaft werden kann. Dazu und zu 20 Jahren Einsatz für ihre Partner, Kunden und Leser möchte ich Ihnen gratulieren.
Andreas Renner, diamond dogs,
1) Das INTERNET (ist ja wohl klar!!!).
2) WAP auf dem Handy.
3) Das Apple unfähig war den riesigen Vorsprung gegenüber Windows zu halten oder auszubauen.
4) Gar nicht! Nach wie vor das beste Spielzeug aller Zeiten.
5.) Noch aufregenderes Spielzeug.
6) 1984.
7) Monitor verschaffte mir mit dem IT-Business Handbuch den ersten Konkurrenzvergleich.
Da 20 IT-Jahre eigentlich 140 Menschenjahren entspricht; was soll man da noch wünschen außer; weiter so!



1/2012
8/2011
7/2011


Mag. Dominik Troger gehört seit 1992 zum MONITOR-Team. Er begann als News-Redakteur und betreute viele Jahre die MONITOR Weiterbildungsbeilage "Job Training". Seit dem Jahre 2000 war er als Chef vom Dienst tätig, mit Dezember 2009 übernahm er die Chefredaktion. 