Rüdiger Maier
15 Jahre ist das amerikanische Unternehmen auch in Österreich tätig, vor einem Jahr wurde Andreas Stejskal neuer Geschäftsführers Österreich und Managing Director East Europe: "Wir können SLM schon lange anbieten, aber jetzt steigt plötzlich auch die Nachfrage der Unternehmen", weiß Stejskal vom Bedarf der Firmen, die unter wachsendem Marktdruck immer schneller über Probleme in der Verfügbarkeit ihrer Systeme Bescheid wissen müssen. Und auch in Osteuropa sieht er einen wachsenden Bedarf an entsprechenden Lösungen. Das Unternehmen ist hierzulande mit 10 vertrieblichen Mitarbeitern aktiv, technische Ressourcen werden bei Bedarf aus München abgerufen.
Aufbauend auf der langjährigen Verbundenheit Candles zum MVS-Mainframe-Markt möchte Stejskal den gesamten Bereich der Top 100 österreichischen Unternehmen fokussieren. Dass erfolgt direkt: "Derzeit laufen noch Gespräche mit möglichen Partnern in Österreich." In Osteuropa arbeitet man dagegen nur über Partner, die mit Trainings und Veranstaltungen unterstützt werden. Etwa 200 Personen kümmern sich so um die Geschäfte des Unternehmens in Osteuropa. Ziel ist es, Candle als Komplettanbieter im Bereich Application Infrastructure Management zu platzieren, aufbauend auf dem guten Namen, den das Unternehmen im Data Center-Segment bereits besitzt. "Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, Lösungen aus einem Guss für die profitable Gestaltung von Geschäftsprozessen anzubieten. Wichtig dabei ist auch die schnelle Implementierung", erläutert Stejskal. Ein Branchen-Schwerpunkt liegt in den Bereichen Finanz und Telekom, da hier Prozesse häufig besonders geschäftskritisch sind.
Stellung ausgebaut
Kürzlich unterstrich ein Report des Marktforschungsunternehmens Wintergreen Research die Stärken der Candle PathWAI-"Run, Build and Manage"-Lösungen für IBM WebSphere. "PathWAI" ist auf Monitoring und Management von IBM WebSphere ausgelegt. Es soll Unternehmen alle Informationen aus den IT-Komponenten und Applikationen der E-Business-Plattform von IBM liefern und potenzielle Leistungsengpässe und Fehlerquellen aufzeigen. Laut Report baute man den weltweiten Marktanteil an IBM WebSphere MQ-Management-Lösungen auf 65% aus (2001: 61%). Zudem wurde im Bereich IBM WebSphere Business Integration Broker Management der Marktanteil von 19% (2001) auf 36 Prozent gesteigert.
"Middleware bleibt der Dreh- und Angelpunkt für jede E-Business-Umgebung", erklärt dazu Sue Eustis, Senior Analyst bei Wintergreen Research. "Performance-Tuning und -Management der Middleware sind wichtige Elemente beim Anpassen von Unternehmensinfrastrukturen an spezifische Geschäftsprozesse und -applikationen. Wir erwarten eine kontinuierlich steigende Nachfrage nach Lösungen von Candle und anderen Anbietern, um jede Phase des Middleware-Lebenszyklus' zu unterstützen."
Gleichzeitig kündigte das Unternehmen einen neuen Linux-Support für IBM WebSphere MQ-Management und einen 64-Bit-Plattform-Support über ihr gesamtes Linux-Management-Lösungsportfolio an. Damit erweitert man die Angebote für Linux-Umgebungen deutlich. Seit dem ersten Linux-Support-Angebot im August 2000 wurde dieses kontinuierlich ausgebaut und stellt heute ein komplettes Portfolio an Linux-Management-Lösungen zur Verfügung.
Das Angebot
Die Candle Corporation ist spezialisiert auf umfassende Management-Lösungen für Rechenzentren, Anwendungs-Infrastrukturen und Service Level Performance, mit denen Unternehmen die Faktoren Zeit, Komplexität und Kosten beim Betrieb von IT-Organisationen reduzieren.
Zum Portfolio zählen Lösungen - bestehend aus eigenentwickelter Software, Consulting, Schulung und Support - für Data Center Management und Application Infrastructure Management. Unternehmen überwachen damit die Verfügbarkeit und Leistung ihrer IT-Systeme und Applikationen über verschiedene Plattformen hinweg und stellen dadurch einen Bezug zwischen IT-Investitionen und Unternehmensergebnis her.



1/2012
8/2011
7/2011


Mag. Dominik Troger gehört seit 1992 zum MONITOR-Team. Er begann als News-Redakteur und betreute viele Jahre die MONITOR Weiterbildungsbeilage "Job Training". Seit dem Jahre 2000 war er als Chef vom Dienst tätig, mit Dezember 2009 übernahm er die Chefredaktion. 