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Netz & Telekom

Netilla Networks

Remote Access ohne Client

SSL anstelle von IPSec - Netilla bietet Remote Access über SSL-Tunnel jetzt auch in Österreich an.

Andreas Roesler-Schmidt

Der US-Anbieter Netilla Networks betritt nach Großbritannien, den Benelux-Ländern und Deutschland jetzt auch den österreichischen und Schweizer Markt. Mit seiner clientlosen VPN-Appliance auf Basis von Secure-Socket-Layer (SSL) ermöglicht Netilla einen kostengünstigen und sicheren Zugriff auf alle gängigen zentralisierten Applikationen und Datenbestände sowie Web-basierende Anwendungen. In Österreich übernimmt die Schweizer HIS Software den Vertrieb. Gespräche mit Value-Added Resellern sind im Gang, wer die Partner werden, wollte HIS daher noch nicht verraten.

Die Netilla Security Platform ist ein auf Linux basierendes System, das eine VPN-Verbindung via SSL (Secure Socket Layer) über einen normalen Web-Browser ermöglicht. Das System fungiert als Application-Layer-Proxy, Authentifizierungserver und Hardened Web Portal zwischen dem Remote-User und der Unternehmenszentrale. Aufgrund des "Thin Client"-Konzepts sind Benutzer, die sich im Firmennetz anmelden können, in der Lage, von einem beliebigen PC aus eine sichere Verbindung mit einem Browser aufzubauen. Der sichere Zugriff auf alle Web-gestützten Applikationen sowie alle gängigen Serverplattformen wie Windows Terminalserver, Unix/Linux und Großrechner lässt sich für jeden Benutzer-PC mit Internet-Zugang umgehend einrichten. Bestehende Applikationsserver müssen nicht modifiziert werden. Auf der User-Seite muss keine VPN-Client-Software installiert werden.

Verbindungen können mit einer Vielzahl von Geräten und einem gewöhnlichen Webbrowser hergestellt werden, um von außen sicher auf Applikationen hinter der Unternehmens-Firewall zuzugreifen. "Netilla ist das erste Unternehmen, das Remote-Zugriff auf Unternehmensserver, Web-Server und Fat Client Server-Applikationen simultan über eine einzige SSL Remote Access-Platform ermöglicht", ist Reggie Best, CEO von Netilla Networks, stolz.

Auch dort, wo Admins keinen Zugriff haben

Vorteile bietet die Client-lose VPN-Konnektivität besonders dann, wenn der Administrator keinen Zugriff auf den Desktop-PC eines Anwenders im Extranet hat oder der mobile VPN-Zugang möglichst flexibel realisiert werden soll. Die Verwaltung gestaltet sich laut Netilla Networks einfacher und kostengünstiger als beim Einsatz spezieller VPN-Clients.

"Secure Intranet Access" ermöglicht den direkten Zugriff auf webbasierende Applikationen, Portale und Intranet-Ressourcen. HTTP Reverse Proxy Technologie übersetzt die Client-Anfragen und sendet sie an die entsprechenden internen Webserver. Die Sicherheitsrisiken von Servern im öffentlichen Netz lassen sich vermeiden, da nur autorisierte User Zugriff erhalten.

Im Gegensatz zu IPSec-VPNs ist bei der Netilla-Lösung keine Installation und Konfiguration von IPSec-Clients auf den Rechnern der Anwender notwendig und auf der Firewall muss lediglich der SSL-Port (443) geöffnet werden. Typische IPSec-Probleme mit dynamischen IP-Adressen und Network Address Translation (NAT) entfallen dabei vollständig. Die session-basierte Firewall der Netilla Security Platform erlaubt den Datenverkehr zwischen Remote-User und dem jeweiligen Server nur solange, wie der spezifische SSL-Tunnel aufgebaut ist.

Die Preise richten sich nach der Anzahl der gleichzeitig möglichen Usern. Das derzeit kleinste Paket für 10-200 Verbindungen kostet 8000 Dollar. Das Portfolio wird aber nach unten erweitert: "Noch in diesem Quartal starten wir ein neues Produkt für kleine Firmen", sagt Calum MacLeod von Netilla. "Es wird rund 3500 Euro kosten und maximal 15 Usern gleichzeitig Zugriff ermöglichen. Es gibt eine Menge Firmen mit 50 Mitarbeitern, von denen viele unterwegs sind. Das Training für dieses Paket dauert nur drei Stunden."

http://www.hissoft.com/produkte_hersteller_netilla.html

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