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Editorial

Frisch verpackt

Seit nunmehr 20 Jahren berichtet MONITOR Monat für Monat über neue Entwicklungen in der Informations- und Kommunikationstechnologie (ITK), über die österreichische ITK-Anbieter-Szene und die Anwender in den Unternehmen. Rechtzeitig zum Jubiläum haben wir nun auch die "Verpackung" der Informationen durch einen grafischen Relaunch auf den letzten Stand gebracht.

"Computer faszinieren mich. Leugnen wäre zwecklos": So begründete Robert Hochner in der zweiten Ausgabe des Monitor (1/84), warum er das Angebot zu einer Kolumne so schnell angenommen hatte. Benchmarks und Mikrosekunden wollte er aber keine liefern: "Alles, was ich versuchen will, ist, Computer ohne das Glanzpapier der Prospekte als das darzustellen, was sie im Grunde sind: Produkte von Menschen mit menschlichen Fehlern." Als Monitor im November 1983 seine erste Ausgabe herausbrachte, da sah die IT-Welt noch ganz anders aus: Siemens, HP, Epson und IBM waren Werber der ersten Stunde, vieles drehte sich um BTX. Zema Twin, der persönliche Computer, wurde in einer eigenen Beilage für ATS 41.580.-- zum Kauf beworben. Und Apple stellte LISA vor.

Apple sollte in Zukunft noch für einige Überraschungen gut sein: "Das mit dem Hochverrat wäre ja noch nicht so schlimm, wenn da nicht die Gefahr der Lächerlichkeit dazukäme. In der Politik und bei Computern soll man offenbar nie das Wort "nie" aussprechen oder schreiben." Robert Hochner hatte bereits wenige Jahre nach seiner ersten Kolumne "PC-Hochverrat" begangen und war Apple-User geworden...

Andreas Roesler-Schmidt und Gregor Kucera haben sich 20 Jahre Monitor durchgesehen und sind dabei auf interessante und kuriose Dinge gestoßen. Dazu haben sich unzählige Gratulantinnen und Gratulanten eingefunden: Vielen Dank für die guten Wünsche, und wir versprechen, dass das Monitor-Team bestrebt ist, auch die nächsten 20-ITK-Jahre für Sie aktiv zu bleiben und Ihnen nützliche Informationen an die Hand zu geben.

Ein treuer Wegbegleiter ist seit etwa zehn Jahren unser amerikanischer Autor Evan Mahaney: "Zwanzig Jahre sind eine lange Zeit, sogar nach den herkömmlichen Maßstäben einer nicht-vernetzten Welt. Es sind aber zwei oder drei Ewigkeiten im Computerzeitalter. 10 Jahre sind schon sehr lange, und der Gedanke, dass der Monitor die Computerindustrie seit 20 Jahren begleitet, ist geradezu unglaubwürdig", schreibt er in seiner Jubiläums-Kolumne. Und was wäre Evan ohne seine Freunde, die Leprechauns: "Ich dachte auch über die über 120 Kolumnen nach, die ich geschrieben hatte, mit viel Hilfe der Leprechauns. Und so setzte ich mich an jenem Abend hin und betrachtete einige Meilensteine der Computerindustrie am Internet. Und plötzlich waren sie da, durch Magie erschienen zwischen den Tasten - meine vertraute Schar der Leprechauns." Erfahren Sie mehr über die Leprechauns und die Betrachtungen Evan Mahaneys in unserer 20-Jahre-Monitor-Strecke ab Seite 48.

Optischer Relaunch

Um das Monitor-Lesen auch optisch zum noch größeren Genuss zu machen, konnten wir mit der Agentur diamond dogs einen hervorragenden Partner für den neuen grafischen Auftritt des Monitor gewinnen. Dabei wollten wir nicht die Inhalte verändern, an denen wir Monat für Monat feilen, um sie immer auf aktuellem Stand zu halten. Auch das Layout haben wir immer wieder leicht modifiziert, aber für den großen Wurf bedarf es einfach der Spezialisten. Schon das neue Cover soll auf einen Blick deutlich machen, dass wir als das führende monatliche ITK-B2B-Fachmagazin seriöse und gut recherchierte Inhalte an ITK-Entscheidungsträger in Unternehmen vermitteln. Bleiben auch Sie uns also als kritische und interessierte Leserinnen und Leser treu und teilen Sie uns etwa gleich mit, wie Ihnen das neue Kleid des Monitor gefällt!

Voice over IP

"Allen Prognosen zum Trotz hat sich IP Telefonie noch nicht durchgesetzt", analysiert Monitor-Autor Arno Laxy in seinem Beitrag ab Seite 76. Die meisten Firmenvertreter würden die Sprache über das Internet Protokoll nun zwar endlich vor dem Durchbruch sehen, aber die reale Marktbedeutung der Technologie sei noch immer gering. Mit dem Kostenargument versuchten bisher die Anbieter von Sprache über Internet Kunden zu gewinnen, hatten aber angesichts noch unausgereifter Technik und rasch sinkender Preise für die klassische Telefonie nach der Liberalisierung des Telekommunikationsmarkes das Nachsehen. Heute positionieren Anbieter im Business-Umfeld ihre IP-basierten Kommunikationsprodukte über den Produktivitätsgewinn durch ein Netzwerk für Daten und Sprache, die Integration von Applikationen und die einfache Erweiterbarkeit der Anlage. Längst propagieren sie auch nicht mehr, die neue Anlage eins zu eins gegen die alte auszutauschen, sondern empfehlen eine schrittweise Migration.

Eine interessante Lektüre und ein noch größere visuelle Freude beim Lesen des Monitor wünscht Ihnen Ihr

Rüdiger Maier

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MONITOR-Autoren
Dipl.-Hdl. Ing. Ernst Tiemeyer

bekannt durch zahlreiche Veröffentlichungen, war nach dem Studium der Wirtschafts- wissenschaften, Organisation und Informatik zunächst mehrere Jahre als Gruppen- und Projektleiter an einem Institut für angewandte Informatik beschäftigt. Heute ist er in vielfältiger Form als freiberuflicher Management- und Organisationsberater sowie in der Weiterbildung tätig. Schwerpunktmäßig geht es dabei um die Einführung, Entwicklung und Beratung für den praxisgerechten Computereinsatz. ..mehr..

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