Andreas Roesler-Schmidt
Die Mobiltelefon-Endgeräte-Industrie erzielte im ersten Quartal 2003 weit bessere Verkaufszahlen als erwartet. Die weltweiten Mobiltelefon-Verkäufe betrugen laut dem Marktforschungsunternehmen Gartner 112,7 Millionen Geräte - rund 18 Prozent mehr als im ersten Quartal 2002.
"Die Handy-Industrie war begünstigt von einer Welle anhaltender Replacement-Nachfrage und konnte so im ersten Quartal Rekordverkaufszahlen an Enduser erzielen", fasst Gartner Senior Analyst Bryan Prohm zusammen. "In allen Regionen war eine signifikante Nachfrage während dieses Quartals zu bemerken. Die auf diesen Zahlen basierende Hochrechnung aufs gesamte Jahr lässt eine zweistellige Wachstumsrate für das Kalenderjahr 2003 erwarten." Marktführer in diesem Quartal war weiterhin Nokia mit 35 Prozent Marktanteil. Mit einigen Abstand zweiter: Motorola mit 14,7 Prozent Marktanteil, danach folgen Samsung mit 10,5, Siemens mit 7,6 und Sony Ericsson mit 4,8 Prozent Marktanteil.
Gartner erwartet während des restlichen Jahres einen erbitterten Kampf zwischen Motorola und Samsung um den Platz 2. Sony Ericsson muss seinen Platz 5 gegen LG verteidigen. Die südkoreanischen Marken sind bereits in guter Position am CDMA Markt (USA) und werden laut Gartner ihren Weg auch in den GSM-Märkten bestreiten.
"2003 erwarten wir einen sprunghaften Anstieg der Modelle mit Farbdisplay und Kamera in den reiferen Märkten wie Westeuropa und wir glauben, dass viele Kunden verlockt sind, ihre vorhandenen Telefone auszutauschen", sagt Ben Wood, Principal Analyst der Mobile Communications Group bei Garnter Europe. "Photo Messaging wird eines der wichtigsten Services sein, das die Netzbetreiber in ihren Marketing Kampagnen benützen."
Gartner erwartet, dass die Hersteller eine breite Palette neuer Produkte mit neuen Features wie Gaming, Musik und Video auf den Markt bringen. "Der Großteil der verkauften Geräte wird aber immer noch die untere Schichte ausmachen, das Segment der Handys mit wenigen Funktionen", sagt Wood.
Während die Mobiltelefon-Industrie Grund zur Freude über die Quartalsergebnisse hat, warnen die Gartner Analysten auch von einigen Risiken im Jahr 2003, die Angebot und Nachfrage beeinträchtigen könnten: "Es gibt eine sich verschärfende Lage was den Nachschub in China betrifft und es gibt die wirtschaftlichen Auswirkungen von SARS in der Asia/Pacific-Region und darüber hinaus", sagt Ann Liang, Gartner-Analyst für diese Region. "Daher sollte jeglicher Optimismus auch mit einem gleich hohen Maß an Besonnenheit begegnet werden."
Die Gartner Analysten äußerten sich auch besorgt über die Vielzahl der Anbieter, die in der Mobiltelefonindustrie miteinander konkurrieren. Es gibt derzeit über 100 Hersteller am Weltmarkt, was zu Preisdruck bei Endgeräten führen werde, da einige Firmen um ihr Überleben kämpfen und ausschließlich über den Preis versuchen werden zu konkurrieren.



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Mag. Christoph Weiss, i2s consulting, Leiter Büro Österreich: Magister und Textil-Fachingenieur. Führungserfahrung als IT-Leiter im Bereich technischer Grosshandel. Mehrfach Linien- verantwortlicher für ERP-Einführungen. Lehrbeauftragter an der Fachhochschule Technikum Wien. Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft für Datenverarbeitung (ADV) 