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Thema: Content Management

CMS von Software AG u Tridion bei Uniqa

Lokal gemacht - global gedacht

Content Management Systeme geben internationalen Websites ein einheitliches Gesicht mit individuellen Zügen - wie bei der UNIQA Group

Der erste Eindruck zählt. Daher kommt wohl das sprichwörtliche Lächeln, das erfolgreiche Versicherungsagenten perfektioniert haben. Heute ist es häufig der Internetauftritt, der Verbrauchern erste Informationen über eine Versicherung liefert. Auch hier ist die Optik entscheidend, ob der Besucher sich vom Design der Seite angesprochen fühlt und mit wenigen Mausklicks das findet, wonach er sucht. Spätestens bei den Informationen geht es dann allerdings um mehr als nur den schönen Schein - letztlich kommt es auf den Inhalt an.

Die UNIQA Group Austria hat all diese Voraussetzungen für eine erfolgreiche Kundenansprache im Internet verinnerlicht. Als eine der führenden Versicherungsgruppen Österreichs hat das Unternehmen den Anspruch, Besucher seiner Websites stets aktuell mit zielgruppenorientierten Informationen zu versorgen. Keine leichte Aufgabe, ist der Versicherungskonzern doch bemüht, das in allen zehn Ländern zu schaffen, in denen er seine Leistungen anbietet. Schnell stellte sich heraus, dass ein derart diversifizierter Auftritt viel Administrationszeit frisst. Zu viel, um ohne Content Management System (CMS) realisiert zu werden. Also entschloss sich UNIQA, seinen Internetauftritt auf eine CMS-Plattform zu setzen, um die Aktualitäts- und Customizing-Ansprüche auf der einen Seite und den täglichen Pflegebedarf auf der anderen unter einen Hut zu bringen.

Die Herausforderung

UNIQA schwebte eine Informationsdrehscheibe für den gesamten Konzern vor. Sie sollte sowohl den Auftritt der Muttergesellschaft in Österreich als auch die lokalen Websites der Tochtergesellschaften in Italien, Kroatien, Liechtenstein, Polen, Schweiz, Slowakei, Spanien, Tschechien und Ungarn umfassen.

Dabei ging es UNIQA nicht nur um den direkten Informationsfluss vom Konzern zum Kunden, sondern auch ins Intra- und Extranet: Ziel war es vor allem, die Websites von Vertriebspartnern und unabhängigen Vermittlern einzubinden, ohne das Gleichgewicht zwischen zentralen Präsentationsvorgaben und der individuellen Flexibilität der Anbieter zu stören.

Um nicht darauf angewiesen zu sein, alle Informationen von einer einzigen zentralen Stelle einpflegen zu müssen, suchte UNIQA nach einer CMS-Lösung mit browserbasierter Client-Oberfläche. Mitarbeiter und Partner sollten je nach Zugriffsrechten die Möglichkeit erhalten, Inhalte für spezielle Regionen oder Zielgruppen einzustellen. Das setzte einerseits voraus, dass die Software die entsprechenden west- und osteuropäischen Sprachen unterstützen würde, andererseits, dass sich Content in unterschiedlichen Sprachen leicht verwalten ließe.

Die Lösung

UNIQA wendete sich an die Consultants von Resolution, um sich bei der Auswahl eines passenden CMS beraten zu lassen. Unter 15 Anbietern wurde UNIQA schließlich mit Hilfe der Software AG fündig, die den Content-Management-Spezialisten Tridion vorschlug.

Der Software-Anbieter hält mit dem Tridion DialogServer eine XML-basierte Lösung parat, die sich auf Anhieb mit dem Anforderungsprofil deckte. Denn für UNIQA war es wichtig, dass Inhalte in XML erzeugt und gespeichert werden können. Die Markup-Sprache ermöglicht es, Content und Layout zu trennen - die Voraussetzung für Multi-Channel-Publishing. Die Idee dahinter ist, Inhalte nur einmal erfassen zu müssen, sie dann aber in verschiedenen Formaten publizieren zu können, etwa auf der Website, in einer Pressemeldung und schließlich im Kunden-Newsletter.

Besonders überzeugend wirkte auf UNIQA zudem die "Blueprint"-Management-Funktion von Tridion. Dahinter verbirgt sich ein Feature, das Grundpläne, die sogenannten Blueprints, für die Verwaltung von verschiedenen Online-Publikationen erstellt. Damit kann ein Unternehmen zentral entscheiden, welche Vorlagen auf regionalen Websites zum Einsatz kommen - auch wenn die Unterseite grundsätzlich lokal gesteuert ist. Schließlich punktete Tridion mit seiner Benutzeroberfläche: Über einen Business Connector nutzt der Tridion DialogServer Microsoft Word für die Eingabe von Inhalten und speichert die Daten nativ in XML ab. Das Gleiche gilt für Dokumente in Lotus Notes/Domino. Ohne weiteren Programmieraufwand lassen sich bestehende Inhalte über einen Connector in das System übernehmen - für UNIQA war das ein entscheidendes Auswahlkriterium.

Die Implementierung

In einem Pilotprojekt zeigte die Software AG UNIQA die grundlegenden Kniffe rund um Tridion. Mit diesem Wissenstransfer holte sich das Team um Dr. Ulrich Kiessling, Leiter POS/eBusiness bei UNIQA, das nötige Rüstzeug, um den Tridion DialogServer schließlich in Eigenverantwortung zu implementieren.

Dazu schaffte das Unternehmen zunächst ein stabiles Fundament an: Für die Content-Erstellung gab es einen zusätzlichen Windows NT-Server und für die Verwaltung der Inhalte im Storage Area Network ein AIX-System. Die Implementierung selbst stellte sich als reibungslos heraus, weil beim Tridion DialogServer nichts programmiert werden muss. Fast alle Funktionen liegen fertig vor und müssen lediglich konfiguriert werden. Nach Schulungen in den einzelnen Fachbereichen ging es an das Re-Design der einzelnen Seiten des Konzerns.

Erste Ergebnisse

In neun Monaten setzte UNIQA den Relaunch der beiden Domains uniqa.at und uniqa.group.com um. Nach weiteren drei Monaten war auch die tschechische Tochter unter www.uniqa.cz online.

"Trotz unserer komplexen Konzernstruktur mit unterschiedlichen Usern, wie Tochterunternehmen, Versicherungsvertreter, externe Autoren und Mitarbeiter, haben es Software AG und Tridion problemlos geschafft, unseren Internetauftritt aus einem zentralen System heraus zu generieren", beurteilt Dr. Ulrich Kiessling. "Einerseits bieten wir so unseren Kunden eine Informationsdrehscheibe und direkten Service, andererseits uns selbst viel einfachere und sinnvollere Möglichkeiten der Content-Verwertung beziehungsweise -Verwaltung."

Letzteres macht sich vor allem in der EDV-Abteilung bemerkbar: Seitdem Content nicht zwangsläufig zentral erstellt und eingespeist werden muss, können die Administratoren ihre Zeit wieder flexibler verplanen - und trotzdem sind die Seiten top-aktuell gepflegt. Zudem lassen sich Design-Richtlinien mühelos durchsetzen: Hier hilft einerseits die Life Cycle Management-Funktion, mit der sich Versionen genau nachverfolgen und Änderungen gegebenenfalls rückgängig machen lassen. Andererseits verfügt Tridion über eine Template-Management-Funktion, die Design oder Inhalte von einer Seite zur anderen "vererbt" oder verschiedene Sites auf einen Schlag synchronisiert.

Der weitere Fahrplan auf dem Weg zum Unternehmensportal steht bei UNIQA bereits fest. Nach und nach werden jetzt alle weiteren Tochterunternehmen folgen, bevor sich die Versicherung an das ehrgeizigste Projekt macht: Mit einem freundlichen Lächeln und schönem Schein gibt sich UNIQA nicht zufrieden - über eine Informationsplattform sollen alle UNIQA-Kunden eines speziellen Kundensegments online Zugriff auf ihre Vertragsdaten sowie einen direkten Draht zu ihrem Sachbearbeiter erhalten.


Projektentwicklung

  • Planungs-Phase: Einzelne Vertreter von UNIQA, Software AG und Tridion definieren die Grobziele und das Gesamtkonzept
  • Inhaltliche Konzeptions-Phase: Die einzelnen UNIQA-Abteilungen definieren den jeweiligen Content, die Zielgruppen, Kanäle, die Datenstruktur und Abhängigkeiten sowie Verantwortlichkeiten
  • Technische Konzeptions-Phase: Tridion und Uniqa definieren die technische Machbarkeit, den zeitlichen und personellen Aufwand sowie die Kosten
  • Implementierungs-Phase: Partner von Software AG, Tridion sowie Mitarbeiter von UNIQA setzen das Projekt um
  • Freigabe-Phase: Der IT-Leiter und die Geschäftsführung von UNIQA testen das CMS
  • Live-Schaltung: Relaunch der Websites im neuen Design

Plattform und Applikationen

  • Tridion DialogServer 4.4 SP3
  • Applikationserver: Websphere Appl. Server
  • Webserver: Websphere Appl. Server
  • Microsoft MS IIS 5
  • Load Balancing: Websphere Edge Server

Der Nutzen

  • Verbesserter Service für die UNIQA-Kunden
  • Verbesserte Kommunikation zwischen den Abteilungen und mit den Partnern
  • Effiziente Zusammenarbeit mit internationalen Vertriebskanälen
  • Aktuelle Daten und Informationen

Software AG

Die Software AG, Darmstadt, wurde 1969 gegründet und ist heute der größte europäische und einer der weltweit führenden Anbieter von Systemsoftware und Dienstleistungen für unternehmensweite Datenintegration und -management. Die Produkte der Software AG steuern die zentralen IT-Prozesse tausender namhafter Unternehmen weltweit. Das Unternehmen hat seine Produkte und Lösungen auf den Standard XML ausgerichtet, der den Austausch von Dokumenten und Daten sowie die Integration klassischer IT-Architekturen mit neuartigen Web-Anwendungen vereinfacht.

Software AG Österreich
+43/1/32950-125
http:// www.softwareag.com/austria


Tridion

Tridion ist der führende europäische Anbieter für XML-basiertes Enterprise Content Management. Die Lösung von Tridion verschafft den Unternehmen signifikante Wettbewerbsvorteile, da Content effektiv und effizient genutzt werden kann. Tridion R5 erlaubt es, Content aus verschiedensten Quellen im Unternehmen zusammenzuführen, zu nutzen, zu verwalten und in einer Vielzahl von Formaten über unterschiedlichste Kanäle, wie Websites, Online-Applikationen und Print-Publikationen hinweg zu publizieren.

Tridion GmbH
+49/89/43 665 800
http://www.tridion.de

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MONITOR-Autoren
Mag. Carl-Markus Piswanger

Mag. Carl-Markus Piswanger, MAS ist freier Journalist, Projektberater und hauptberuflich IT-Architekt. Er ist ausgebildeter Versicherungskaufmann, studierter Historiker und postgradualer E-Government-Experte. Er war beim ISP Netway, der Österreichischen Post und der Seibersdorf Research beschäftigt und seit 2004 als IT-Architekt im Bundesrechenzentrum. Der Wiener ist glücklich nicht verheiratet und hat einen Sohn. ..mehr..

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