Christian Henner-Fehr
Bis heute hat sich keine der zahlreichen Möglichkeiten, im Internet erworbene Waren zu bezahlen, wirklich durchsetzen können. Mit mPAY24 bietet die Firma WiNAG.com eine Zahlungsplattform an, bei der alle Zahlungsmittel über eine einzige Schnittstelle sicher integriert werden.
Als Nora Voithofer vor einigen Jahren zusammen mit ihrem Mann in Wien das Nobelrestaurant Chrinor aufbaute, bedeutete es für sie eine Herausforderung, offene Weine zu finden, die nicht nur gut, sondern auch preiswert waren. "Ich fand es schade, dass nur der Name zählte und unbekannte Winzer es sehr schwer hatten, sich durch zu setzen" erinnert sie sich. Der Ehrgeiz, unbekannte, aber qualitativ hochwertige Weine zu finden, ist ihr geblieben. Mittlerweile aber sucht sie die Weine nicht mehr für das Restaurant, sondern für ihren eigenen Online-Shop aus. Unter www.preisleistungswein.com findet sich eine Auswahl an Weinen, die sich nicht nur durch ihre Qualität, sondern, wie der Name der Domain schon vermuten lässt, sich auch durch ein gutes Preis-Leistungs-Verzeichnis auszeichnen.
Gut ein Jahr ist Voithofer nun mit ihrem Shop online und die Zahl der Kunden nimmt ständig zu. Schwierigkeiten traten eigentlich nur dann auf, wenn es ans Bezahlen ging. "Ich hatte immer wieder Probleme, weil der Zahlungsserver ausfiel und mir so einige Kunden verloren gingen", erzählt Voithofer. So hatte sie ein offenes Ohr, als sie von mPAY24 hörte. Dabei handelt es sich um eine schlüsselfertige Gesamtlösung für E- und M-Commerce Zahlungen, die von der Firma WiNAG.com angeboten wird.
Das 1995 von Tom Wolf gegründete und 2000 in eine Aktiengesellschaft umgewandelte Unternehmen hat sich auf den Bereich der Online-Zahlungen spezialisiert. "Mit mPAY24 kann der Kunde die von ihm bevorzugte Zahlungsart auswählen", so Martin Ferger, Pressesprecher des Unternehmens. Das Angebot an Zahlungsmitteln umfasst dabei nicht nur die gängigen Kreditkarten oder Payment-Verfahren wie Paybox oder Paysafecard, sondern auch Bankenprodukte wie POP (BA-CA), netpay (Die Erste), ELBA (Raiffeisen) oder Direct Pay (BAWAG). Mit @Qick wird zudem die Quick-Funktionalität der Bankomatkarte auf den Einkauf im Internet übertragen. Interessant ist @Quick vor allem für die Verrechnung kleiner Beträge, das sogenannte Micropayment. "Es liegt am Shopbesitzer, für welche Produkte er sich entscheidet", so Ferger. Nora Voithofer hat sich für die drei Kreditkarten Visa, Mastercard und Diners sowie die Zahlungssysteme von BA-CA und Die Erste entschieden. Kreditkartenausfälle gehören seitdem der Vergangenheit an, stellt Voithofer fest. Die Kreditkarte sei zwar weiter das am häufigsten genutzte Zahlungsmittel, aber immer mehr Kunden wickeln ihre Zahlungen über die Bankenprodukte ab.
Auch die Firma HEROLD Business Data AG setzt auf mPAY24. Unter www.b2b.at bietet das Unternehmen eine Businessplattform für Daten und Informationen von mehr als 337.000 österreichischen Unternehmen. In der Rubrik Marketing Services stehen die Firmen-Daten zum kostenpflichtigen Download zur Verfügung. Der User kann sich Adressdatensätze für Direktmailings oder Datenanalysen herunterladen. Hier wie auch im HEROLD-Onlineshop kommt die Zahlungslösung von WiNAG.com zum Einsatz.
Nicht nur die breite Auswahl an Zahlungsmöglichkeiten und der geringe technische und administrative Aufwand, sondern auch die hohe Sicherheit haben die Verantwortlichen überzeugt. Durch das sekundenschnelle, automatische Autorisieren und Clearing beim Zahlungsvorgang minimiert sich etwa bei der Benützung einer Kreditkarte das Ausfallsrisiko für den Anbieter. Aber auch die Kunden erfahren sofort, ob ihre Transaktion erfolgreich durchgeführt worden ist. "Viele Konsumenten sind noch immer skeptisch bei der Eingabe ihrer Kreditkartennummer im Internet. Daher ist für uns die maximal mögliche Sicherheit durch verschlüsselte Eingabe der zahlungsrelevanten Daten von größter Wichtigkeit", so HEROLD-Vorstand Jon M. Martinsen. Die Zahlung muss einfach und schnell erfolgen, sonst brechen die Kunden den Bezahlvorgang ab.
Die Einbindung in den Onlineshop erfolgt gegen eine einmalige Setup-Gebühr, deren Höhe sich nach der Zahl der zu integrierenden Zahlungsmittel bemisst. Die Installation einer eigenen Software ist nicht notwendig. Die Kosten für Shopbesitzer halten sich in Grenzen, denn die monatlichen Transaktionskosten hängen von der Zahl der Transaktionen ab. Als ASP Modell angeboten fallen für mPAY24 weder Kosten für Wartung noch für die Weiterentwicklung an. Auf Grund ihrer Open Interface Architektur ist die Schnittstelle für die Integration zukünftiger Zahlungsformen und Bezahlstandards bestens gerüstet. Nicht nur die Firma Herold ist mit ihrer Wahl hochzufrieden. Auch Nora Voithofer hat mit mPAY24 nur positive Erfahrungen gemacht. 200 neue Kunden möchte sie bis zum Jahresende gewinnen. Am Bezahlen dürfte dieser Vorsatz nicht scheitern.
http://www.winag.com
http://www.herold.at oder
http://www.b2b.at
http://www.preisleistungswein.com




1/2012
8/2011
7/2011


Dunja Koelwel ist freie Journalistin in München. Die studierte Juristin arbeitet für Verlage und Agenturen und betreut vor allem die Themen Internet und Business-Software aus einem strategisch- wirtschaftlichen Blickwinkel. 