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Lösungen

OBERAIGNER / SAP

SAP bringt Oberaigner Fahrzeugtechnik in Fahrt

mySAP All-In-One und die All-for-Automotive Branchenlösung begleiten Oberaigner am Weg von der Vertragswerkstätte zum Fahrzeugtechnik-Produktionsbetrieb.

Das Unternehmen Oberaigner Fahrzeugtechnik vollzog einen unerwarteten Wandel. 1977 als Mercedes Verkaufsstelle und Vertragswerkstatt in Rohrbach (Oberösterreich) gegründet, bescherte der Erfindungsreichtum von Wilhelm Oberaigner die Umstellung: Er rüstete in den verkauften Fahrzeugen Allradantrieb, der damals werkseitig nicht erhältlich war, nach und entwickelte eine Differentialsperre.

"DaimlerChrysler erkannte, dass es einen Markt dafür gibt", erzählt IT-Leiter Hubert Springer. Von da an ließ DaimlerChrysler in Lizenz fertigen, aus der Werkstatt wurde ein wachsender Produktionsbetrieb mit 52 Mitarbeitern und sieben Millionen Euro Umsatz.

"Die IT und die Organisation haben zu diesem Wachstum nicht mehr gepasst", sagt Springer. Man benützte ursprünglich eine eigens programmierte Access-Datenbank. "Die stammte von einem Ein-Mann-Unternehmen, was uns auch zu riskant wurde." Außerdem musste das ursprüngliche Konzept der schlanken Datenbank immer mehr Wünschen weichen, die sich damit nicht mehr abdecken ließen: Datenübertragung an DaimlerChrylser und EDI.

Auf der Suche nach neuer Software standen zwei Anforderungen im Vordergrund: Erweiterbarkeit und Zukunftssicherheit. Die Lösung musste die Erfordernisse der Automobilbranche wie VDA- (Verband der Automobilindustrie) und Datenübertragungsstandards erfüllen. Das IT-Systemhaus sollte sowohl auf die Automobilbranche als auch auf den KMU-Bereich spezialisiert sein. Die Wahl fiel dabei auf das deutsche Systemhaus All-for-One: "Wir haben uns auf wenige Branchen spezialisiert, vor allem Automotive und Maschinenbau, weil wir lieber diese wirklich gut abdecken als in vielen Branchen im Mittelfeld mitschwimmen wollen", sagt Karl Serek von All-For-One.

Implementiert wurde mySAP All-In-One mit der All-for-Automotive Branchenlösung des deutschen Systemhauses. Finanzbuchhaltung, Controlling, Vertrieb, Materialwirtschaft, Qualitätsmanagement und Produktion laufen seit Beginn unter SAP. Die Implementierung dauerte rund ein halbes Jahr. Die Human Resources Lösung wurden etwas später eingeführt. Aufgrund der lokalen gesetzlichen Erfordernisse wurde hier zusätzlich ein österreichischer Partner hinzugezogen. In Betrieb ging das SAP-System im Februar 2002 mit Beginn des neuen Geschäftsjahres. Zu diesem Zeitpunkt ließ man die alte Software auslaufen. "Die Daten haben wir nicht importiert", erzählt Hubert Springer. "Wir haben einen kompletten Neustart bevorzugt. Es erschien uns der geringere Aufwand, ein neues Teilenummer-System auf SAP-Basis einzuführen, als das alte zu übernehmen."

Die großen Herausforderungen während der Implementierungsphase hingen weniger mit der Software selbst zusammen: "Die zeitliche Doppelbelastung und das enorme Mitarbeiterwachstum machten uns schon zu schaffen", sagt Springer. "Parallel zur SAP-Einführung haben wir auch das neue Firmenareal bezogen - das musste dementsprechend auch alles aufeinander abgestimmt werden." Aus Sicht von All for One gestaltete sich die Implementierung unkompliziert: "Wir konnten viel noch bei uns im Haus erledigen und eine voreingestellte fertige Lösung liefern", sagt Karl Kserek. "Ein Vorteil war, dass Oberaigner die SAP Einführung auch genutzt hat, um neue Abläufe im Unternehmen zu etablieren. Man musste die Software kaum an alteingesessene Prozesse anpassen, da das Unternehmen hier noch flexibel war."

Zwanzig Mitarbeiter arbeiten bei Oberaigner bereits mit der SAP-Lösung, die auf einem Windows 2000 Server läuft. Weitere Arbeitsplätze werden dazukommen. Als Datenbank kommt SAP DB zum Einsatz.

Derzeit ist die Einführung des Customer Service Moduls ist im Gange. Auch an weitere Schritte wird bereits gedacht: "Wir wollen das SAP verstärkt in die Montage einbinden." Derzeit noch händische Buchungen sollen künftig durch Barcode-Scanner für die Chargenverfolgung abgelöst werden. Auch eine 3D-Koordinaten-Messmaschine soll künftig direkt in das System eingebunden werden, um die händische Erfassung abzulösen.

http://www.sap-ag.de/austria/

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Alexandra Riegler

Alexandra Riegler arbeitet als freie Journalistin in den USA. Zu ihren Spezialgebieten zählen die Themen Technologie und Forschung. ..mehr..

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