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Strategien

Studie: META Group

Web Services: Von der Vision zur Umsetzung

Die META Group überprüfte in einer aktuellen Studie den Status von Integrationsprojekten und die Bereitschaft der Unternehmen, Web Services als Ergänzung oder Alternative von EAI-Aktivitäten zu etablieren.

Unternehmen stehen neben der Bewältigung der Integration ihrer internen IT-Systeme auch vor der Aufgabe, eine unternehmensübergreifende Integration zu realisieren. Trotz moderner IT-Architekturen gestaltet sich diese Art der Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen immer noch schwierig. Mit dem Aufkommen der Web Services scheint nun eine Technologie zu existieren, der man hohes Potenzial zutraut.

Ein andauernder Wettbewerbsvorteil lässt sich heute nur realisieren, wenn ein Unternehmen die Prozesse der bisher voneinander losgelöst agierenden Systeme nahtlos integrieren kann. Erst dadurch erschließen sich Unternehmen die Informations-Wertschöpfungskette und machen den Ablauf von Geschäftsprozessen durchschaubar und somit planbar.

Außerdem haben Unternehmen die Möglichkeiten des Internets erkannt und haben für ihre Geschäftsprozesse Strategien auf Basis von Webtechnologien entwickelt und implementiert. Web Services werden der nächste Schritt in der Technologie-Evolution sein, indem sie die Entwicklung von statischen Webseiten zu dynamischen Portalen und hin zu Systemen mit mehreren Interaktionsmöglichkeiten (multiple point of interaction) weiter fördern.

Die META Group überprüft in ihrer aktuellen Studie "Web Services: Eine Technologie auf dem Weg von der Vision zur Umsetzung" den Status von IEI- und EAI-Projekten (Inter Enterprise bzw. Enterprise Application Integration) und die Bereitschaft der Unternehmen, Web Services als Ergänzung oder Alternative von EAI-Aktivitäten zu etablieren.

Vorteil: Plattformunabhängigkeit

Als großer Vorteil der Web Services erweist sich ihre Plattformunabhängigkeit. Web Services können eine einfache und vor allem kostengünstige Alternative zu EAI-Produkten darstellen. Allerdings sind EAI-Produkte mittlerweile schon ausgereift und verfügen über sehr leistungsfähige Adapter. Je nach Reifegrad der EAI-Tools kann der Implementierungsaufwand daher immer noch wesentlich geringer sein als der Aufbau einer Web Services Architektur (WSA). Hemmnisse für Web Services sind auch rechtliche Fragen (Datenschutz) oder das Thema Sicherheit. Web Services weisen auf verschiedenen Ebenen noch Sicherheitslücken auf, die es zu schließen gilt. Des weiteren gibt es noch Standardisierungsbedarf bei Servicemanagement (Quality of Service), Semantik und Geschäftsprozessmanagement.

Eine Web-Services-Infrastruktur wird 2003 vor allem für die Integration innerhalb der Unternehmen eingesetzt. 2004-2005 werden sich Standards und Plattformen weiter entwickeln und etablieren, und so den erzielbaren Nutzen und damit die Akzeptanz durch die Benutzer steigern. Bis 2004 werden Anwendungen auf Basis der Web-Services-Technologie in den Unternehmen die unternehmensinterne Kommunikation erleichtern und mehr und mehr Management- und Administrationsfunktionen einbinden. 2006 wird eine integrierte Web-Services-Infrastruktur mit konsistenten, standardisierten Elementen in den weltweiten Großunternehmen zur Normalität.

Auf der Liste der IT-Investitionen für 2003 sind Web Services nach den Ergebnissen einer weltweiten META Group Befragung inzwischen im oberen Mittelfeld vertreten.

Fragmentierter Anbietermarkt

Der Anbietermarkt für Web-Services ist derzeit schon sehr fragmentiert. In Zukunft werden zahlreiche Firmen hinzukommen, die versuchen, als Service-Anbieter ihre Dienste zu vermarkten, und somit für einige Unsicherheit auf Anwenderseite sorgen.

Die Plattform-Anbieter wie Microsoft, IBM, Sun und BEA schenken dem Thema Web Services große Aufmerksamkeit und haben in Ankündigungen für ihre Plattformen Unterstützung zugesagt. Aber auch Anbieter von Entwicklungstools, EAI-Systemen, Application Server oder Standard-Software werden Web-Services-fähige Plattformen (durch Unterstützung von Web-Services-Protokollen oder durch Tools, die Komponenten in Web Services verwandeln) offerieren und unterstützen. Systems Management Provider kündigen Produkte für das Management und Monitoring von Web Services an, und Orchestration-Tools-Anbieter ermöglichen Web Services, den passenden Service im Netz zu entdecken.

Neben dem Software-Anbietermarkt verdient auch der Service-Markt größere Beachtung. Bei Web Services liegt es in der Natur der Sache, dass ein hoher Bedarf für interne und externe Service-Leistungen im Consulting- und Trainingsbereich entsteht. Die Dienstleister werden vielleicht sogar die wichtigste Rolle bei der schnellen Verbreitung von Web Services spielen.

http://www.metagroup.de

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Mag. Dominik Troger

Mag. Dominik Troger gehört seit 1992 zum MONITOR-Team. Er begann als News-Redakteur und betreute viele Jahre die MONITOR Weiterbildungsbeilage "Job Training". Seit dem Jahre 2000 war er als Chef vom Dienst tätig, mit Dezember 2009 übernahm er die Chefredaktion. ..mehr..

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