Das Grazer Handelsunternehmen TOM Medical vertraut im betriebswirtschaftlichen Bereich auf SAP. Mit nur sehr wenig Zeitaufwand wurde die neue Software-Applikation von Plaut implementiert.
"Ich habe im Herbst 2002 eine Zeitungsannonce bezüglich SAP Business One entdeckt und auf Grund der Beschreibung einfach bei SAP Österreich angerufen", schildert der Geschäftsleiter Thomas Hasiba von TOM Medical seine Kontaktauf-nahme. Mit der Vorstellung der Software-Lösung für klein- und mittelständische Unternehmen auf der ifabo wurde das Produktinteresse vorerst befriedigt, doch erst eine Präsentation von vier verschiedenen Anbietern in Graz gab den Zuschlag zugunsten der neuen, betriebswirtschaftlichen SAP-Software.
"Gerade kleine Firmen müssen besonders auf das Haushaltsbudget achten und jede Investition muss im Vorfeld genau kalkuliert und geprüft sein. Letztendlich überzeugte das Preis-/Leistungsverhältnis: ein den Erwartungen entsprechender Programmumfang gepaart mit einem sehr guten, sprich kostengünstigen Preis", erläutert Hasiba.
Nachdem Plaut Anfang November das Produkt vorführte, entschieden sich die Verantwortlichen relativ rasch für den Einsatz und am 3. Dezember wurde innerhalb eines Tages systemmäßig aufgesetzt. Seither ist SAP Business One im Parallelbetrieb gelaufen und ging mit 1. Februar nach der Übernahme sämtlicher alter Datenbestände endgültig produktiv.
Gelungener Funktionen-Mix
Die Grazer Firma TOM Medical Handels GmbH produziert und vertreibt medizinisch-technische (Mess-)Geräte (z.B. EKG-Rekorder). Die Hauptabnehmer bilden Institute des britischen Gesundheitswesens, aber auch Exporte nach Australien und in den südostasiatischen Raum stellen keine Seltenheit dar.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr erwirtschafteten die fünf Mitarbeiter einen Umsatz von 0,5 Mio. Euro. "Wir verwalten das Rohmaterial über die Applikation Lagerwirt-schaft, wobei der Einkauf der Grundstoffe ebenfalls über die SAP-Lösung läuft. Die Endproduktion passiert bei uns im Haus und das Fabrikat wird danach vertrieben", beschreibt der Geschäftsleiter den Produktzyklus. Aber auch die Funktion Buchhaltung wird mittlerweile nicht mehr zum Steuerberater ausgelagert, sondern über den integrierten Buchhaltungsteil abgewickelt.
"Da wir selbst im Haus Software produzieren, wissen wir logischerweise um die Problematik bei der Entwicklung und das SAP-Produkt stellt eine sehr gelungene, vielschichtige Anwendung für kleine Handelsunternehmen dar", erläutert Thomas Hasiba seinen Blickwinkel in die Branche.
"Wir können beispielsweise während der Rechnungserstellung, die größtenteils in englischer Sprache erfolgt, über jeden Zahlenwert in eine nachfolgende, eigenständige Bildschirmmaske verzweigen. So erreichen wir über die Kundennummer die Geschäftspartner oder über die Produktnummer verlinken wir gegebenenfalls in den Lagerbestand." Dass das Bankwesen für die komplette Abwicklung des Zahlungsverkehrs herangezogen wird bzw. dass das Berichtswesen sowie die Logistik-Applikation ebenfalls oftmals bemüht werden, versteht sich bei dem "sehr ansprechenden Design" und der "sehr hohen Bedienerfreundlichkeit" von alleine.
Gute Zusammenarbeit bei kurzen Reaktionszeiten
"Durch die hohe EDV-Kompetenz des Kunden trat der seltene Fall ein, dass die Mitarbeiter von TOM Medical relativ viel selbständig machen konnten", erzählt Mag. Breuer von der Plaut Austria GmbH, der die Implementierung durchführte.
Dies ist auch insofern erklärbar, da SAP Business One sehr einfach in der Handhabung, sowohl von technischer Seite als auch im Anwendungsbereich, ist."
"Es war eine hervorragende Zusammenarbeit mit raschen Reaktionszeiten bzw. mit hoher Problemlösungskompetenz", resümiert Thomas Hasiba, und er ergänzt: "Mit dem nun folgenden, neuen Update entsprechen wir wieder ganz unserem gewählten Leitsatz: einen Herzschlag voraus..."
Plaut Austria GmbH ist Implementierungspartner der SAP für SAP Business One und SAP Reseller des Jahres 2002.




7/2011
6/2011
5/2011


Mag. Dominik Troger gehört seit 1992 zum MONITOR-Team. Er begann als News-Redakteur und betreute viele Jahre die MONITOR Weiterbildungsbeilage "Job Training". Seit dem Jahre 2000 war er als Chef vom Dienst tätig, mit Dezember 2009 übernahm er die Chefredaktion. 