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Thema: Betriebswrt. Software/ERP

Kommentar Stefan Gurszky - Microsoft Business Solutions

Trends bei ERP

Software für Enterprise Ressource Planning (ERP) hat die Phase der Sensation hinter sich gelassen und tritt in das Stadium der Selbstverständlichkeit ein. Man hat ERP, man braucht ERP, ERP ist ein Muss. So wie Telefon und e-Mail.

Stefan Gurszky

Business-Lösungen sind ein selbstverständlicher Bestandteil des Unternehmens geworden, das bedeutet freilich auch, dass es ohne sie nicht mehr geht. Funktioniert die ERP-Software nicht, steht der Betrieb. Funktioniert sie schlecht, starr und umständlich, dann behindert sie das Unternehmen. Ist die Lösung flexibel und schlagkräftig, dann wird auch das Unternehmen schlagkräftiger. ERP-Lösungen tragen mehr als früher zum geschäftlichen Erfolg bei, sie haben an Bedeutung gewonnen.

Produkt-Trends

Der Markt bewegt sich in Richtung umfassender, stark standardisierter Software, weg von Speziallösungen. Denn der Bedarf der Unternehmen ist im Grunde sehr ähnlich, egal in welcher Größenordnung und in welcher Branche. Jedes Unternehmen benötigt eine Finanzbuchhaltung, benötigt Einkauf und Verkauf.

Die individuellen Anforderungen und Unterschiede fallen heutzutage unter die Feinarbeit und lassen sich meist mit einfachen Adaptierungen des Standards lösen. Die Vorteile liegen daher bei der universellen ERP-Standardsoftware, die technologisch auf dem neuesten Stand ist und mehr Funktionen bieten kann.

Auf dem Weg zu ERP II

ERP-Software entwickelt sich rasant weiter, jede Nachfolge-Version verfügt über wesentliche Neuerungen. Zur Zeit halten wir bei der Produkt-Generation ERP II. Darunter versteht man, dass die Business-Lösungen bereits Customer Relationship Management, Supply Chain Management und e-Business umfassen, und das ermöglicht die Vernetzung mit Kunden, Partnern, Lieferanten und Mitarbeitern.

Und die Unternehmen verlangen den Standard ERP II und nicht weniger. Auch wenn sie Aktivitäten wie CRM noch gar nicht durchführen, so wollen sie dennoch, dass ihre Software sie beherrscht. Damit haben sie durchaus recht, denn früher oder später werden sie die Funktionen von ERP II benötigen. Vermutlich eher früher als später. Denn die Vernetzung mit allen Seiten birgt große Wachstumschancen für Unternehmen jeder Größenordnung, sie stellt jedoch auch eine beträchtliche Herausforderung dar. Effiziente Software bedeutet eine wesentliche Hilfe.

Rasche Softwareentwicklung gefordert

Das Tempo der Software-Innovationen entsteht zum einen durch den raschen technischen Fortschritts in der IT. Mag das wirtschaftliche Klima auch derzeit getrübt aussehen, so ist der Fortschritt doch keineswegs zum Stillstand gekommen. Zum anderen kommt Druck vom Markt. Die Kunden verlangen nach zusätzlichen Funktionen - also werden sie entwickelt.

Das bedeutet freilich auch einen Trend hin zu den großen Anbietern. Denn Software-Entwicklung ist heutzutage sehr aufwändig geworden, und nur die ganz großen Player haben die Kapazität, ihre Produkte up-to-date zu halten. Kleinere Anbieter fallen in diesem Rennen zurück, ihr finanzieller Hintergrund lässt zu wenig Investitionen in Forschung und Entwicklung zu. Die Kunden wollen aber stets auf dem neuesten Stand der Technik sein, zumindest zu dem Zeitpunkt, an dem sie die Anschaffung tätigen.

Die ERP-Branche im Jahr 2003

Der Geschäftsgang ist natürlich von der allgemeinen Wirtschaftslage beeinflusst, aber phasenverschoben. Rund um das Jahr 2000 verschafften Y2K und die Euro-Umstellung einen wahren Boom an ERP-Anschaffungen. Teilweise zogen die Kunden ihre Investitionen vor, um mit einer ERP-Anschaffung auch gleich die Themen Y2K und Euro zu erledigen.

Dann folgte eine Stagnation, durchaus logisch und nicht unerwartet: Die Budgettöpfe der Kunden waren leer. Die schwierige Konjunktur ließ die Flaute allerdings länger andauern. Nur große Unternehmen besitzen die Finanzkraft, antizyklisch zu investieren und auch in schlechten Zeiten die nötigen IT-Anschaffungen vorzunehmen.

Kleinere und mittlere Unternehmen finanzieren ihren IT-Bedarf nahezu ausschließlich aus dem Cash-Flow, und das bedeutet in harten Zeit einen Ausgabestopp. Aber auch diese Unternehmen können benötigte Investitionen nicht endlos aufschieben, sondern müssen schließlich doch etwas tun, und dieses Stadium dürfte jetzt erreicht sein.

Wir spüren wieder eine steigende Nachfrage im Bereich ERP, weil man eben nicht mehr länger warten kann. Zudem zieht die Konjunktur wieder leicht an. Zur Zeit werden von den Unternehmen vor allem Erweiterungen im Bereich Business Intelligence dringend benötigt und auch angeschafft, diese Investitionen lohnen sich meist schon nach kurzer Zeit.

Und so soll es ja letztendlich sein: ERP soll sich lohnen, soll Unternehmen schlagkräftiger machen. Gerade in harten Zeiten rechnet sich die ERP-Lösung, denn sie senkt die Kosten und steigert die Produktivität. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit.

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MONITOR-Autoren
Alexander Hackl

Alexander Hackl ist freier Journalist in Wien. Er ist Absolvent des Master- Programms „Qualitätsjournalismus“ an der Donau-Universität Krems und spezialisiert auf Technologiethemen. Seit drei Jahren ist er als Autor für den MONITOR und das Wirtschaftsmagazin FORMAT tätig. Das Hauptaugenmerk in seiner Arbeit liegt auf Informations- technologie im Kontext gesellschaftlich-wirtschaftlicher Zusammenhänge. ..mehr..

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