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Thema: Betriebswrt. Software/ERP

Kommentar Markus Haller AP GmbH.

ERP - Der Anfang vom Ende oder das Ende der Anfänge?

Wohin entwickeln sich Enterprise Resource Planning-Systeme?

Markus Haller

Noch vor wenigen Jahren galten klassische ERP-Systeme als das Nonplusultra im Unternehmensmanagement. Computergestützte Verbindung und Koordination verschiedenster innerbetrieblicher Prozesse ermöglichte eine gesteigerte Effizienz.

Spätestens als viele Unternehmen die Vorteile von Internet und e-Business entdeckten, gab es "Katerstimmung" unter den ERP-Anwendern. Fehlende Schnittstellen, unterschiedliche Konfigurationen und mangelnde Kompatibilität mit anderen Systemen sorgten für Enttäuschung. Die Weiterentwicklung von ERP und e-Business war in vielen Bereichen zwar gleichzeitig, nicht aber aufeinander abgestimmt vonstatten gegangen. Viele Lösungen erwiesen sich als "Notlösungen", die neue ERP-Funktionalitäten mehr schlecht als recht einbinden konnten.

Mittelständische Unternehmen stehen heute vor großen Herausforderungen. Die Anbindung von Kunden, Partnern und Zulieferern über das Internet wird zur zentralen Zukunftsfrage. Verkürzung von Auftragslaufzeiten und rasche Interaktion auch über große Entfernungen sind Minimalforderungen des globalisierten Wettbewerbs, dem sich auch KMU stellen müssen.

Voraussetzungen dafür sind:

  • die enge und unternehmensübergreifende Zusammenarbeit (Collaborative-Commerce),
  • die Integration von Geschäftsprozessen zwischen Abnehmern und Lieferanten über das Internet,
  • die Optimierung der Wertschöpfungskette (Supply Chain Management, SCM),
  • die langfristige Kundenbindung (Customer Relationship Management, CRM),
  • das Forcieren von Online-Marketing.

.NET und XML als Schlüssel-Technologien

Eine ERP-Lösung, die auf das mittelständische Kundensegment abgestimmt ist, muss dessen Bedürfnisse genau kennen. Die Microsoft.NET-Technologie und XML Web-Services eröffnen nun auch KMU effizienzsteigernde und unkompliziert implementierbare Lösungen, die früher nur Großunternehmen vorbehalten waren.

Die .NET-Basis bedeutet für den Mittelstand, der weltweit zu 90 % mit Microsoft-Produkten arbeitet, nicht nur kostengünstige Anpassung der eigenen ERP-Lösung, sondern auch leichte Bedienbarkeit dank einheitlicher Benutzeroberfläche.

Durch die Link-Technologie werden Informationen rasch und einfach transportabel, denn im Gegensatz zur herkömmlichen Windowstechnologie ist es nicht mehr nötig, große Datenmengen zu versenden. Nur mehr der Verweis wird weitergegeben, und jeder Benutzer kann von jedem Standort aus darauf zugreifen. Damit wurde ein wesentlicher Schritt in Richtung "Information at your fingertips" getan. ERP-Entwickler, die ihre Produkte bereits frühzeitig auf die moderne Web-Basis abgestimmt haben, sind nun technologisch jenen "großen" Anbietern um Jahre voraus, die erst jetzt beginnen, ihre Applikationen auf Microsoft.NET- und XML-Web Services-Basis zu portieren

Durch XML Web Services ermöglichen e(xtended)ERP- (auch XRP) Lösungen heute, Unternehmen, Partner, Zulieferer und Kunden unabhängig von Zeit, Ort und Anforderungen zu vernetzen - schneller, einfacher in der Anwendung, effizienter und vor allem zukunftssicher.

Wer erwägt, ein neues ERP-System anzuschaffen oder sein eigenes zu optimieren, sollte daher darauf achten, dass die Anwendung durchgängig webbasiert ist und auf der Microsoft.NET-Basis entwickelt wurde. Bei der rasanten Weiterentwicklung der Technologie vermeidet dies spätere, teure Überraschungen.

http://www.ap-gmbh.at

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MONITOR-Autoren
Mag. Christoph Weiss

Mag. Christoph Weiss, i2s consulting, Leiter Büro Österreich: Magister und Textil-Fachingenieur. Führungserfahrung als IT-Leiter im Bereich technischer Grosshandel. Mehrfach Linien- verantwortlicher für ERP-Einführungen. Lehrbeauftragter an der Fachhochschule Technikum Wien. Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft für Datenverarbeitung (ADV) ..mehr..

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