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Marktview

LCD-Trends 2003

Im Markt für LC-Displays deutet sich eine Verschiebung an: Entschieden bislang vor allem Argumente wie Ergonomiegewinn, Platz- und Energieersparnis und natürlich der Preis über den Kauf eines LCD, gewinnen heute Design, Arbeitskomfort und Zukunftssicherheit an Bedeutung.

Ulrich Zott

Natürlich werden die Einsteigermodelle weiter überwiegend über den Preis verkauft, beispielsweise Standard-15-Zoll-LCDs, die in großer Stückzahl über den Ladentisch gehen. Gerade in diesem Marktsegment sind die Preise in den letzten Jahren stark gefallen - sowohl bei den Markengeräten wie bei den sogenannten White-Brands. Der anfangs rasante Preisverfall der 15-Zoll-Geräte verlangsamt sich aber bereits und wird zum Stillstand kommen. Momentan steigen die 17-Zoll-LCDs im Käuferinteresse. Qualität und Ausstattung der LCDs werden wichtiger für die Kaufentscheidung - ein klarer Vorteil für namhafte Markenhersteller.

Was die Ausstattung betrifft, achten die Käufer beispielsweise besonders auf einen USB-Hub am Display. Der führte jahrelang eher ein Schattendasein. Mit der steigenden Zahl von Digitalkameras, PDAs, Mobiltelefonen und anderen Geräten mit USB-Anschluss wird er aber immer stärker nachgefragt. Bei A-Brands gehört der USB-Hub mittlerweile zur Standardausstattung. Zukunftssicherheit bedeutet, dass die Käufer verstärkt darauf achten, dass Ein- und Ausgänge am Gerät auch in einigen Jahren noch eingesetzt werden können. So fordern sie mindestens zwei Signaleingänge, wenn möglich 2 x DVI-I, die analoge und digitale Signale in einem Steckerstandard verarbeiten. Auch Video und S-Video Eingänge werden immer beliebter.

Weil der Monitor die am stärksten auffallende Komponente eines Computers ist, steigen auch die Design-Ansprüche. Allerdings nimmt der Marktanteil der Desktop-Computer ab und der Anteil tragbarer Geräte zu. Monitore auf dem Schreibtisch sollen wenig Platz wegnehmen, also flach sein, und eine attraktive Optik bieten.

Was die Panel-Technologie betrifft, lässt sich festhalten, dass alle drei Basistechnologien (IPS, MVA und TN) und deren "Nachbauten" (ACE, PVA) kontinuierlich weiterentwickelt werden. Zur Freude aller Computerspieler und DVD-Fans wird es in diesem Jahr die ersten LCDs mit nur noch 15 ms Response Time geben (das entspricht ca. 70 Bildern pro Sekunde). Die Farbräume der LCDs übertreffen mittlerweile sogar die von Röhrenmonitoren, so dass auch professionelle Grafiker und Layouter einen Grund mehr haben, ihre riesigen schweren Klötze von den Schreibtischen zu verbannen. Auch im High-End Bereich schlägt die Detailgenauigkeit eines LCDs die einer Röhre mittlerweile deutlich. Zum Vergleich: Ein CRT mit 21 oder 22-Zoll ermöglicht eine Auflösung von etwa 3 MegaPixel - ein 22-Zoll-LCD bis zu 9,1 MegaPixel physikalisch.

Noch ein Trend: Das Sterben der Plasma-Bildschirme hat begonnen. Schon heute drängen große LCDs so stark in typische Plasma-Anwendungssegmente, dass man kein Prophet sein muss um vorherzusagen, dass die Technologie sich nicht durchsetzen wird. Auch im TV-Segment werden sich die LCDs durchsetzen.

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MONITOR-Autoren
Lothar Lochmaier

Lothar Lochmaier studierte nach einer Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann Sozial-und Wirtschaftsgeschichte sowie Politikwissenschaft in München, Madrid und Berlin. Heute arbeitet er als freiberuflicher Fach- und Wirtschaftsjournalist für diverse Print- und Online-Medien. Seine Schwerpunkte sind die Bereiche Informationstechnologie, Energiefragen und Managementthemen. ..mehr..

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