Newsfeed abonnieren
Netz & Telekom

Viren 2002: "Hall of Fame"

Computerviren gab es auch im abgelaufenen Jahr genug: Panda Software hat eine "Hitliste" der Viren des Jahres 2002 zusammengestellt.

Der zäheste Virus Klez.I

Klez.l ist der Gewinner in dieser Kategorie. Von April bis Oktober 2002 führte er die monatlichen Viren-Top 10 von Panda Software souverän an. Dies hat er seiner 'Social Engineering'-Technik zu verdanken, die User anhand von vielversprechenden E-Mail-Texten zum Ausführen infizierter Dateien verleitet und nicht zuletzt aufgrund seiner Fähigkeit eine Sicherheitslücke im Microsoft Internet Explorer zu nutzen. So kann Klez.l sich ausführen, sobald die E-Mail im Vorschaufenster geöffnet wird

Der schädlichste Virus

Aus der Menge der Viren, die bestrebt sind soviel Schaden wie möglich anzurichten, war es nicht einfach den zerstörerischsten Virus in dieser Kategorie zu bestimmen. Die L-Variante von Opaserv, ein Wurm der sich via Internet verbreitet, hat das Rennen für sich entschieden. Er besitzt die Fähigkeit das CMOS und die Inhalte der Festplatte zu löschen.

Der gewissenloseste Virus

Zum geschmacklosesten Virus hat Panda Software den Virus Prestige gekrönt. Hierbei handelt es sich um einen Wurm, der die Umweltkatastrophe in Spanien nutzt, um den User auszutricksen.

Der technologisch ausgereifteste Virus

Zwar wurden in diesem Jahr in dieser Kategorie keine Ungewöhnlichkeiten entdeckt, aber eine Auszeichnung für technischen Erfindungsgeist hat Panda Software dem Virus Bugbear zugesprochen. Dieser Übeltäter nutzt dieselbe Sicherheitslücke wie Klez.I um sich auszuführen und verschiedene Anwendungen zu blockieren, einschließlich Antiviren-Software und Personal Firewalls. Des weiteren öffnet er Port 36794 auf verseuchten Computern, damit eine Hintertür für Hacker bereitsteht.

Der einfallsloseste Virus

Das Thema Sex war in diesem Jahr nicht so häufig anzutreffen. Der eher plumpe Fotodesn, der mit einem Bild eines männlichen Organs in Erscheinung tritt, hat diese Kategorie für sich entscheiden können.

Der älteste Virus

Nimda, der erstmals im September 2001 auftrat, bekam keine Konkurrenz und wurde seither regelmäßig jeden Monat gemeldet. Die Beharrlichkeit dieses Wurms beruht auf seiner Fähigkeit zwei Sicherheitslücken zu nutzen - eine des Internet Explorers und eine im Microsoft Internet Information Server (IIS).

Die gefährlichsten Viren 2002

Anhand des hauseigenen Produkts Panda ActiveScan, einem kostenlosen Online-Scanner, hat Panda Software die Liste der gefährlichsten Viren 2002 ermittelt. Der Spitzenreiter ist Klez.l. Er ist für fast 19 Prozent aller Infektionen verantwortlich. Auf Platz zwei hat sich Bugbear eingefunden, obwohl er nicht einmal die 5 Prozent-Marke überschreitet. Elkern.C hielt mit 3,7 Prozent die User auf Trab und ist dicht gefolgt von Nimda, der immerhin 3,22 Prozent der Infektionen ausmacht. Die Ränge fünf bis 10 teilen sich unter anderem alte Bekannte wie Sircam und Magistr.B - auch eine Klez- und Bugbear-Variante befindet sich darunter. Sie erreichen jedoch eine Häufigkeit von lediglich unter 3 Prozent.

http://www.panda-software.de

weitersagen: drucken
Termine

18. Juni - 22. Juni

In ganz Österreich

SAP Mittelstandstage

Print-Archiv
Folgen Sie uns
Leser empfehlen
MONITOR-Newsletter

Abonnieren Sie unseren Newsletter!

E-Mail:
Die von Ihnen angegebene E-Mail Adresse wird von MONITOR Online weder an Dritte weitergegeben noch zu anderen Zwecken verwendet.
MONITOR-Autoren
Lothar Lochmaier

Lothar Lochmaier studierte nach einer Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann Sozial-und Wirtschaftsgeschichte sowie Politikwissenschaft in München, Madrid und Berlin. Heute arbeitet er als freiberuflicher Fach- und Wirtschaftsjournalist für diverse Print- und Online-Medien. Seine Schwerpunkte sind die Bereiche Informationstechnologie, Energiefragen und Managementthemen. ..mehr..

Die neuesten Artikel:

© Copyright 1983-2012 by MONITOR / Bohmann Druck und Verlag Gesellschaft m.b.H. & Co. KG (www.bohmann.at)

Add to Google  | Abo | Themenvorschau | Mediadaten | Inserate buchen | Kontakt | Impressum