Clustering und Hochverfügbarkeit sind zentrale Techniken der unternehmensweiten Datenverarbeitung. Der Vormarsch von Linux in die Rechenzentren macht leistungsfähige Clusterlösungen auch für dieses Betriebssystem unverzichtbar.
Daher bietet Fujitsu Siemens Computers jetzt seine - auf Solaris/SPARC-basierten Primepower-Server - Clusterlösung auch auf seinen für Linux zertifizierten Primergy-Servern an. Die neue PrimeCluster 4-Version steht speziell für SuSE Linux Enterprise Server 7 und Red Hat Linux Advanced Server 2.1 bereit.
Die PrimeCluster-Produktsuite bietet eine Vielzahl unterschiedlicher Dienste wie ein Cluster-Fail-Over-Management, Unterstützung paralleler Datenbanken und dynamisches Load-Balancing. Sie verfügt außerdem über ein clusterweites Datenmanagement, welches den skalierbaren Zugriff auf gemeinsame Daten von mehreren Knoten aus erlaubt - ein wesentlicher Punkt für Unternehmen, die ihre Produkte via Internet vertreiben. Damit eröffnet sich dem Anwender gerade im Bereich der hochverfügbaren Applikations-Server und skalierbaren Web-Frontends die Welt der Standard Intel Hardware-Architekturen mit Linux.
Einsatz im Internet, eBusiness und Mobile Computing
PrimeCluster in Kombination mit den Primergy-Rack- und Blade-Servern bildet eine Plattform für IT-Szenarien wie Internet, eBusiness und Mobile Computing. Hier ist eine zuverlässige, einfach zu verwaltende und skalierbare Frontend-Infrastruktur ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg.
Die Integration und Administration einer Web-Infrastruktur kann eine sehr ressourcenintensive Aufgabe sein, die nur mit professionellen Lösungen bewältigt werden kann. Beispielsweise gerade im Bereich eCommerce, wo der Mitbewerber nur einen Mausklick entfernt ist, sind lange Antwortzeiten mit dem Ausfall des Web-Servers nahezu gleichzusetzen. Schneller Response ist hier ein Aspekt der Verfügbarkeit und damit ausschlaggebend für den Geschäftserfolg.
Vorteile der Blade-Technologie in Verbindung mit Clustering
Insbesondere die Primergy Blade-Server BX300 bieten, so der Hersteller, eine hohe Leistung auf kleinstem Raum - bis zu 300 Server und 600 Prozessoren können in einem Rack untergebracht werden. Das spart Platz und Energie. Integrierte Komponenten sorgen für geringere Infrastruktur- und Wartungskosten.
Auf Basis verschiedener ausgefeilter Verteilungs-Algorithmen gewährleistet die dynamische Lastverteilung einen optimalen Response bei TCP/IP-basierten Netzwerkzugriffen. Außerdem ist ein Höchstmaß an Verfügbarkeit sichergestellt, da zu jedem Zeitpunkt nur funktionsfähige Server mit funktionfähigen Netzwerkdiensten mit Anfragen versorgt werden.
Sollte eine solche Konfiguration an ihre Leistungsgrenzen stoßen, kann die Kapazität einfach und reibungslos durch die Einbeziehung zusätzlicher Knoten erweitert werden. So wird ein schneller und kalkulierbarer Return on Investment sichergestellt. Für alle Anwendungsszenarien, bei denen das Lastprofil der näheren Zukunft nicht verlässlich prognostiziert werden kann, bieten sich hier gute Einsatzmöglichkeiten. Denn die Konfiguration kann flexibel und kosteneffizient den sich schnell ändernden Geschäfts- oder Lastbedingungen angepasst werden - und das ohne Unterbrechung des Betriebs.
Das System lässt sich auch plattformübergreifend einsetzen. Auf diese Art kann die Verwendung von Solaris- oder Linux-basierten Servern in multi-tier Architekturen optimiert werden, da nur ein einziges Cluster betrieben werden muss. Die Nutzung verschiedener Plattformen bringt offenkundige Vorteile bei der Reduzierung der Total Cost of Ownership und der Maximierung der Verfügbarkeit heterogener Infrastrukturen.




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8/2011
7/2011


Alexandra Riegler arbeitet als freie Journalistin in den USA. Zu ihren Spezialgebieten zählen die Themen Technologie und Forschung. 