Leander Schmidt
Für die Beantwortung der Frage muss man sich die verschiedenen Arten der Übertragung und auch Codierung von Daten vergegenwärtigen. Zur Übertragung von Daten unterscheidet man zwischen Basisband- und Bandpasssignalen. Basisbandsignale werden überall dort eingesetzt, wo der volle Frequenzbereich praktisch ab 0 Hz zur Verfügung steht. (Telefonnetz / LAN-Netze)
Im LAN wird bei der Umsetzung der digitalen Daten in das analoge Leitungssignal, bei einer sehr einfachen Codierung, 1-Bit mit einem Impuls übertragen und ein 0-Bit mit keinem Impuls. Das daraus resultierende Leistungsspektrum ist ein breitbandiges Spektrum ab 0 Herz. Beim Handy und der hier verwendeten feldgebundenen Übertragung steht nur ein bestimmter Frequenzbereich zur Verfügung. Die Frequenz, die als Trägersignal für die Übertragung freigegeben ist. In der Praxis handelt es sich um ein Trägersignal, bei dem die Phase und/oder die Amplitude moduliert wird. Das entsprechende Leistungsdichtespektrum nutzt also nur einen bestimmten Frequenzbereich vorgegebener Bandbreite.
Mit dieser Kenntnis müsste die eingangs gestellte Frage mit NEIN beantwortet werden. Das Handy arbeitet in einem anderen Frequenzbereich, so dass ein Bitfehler am Empfänger des LAN-Netzes nicht entstehen kann. In der Praxis finden aber an nichtlinearen Bauteilen z.B. Transistoren und anderen Halbleiter-Baugruppen, Demodulationen statt, durch die Frequenzanteile entstehen, die die Übertragung stören können. Beobachtet werden kann diese Erscheinung, bei manchen Autoradios, wenn das Handy mit der Basisstation Kontakt aufnimmt. So ist es im Bereich der Datenverkabelungen auf jeden Fall ratsam, dort, wo Störungen durch Handyfunk zu erwarten sind, ganz besonders auf gut geschirmte Datenkabel zu achten.
Leander Schmidt ist Produktmanager
bei Highspeed Cabling,
E-Mail: l.schmidt@highspeed-cabling.at,
http://www.highspeed-cabling.at




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8/2011
7/2011


Mag. Carl-Markus Piswanger, MAS ist freier Journalist, Projektberater und hauptberuflich IT-Architekt. Er ist ausgebildeter Versicherungskaufmann, studierter Historiker und postgradualer E-Government-Experte. Er war beim ISP Netway, der Österreichischen Post und der Seibersdorf Research beschäftigt und seit 2004 als IT-Architekt im Bundesrechenzentrum. Der Wiener ist glücklich nicht verheiratet und hat einen Sohn. 