Rüdiger Maier
"Wir sind stolz darauf, bereits über 750.000 Teilnehmer für die paybox gewonnen zu haben. Nun läuft auch bereits der Aufbau unseres Systems in Asien und in den USA", ist paybox-Vorstandsvorsitzender Dipl.-Kfm. Norbert Burkhart sichtlich guter Dinge über den Erfolg des Systems.
Die paybox austria AG wurde im August 2000 als Tochtergesellschaft der deutschen paybox.net AG gegründet und startete im Februar 2001 mit ihrem Service in Österreich. Als Dienstleistungsunternehmen hat die paybox.net AG mit paybox das erste massenfähige System zur einfachen, benutzerfreundlichen und sicheren Zahlungsabwicklung per Mobiltelefon entwickelt und im Mai 2000 in Deutschland eingeführt. Ziel ist, paybox zum internationalen Industriestandard für mobiles Bezahlen zu machen.
Eintrittskarte ohne Warten
"Wir wollen als Cineplexx-Gruppe nicht nur quantitativ sondern auch qualitativ der Marktführer in Österreich sein", begründet Mag. Christof Papousek, Mitglied der Geschäftsleitung, das Engagement für die neue Zahlungslösung. Das neuartige Service funktioniert in allen neun Cineplexx Kinos in Österreich, zusätzlich in den Wiener Kinos Apollo und Artis International.
Voraussetzung für den Kunden ist lediglich die einmalige Anmeldung bei paybox. Auf der Homepage http://www.cineplexx.at, im Channel Kino, wird dann das Kinoticket ausgewählt. Nach erfolgreicher Online-Reservierung mit Platzwahl wird das Ticket mit paybox bezahlt. Die Zahlungsbestätigung erfolgt durch eine SMS, ein automatisches E-Mail mit Kauf- bzw. Ticketnummer dient zur Vorlage am Kassenschalter bzw. zur Eingabe in den Ticket-Automaten.
In den vier größten Cineplexx Kinos spart man sich nämlich sogar die Warteschlange an der Kasse - man kann die Abholnummer im Kino in einen Automaten eingeben und dieser druckt die Kinokarten aus. Nach der Einführungsphase, die, so Papousek, mit gewissen Änderungen und Adaptierungen verbunden sein werde, sei dann das flächendeckende Rollout in Österreich geplant.
Sicher bezahlen
"Ziel der Partnerschaft von Cineplexx und paybox ist es, insbesondere jungen Kinofans eine innovative Zahlungsalternative anzubieten", erläutert Burkhart. Cineplexx hätte nur eine Reservierungslösung gehabt, aber nach einer sicheren Zahlungslösung gesucht: "Wenn jemand eine Kinokarte reserviert, heißt das noch lange nicht, dass er sie dann auch wirklich kauft. 30-60% der reservierten Karten werden nämlich nicht abgeholt", so Burkhart über die Erfahrungen. Mit diesem Hintergrund und der gemeinsamen jungen Zielgruppe habe man sich schnell gefunden. Umfragen hätten nämlich gezeigt, dass inbesondere junge Menschen mit paybox bezahlen möchten. Wichtig dabei sei auch eine wechselseitige Marketingunterstützung, um die neuen Möglichkeiten bekannt zu machen. So wird etwa in den Kinos für die paybox-Zahlungslösung geworben. "Wir streben mit unseren Kunden immer auch eine wechselseitige Marketing-Partnerschaft an und das funktioniert sehr gut", so Burkhart. Um möglichst viele junge Menschen anzusprechen, gibt es zum Start ein besonderes Zuckerl: Jeder, der sich über www.cineplexx.at als payboxer registriert, bekommt von paybox ein Kinoticket im Wert von 6 Euro gratis dazu.
Man sei weiterhin mit allen Online-Anbietern im Gespräch und strebe für heuer eine Zahl von 100.000 heimischen paybox-Nutzern an, so Burkhart. Weiters werde an einer stimmbasierenden Lösung, sowie an Lösungen per SMS und WAP gearbeitet
Constantin Film Unternehmensgruppe: Zahlen und Technik
Mit einem Gesamtumsatz von 65 Millionen Euro (900 Millionen Schilling) und sieben Millionen Kinobesuchern im Jahr 2001 ist die Constantin Film Unternehmensgruppe mit den traditionellen Constantin- und Cineplexx-Kinos Österreichs Marktführer.
Cineplexx betreibt zwei Webserver (MS IIS-Technologie, MS SQL 2000) bei der APA (Serverhousing). Der Contentaufbau wird durch ein eigenes Content Management System (CMS) gewährleistet, hinter dem die hauseigene Content-Datenbank steht. Durch die hohen Design-Anforderungen an das CMS kam nur eine Eigenentwicklung in Frage.
Alle Kino-Center sind durch 128 kb Standleitungen zur APA verbunden, in die andere Richtung führt eine 2mb Leitung in die Constantin-Zentrale. Dort wird in einer SQL-Datenbank das Kinoprogramm erstellt und jeweils eine gesamte Spielwoche an die jeweiligen Center übermittelt.
Schon heute verzeichnen
die Cineplexx Kinos rund 40 Prozent aller Ticketreservierungen über das Internet.




1/2012
8/2011
7/2011


Mag. Dominik Troger gehört seit 1992 zum MONITOR-Team. Er begann als News-Redakteur und betreute viele Jahre die MONITOR Weiterbildungsbeilage "Job Training". Seit dem Jahre 2000 war er als Chef vom Dienst tätig, mit Dezember 2009 übernahm er die Chefredaktion. 