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E-World

E-Business: Das wahre Internet-Potential

Wie Unternehmen Nutzen aus dem e-business ziehen können

Die Tage der Verschwendung gehören der Vergangenheit an. Auch in das Internet hat die harte Realität Einzug erhalten. Angesichts der sterbenden Dot-Com-Unternehmen und einer sich verlangsamenden Wirtschaft wird darüber diskutiert, ob Unternehmen weiterhin Investitionen in das Internet tätigen sollen - und falls ja, welche Internet-Strategien wahrscheinlich einen soliden Return on Investment (ROI) einbringen werden.

Tatjana Oppitz

Der Goldrausch ist zwar vorbei und die Budgets werden knapper. Doch die gute Nachricht lautet: Clevere Unternehmen und Manager finden gerade jetzt innovative Wege, das Internet nutzbar zu machen, um ihre Betriebskosten erheblich zu reduzieren und gleichzeitig ihre gesamte Geschäftsleistung zu erhöhen. Diese Unternehmen sind über das Experimentierstadium hinaus, und das Internet hat sich für sie - den ROI betreffend - zu einem wahren Glücksfall entwickelt. Was haben sie anders gemacht?

JD Williams gehört zu diesen Unternehmen. Der größte und profitabelste Direktkatalog-Betreiber für Endverbraucher in Großbritannien stellte sein gesamtes Geschäft online. Das Unternehmen beseitigte damit auf einen Schlag bestehende zeitliche und geografische Beschränkungen und konnte seinen Kunden einen besseren Bestellservice bieten. Das Geschäftsergebnis: JD Williams versechsfachte seinen Umsatz. Innerhalb der ersten drei Wochen des Online-Betriebs erzielte das Unternehmen mehr Umsatz als in den vorausgegangenen sechs Monaten, als nur teilweise über das Internet gehandelt worden war. Acht Prozent der Vertriebskontakte mit potentiellen Kunden führten zu Geschäftsabschlüsse, viermal mehr als der Industriedurchschnitt. Im Vergleich zu Bestellungen über traditionelle Home-Shopping-Kanäle ist der durchschnittliche Auftragswert bei JD Williams über 40 Prozent höher.

Laut einer aktuellen Umfrage von IBM fühlen sich mehr als 80 Prozent der 33.000 befragten Unternehmen weltweit dazu verpflichtet, das Internet zu nutzen, um sich so die Chancen aus dem e-business zu erschließen. Die meisten Unternehmen befinden sich allerdings immer noch in den e-business Anfangsstadien. Sie nutzen das Internet, um ihre Reichweite in neue Märkte auszudehnen, um Online-Zugang bereitzustellen, um Informationen zu liefern und grundlegende Online-Transaktionen zu tätigen. Doch mit zunehmender Marktreife und wachsender Integration von internen Geschäftsprozessen über das Internet sind Unternehmen dazu gezwungen, Mitarbeiter, Geschäftspartner und Lieferanten umfassend miteinander zu verbinden, um Kundenbeziehungen zu stärken und Kosten zu reduzieren.

Laut der Umfrage von IBM befinden sich bislang weniger als 5 Prozent der Unternehmen im Stadium der externen e-business Integration. Das Haupthindernis besteht darin, Arbeitsprozesse wie das Beschaffungswesen oder die Lieferanten- und Kundenbeziehungen über ungleiche Computing-Plattformen, Anwendungen und Betriebssysteme zu integrieren.

Erfolgsentscheidend für die Integration ist die sogenannte Middleware-Software und die Annahme von offenen Computing-Standards wie Java, XML und Linux, die die proprietären Standards ablösen und eine einfache und flexible Verbindung von Geschäften ermöglichen.

Zukünftig wird der Schlüssel zum Erfolg darin liegen

  • Kosten innerhalb der Wertschöpfungskette durch den Ausschluss von Vermittlern zu reduzieren und Routine-Auftragsanfragen vom Call Center ins Extranet zu verlagern
  • die Fähigkeit zu verbessern, Kunden zu akquirieren und zu binden sowie das Internet für Geschäftspartner und Kunden mit individuelle Informationen in Echtzeit attraktiver zu gestalten, um so die Loyalität zu erhöhen
  • die Marktgeschwindigkeit durch eine bessere unternehmensweite Zusammenarbeit zu steigern
  • Lösungen zu finden, wie die Außendienstmitarbeiter besser vom mobilen Zugang zur Kundendatenbank profitieren können
  • Offenheit in die bestehenden IT-Infrastruktur zu bringen, so dass alle Systeme, Applikationen und Plattformen einfach und flexibel zusammenarbeiten können.

Sobald die Unternehmensentscheider einmal verstanden haben, dass der maximale ROI eine offene e-business Infrastruktur erfordert, werden sie ihr Unternehmen als ein Set von integrierten Prozessen sehen. Die IT übernimmt dabei die Aufgabe, die Operationen von der Kundenanfrage über interne und externe Wertschöpfungsprozesse bis zur Auftragserfüllung zu verbinden. Daraus erwachsen messbare finanzielle Vorteile.

Doch diese Umstellung wird nicht einfach sein. Wir befinden uns immer noch in der Anfangsphase, die IT-Infrastruktur der Zukunft aufzubauen. Die Grundlage des Erfolg wird die Weiterentwicklung der IT sein, angefangen vom Person-to-Person-Processing über Person-to-Machine-Processing bis hin zum dynamischem Machine-to-Machine-Processing. Unternehmen, die dafür gewinnbringende Wege finden, werden die Gewinner sein und Kapital aus dem wahren Potential des Internets schlagen.


IBM Software Symposium 2002 in Wien

IBM präsentiert WebSphere, DB2, Lotus und Tivoli im Juni 2002 gemeinsam

Vom 10. bis 14. Juni 2002 findet in Wien das erste Software Symposium statt, bei der IBM die vier Software Brands WebSphere, DB2, Lotus und Tivoli gemeinsam vorstellt. Kunden, Partner und Entwickler können sich fünf Tage lang an einem Ort einen detaillierten Überblick über die neuesten technologischen Entwicklungen des kompletten IBM Software Portfolios verschaffen. Die Veranstaltung vereint die vier Konferenzreihen der Vorjahre "Planet Tivoli", "DB2 Technical Conference", "Lotusphere Europe" und "WebSphere".

3500 Teilnehmern erhalten einen fundierten Einblick in gegenwärtige und künftige Software Technologien wie Web Services, Linux, E-Learning, Knowledge Management, IT-Sicherheit und Mobiles Internet. Dabei können die anwesenden Kunden, Partner und Entwickler kostenlose IBM Software Zertifizierungen erhalten. Das umfangreiche Programm zum IBM Software Produktportfolio bietet unter anderem Exklusiv-Schulungen mit Software-Experten, Einführungen in Technologie-Neuheiten sowie Live-Demonstrationen. Steve Mills, World Wide Senior Vice President und Group Executive, IBM Software Group wird das Symposium eröffnen.

Nach der aktuellen Studie "Why Firms Buy Technologie" von Forrester Research, Inc. (www.forrester.com/reprint14072/ Dezember 2001) ist IBM Software Marktführer bei der Kundenzufriedenheit. Gerade wenn es um Zuverlässigkeit, Kompatibilität und Support geht, bezeichnen sich 39 Prozent der in der Studie befragten IBM Kunden als sehr zufrieden mit der Software und dem dazugehörigen Service. Auf dem Symposium wird unter anderem gezeigt, wie umfassender Produkt-Support gerade mit Hilfe von Software-Entwicklern und ISVs (Independent Software Vendors) möglich ist.

"Heutzutage wird es immer wichtiger, dass sich Software Investitionen schnell rechnen. Bei dem diesjährigen IBM Software Symposium präsentieren wir unser ganzes Spektrum an Technologien," sagt Andreas Tuerk, Marketing Direktor, IBM Software Group Europe. "Wir zeigen damit, wie unsere Kunden zu schnellem Return On Investment gelangen können, indem sie die laufenden Kosten reduzieren und ihre gesamte Business Performance steigern. Integration und offene Standards stehen bei unserem Portfolio im Mittelpunkt."

Die Teilnahmegebühr am IBM Software Symposium 2002 beträgt 2.220,- EUR (inklusive Mehrwertsteuer). Informationsbroschüren zur Konferenz können per E-Mail angefordert werden unter conferences@be.ibm.com oder online unter www.ibm.com/services/learning/conf/confint.html. Zusätzliche Informationen sind unter www.ibm.com/events/software/symposium2002 erhältlich.

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MONITOR-Autoren
Christian Henner-Fehr

Christian Henner-Fehr schreibt als freier Autor für den MONITOR und arbeitet als Trainer und Berater in den Bereichen Projektmanagement und Kommunikation. Sein Interesse gilt dem Web 2.0 und den Einsatzmöglichkeiten von Social Media in Organisationen und Unternehmen. ..mehr..

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