Das Kommunikationsunternehmen ONE startete im Oktober 1998 als Mobilfunkanbieter mit österreichweiter GSM 1800-Qualität. Zu Jahresende 2001 zählte das Unternehmen rund 1.600 Mitarbeiter und über 1,6 Millionen Kunden (1,35 Mio. Mobilfunk, 140.000 Festnetz und 139.000 Internet). Der Umsatz 2000 betrug ATS 5,8 Mrd. (421,50 Mio. EUR), 2001 werden rund 566,85 Mio. EUR erwartet.
Folgewirkung der stark ansteigenden Kundenzahlen ist ein drastisch wachsendes Datenvolumen. Derzeit sind es 32 Terabyte, die regelmäßig und in immer enger werdenden Zeitfenstern gesichert werden müssen. Hier handelt es sich unter anderem um geschäftskritische Daten, wie Kundeninformationen, Gesprächsdauer, Tarife oder die Zuordnung der Gesprächsdaten zum Rechnungsempfänger.
Die von ONE eingesetzte IT-Infrastruktur war immer wieder vor die Belastungsprobe gestellt, das rapide Datenwachstum zu managen und gleichzeitig Serverkapazitäten für die Aufbereitung der Rechnungsdaten und die Datensicherung bereit zu stellen. In Folge mussten immer mehr Serverressourcen angeschafft werden, um Datenverfügbarkeit und -sicherung innerhalb 24 Stunden ohne Verzögerung oder Verluste zu bewerkstelligen.
In dieser Situation entschied sich ONE für ein LAN- und Serverloses Backup mit der Software Celestra von Legato, die in diesem Projekt erstmals europaweit zum Einsatz kam. Die Realisierung übernahm der Systemintegrator IQproducts gemeinsam mit den Beratern von Legato Consulting Services.
Backupzeiten um rund 50 Prozent kürzer
Die von IQproducts implementierte Hostless Backup-Lösung reduziert jetzt die Backup-Zeiten um rund 50 Prozent - von einem Full Backup von 18 Stunden auf etwa 6 bis 7 Stunden, was zur wesentlichen Verbesserung der Recovery-Zeiten der Billing/SAP-Daten beiträgt. Die Rechnerleistung steht somit zu 100 Prozent für die Datenbearbeitung zur Verfügung.
Dazu Robert Ruisz, Manager Technischer Support von ONE: "Die von IQproducts realisierte Lösung erfüllt unsere Erwartung voll: Unsere Anwendungsserver können nun zu jeder Phase des Prozesses auf Höchstleistung arbeiten."
IQproducts implementierte ein Storage Area Network (SAN) auf Basis von Brocade Switches. Die SAN-Architektur umfasst vier EMC Connectrix, vier Brocade Fibre Channel Switches, acht Hewlett-Packard FCAL-Hubs sowie drei StorageTek 3200 FC-SCSI Bridges. Im Datenzentrum der Zentrale von ONE kommen zwei Storage Server von NetworkAppliance und fünf EMC Symmetrix zum Einsatz. Die Bandspeicherkapazitäten wurden durch die Integration von 10 Full Fibre Channel Laufwerken (STK9840) in einer zweiten STK9740 Library ausgebaut.
"Das Konzept ist für ONE optimal. Mit dem Einsatz der Legato-Software Celestra werden die Serverressourcen während der Datensicherung komplett entlastet. Das bedeutet effizientes Datenmanagement und um die Hälfte weniger Backup-Zeiten. Die hoch skalierbare Lösung kann darüber hinaus einfach auf die zukünftigen Anforderungen eines jungen, dynamischen Unternehmens angepasst werden", so IQproducts Geschäftsführer Ulrich Franke.
Legato Software Celestra
ist die jüngste Entwicklung aus der Legato Produktfamilie. Sie ist jetzt auch
für das Standardbetriebssystem Windows NT, Windows2000 sowie für HP UX und Solaris
verfügbar. Sie ermöglicht Server-lose und LAN-freie Backup- und Restore-Operationen.
Das gewohnte Backup-Zeitfenster wird so überflüssig, der Zeitaufwand für Datensicherung
und -wiederherstellung reduziert sich erheblich.
http://www.one.at
http://www.iqproducts.de
http://www.legato.com




7/2011
6/2011
5/2011


Mag. Carl-Markus Piswanger, MAS ist freier Journalist, Projektberater und hauptberuflich IT-Architekt. Er ist ausgebildeter Versicherungskaufmann, studierter Historiker und postgradualer E-Government-Experte. Er war beim ISP Netway, der Österreichischen Post und der Seibersdorf Research beschäftigt und seit 2004 als IT-Architekt im Bundesrechenzentrum. Der Wiener ist glücklich nicht verheiratet und hat einen Sohn. 