Rund 4000 Mitarbeiter weltweit, 200 Vertretungen auf allen Kontinenten, ein jährlicher Umsatz von mehr als 600 Millionen US-Dollar - das ist die Sterling Fluid Systems Gruppe, ein Unternehmen der Thyssen Bornemisza-Gruppe (TBG). Sterling Fluid Systems entwickelt, konstruiert und fertigt Pumpen, Ventile, Vakuumtechnik und Wasseraufbereitungsanlagen und liefert in die ganze Welt. Ihre Österreich-Niederlassung in Wien 10 ist für Service und Vertrieb für Österreich und Süd-Osteuropa zuständig.
Ausschließlich Industrie und Wirtschaft zählen zu den Kunden der Wiener Niederlassung. Große Projekte, oft mit Milliardenwert, sind von exakter und zeitgerechter Belieferung mit Sterling-Produkten abhängig. Von der Auftragserteilung bis zur Auslieferung muss daher jeder Arbeitsvorgang effizient, reibungslos und fehlerfrei laufen.
Auf der Suche nach dem idealen PPS/ERP-System
Nachdem das Auftragsvolumen ständig wuchs, suchte man nach einer Software-Lösung, die die Material- bzw- Lagerwirtschaft, sowie Einkauf und Vertrieb wirkungsvoll unterstützt.
Etwa Mitte 2000 kam es zum ersten, eigentlich zufälligen Kontakt mit der AP GmbH. in St.Florian bei Linz.
"Ziemlich rasch hat uns das Produkt P2 mit seinen PPS/ERP-Modulen überzeugt," schildert der Managing Director von Sterling Fluid Systems Wien, Ing. Heinz Kloiber. "Die wesentlichsten Pluspunkte waren vor allem die einfache Bedienbarkeit, der faire Preis und der große Anwendernutzen."
P2 wurde also aus den angebotenen Software-Lösungen ausgewählt, und man begann mit seiner Implementierung.
Zu beachten war dabei, dass der Mutterkonzern beabsichtigte, möglicherweise die EDV einmal auf SAP umzustellen. Daher wurde schon vorsorglich eine Schnittstelle dafür geschaffen. Weiters erfolgte ein Umbau der Serverumgebung. Ein Domainserver, ein File-Server und ein Datenbankserver mit P2- und einer Windows 32-bit-Applikation wurden eingerichtet. Dazu kam noch ein externer Terminalserver, auf den sich Außendienstmitarbeiter über eine ISDN-Datenleitung einwählen können. Durch die 1:1-Abbildung der Datenbestände kann der Außendienstmitarbeiter so arbeiten, als wäre er vor Ort, was große Zeit- und Aufwandsersparnis zur Folge hat. Für die Arbeitsplätze im Unternehmen selbst gibt es einen Windows-2000-Server, die Clients laufen unter Office 97-WinNT, die Notebooks unter Win2000.
"Chaotisches Lager" bringt Ordnung und Effizienz
Es erfolgte bald die Installation der P2-Module, die exakt an die Bedürfnisse der Sterling Fluid Systems angepasst wurden.
"Ein ‚dynamisches (‚chaotisches') Lager' wurde angelegt. Durch diese spezielle Form der Lagerbewirtschaftung werden sämtliche Vorgänge im Warenein- und -ausgang automatisiert und beschleunigt. Zudem wurde durch eine spezifische Adaptierung eine besonders ausgeklügelte Preisfindungsmatrix definiert, die praktisch eigenständig die jeweiligen individuellen Vertrags-, Bestell- und Lieferkonditionen der einzelnen Kunden bei der Abwicklung jeden Vorganges berücksichtigt", erklärt Markus Haller, Geschäftsführer der AP GesmbH in St. Florian bei Linz die unternehmensspezifischen Anpassungen, die an P2 vorgenommen wurden. "Die Flexibilität und Unkompliziertheit dieser Lösung ist sicher einer ihrer größten Vorteile."
Nachdem die Benutzerberechtigungen vergeben waren, konnte nur wenige Wochen nach der ersten Kontaktaufnahme zur AP GmbH. bereits mit der neuen Software gearbeitet werden. Im November 2000 hatte P2 bei Sterling Fluid Systems seine erste große Bewährungsprobe zu bestehen: Die Euro-Umstellung musste vollzogen werden.
Ein Programm "wie ein guter Bekannter"
"Obwohl es ein großes Vorhaben war, verlief alles ohne größere Schwierigkeiten, völlig reibungslos," schildert Monika Skasik, Marketingbeauftragte bei Sterling in Wien, ihre ersten P2-Erfahrungen.
Die gesamte Systemumstellung im Unternehmen erfolgte über ein Wochenende. "Die Mitarbeiter kamen am Montag in ihre Büros und konnten sofort mit der neuen Lösung arbeiten. Dank der Windows-ähnlichen Benutzeroberfläche fiel das so leicht, als wäre das Programm immer schon dagewesen," freut sie sich über die problemlose Einführung. Vertrieb, Einkauf, Lager- und Materialwirtschaft werden nun mit Hilfe von P2 verwaltet.
Einen der größten Vorteil sehen die Benutzer darin, dass durch die hervorragenden Suchwerkzeuge der Arbeitsaufwand bei einer Auftragsbearbeitung wesentlich verringert wird.
"Es ist dabei ziemlich egal, ob man nach Stammdaten, nach Personennamen oder nach Artikelnummern sucht, jeder autorisierte User findet ganz leicht alle Informationen, die er braucht. Vom ersten Schritt eines Auftrages bis zum Schluss ist an Unterlagen alles ‚virtuell gebündelt', was man benötigt. Das bringt enorme Zeit- und Aufwandsersparnis", so Monika Skasik, die nach eigenen Aussagen rasch ein "überzeugter P2-Fan" geworden ist. "Dieses Programm hat mich wirklich noch nie im Stich gelassen. Auch eine Übersiedlung hat es schon völlig problemlos überstanden."
Schon im Standard "top"
Managing Director Ing. Kloiber sieht noch weiter Vorteile von P2. "Es passt sehr gut zur Größe unseres Unternehmens, weil es sich flexibel adaptieren lässt. Schon in der Standardversion deckt es unsere Anforderungen sehr gut ab. Die Vielzahl der Analysemöglichkeiten kann man zur Geschäftsentwicklung nützen, das schlägt sich auch im Geschäftserfolg positiv nieder."
Wenn also bei der nächsten Flüssiggasanlage in Griechenland, bei Feuerlöschfahrzeugen in Ungarn oder beim Bremspedaltester in der österreichischen Autowerkstatt die dort eingesetzten (Sterling-) Pumpen scheinbar noch ein wenig schneller und leistungsstärker arbeiten als ohnehin gewohnt, dann mag dies vielleicht zu einem Teil auch auf die Effizienzsteigerung durch P2 zurückzuführen sein...




7/2011
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Dr. Eric Scherer ist Geschäftsführer des anbieterunabhängigen Beratungs- und Marktforschungsunternehmens i2s. Er gilt als einer der führenden ERP-Experten und ist Initiator der ERP-Zufriedenheitsstudie. 