Ilse u. Rudolf Wolf
War es bis Mitte der 90er-Jahre für Private und Firmen nur mit erheblichem Kostenaufwand möglich, ins Internet zu gelangen, so ist dies mittlerweile kein Problem mehr, denn weltweit gibt es so genannte ISP (Internet Access Provider), die jedermann den Zugang zum Internet ermöglichen.
Die Internet Service Provider
Die ISPs verfügen über die notwendigen Hard- und Softwarevoraussetzungen ihren Kunden Internet-Dienstleistungsangebote verschiedener Art anbieten zu können. Verstärkt qualifizieren sich ISP, deren Kompetenz weit über die Bereitstellung simplen Netzzugangs hinausgeht. Insbesondere im gesicherten Outsourcing-Bereich gewinnt das Dienstleistungsangebot hochwertigen WWW-Inhaltes (Quality Content) Bedeutung für den professionellen Einsatz der Internet Technologie.
In ihren Zugangs- bzw. Einwählpunkten (Points-of-Presence, abgekürzt: POP) unterhalten die ISP eigene Server, mit deren Hilfe die Dienste abgewickelt werden können. Honorieren lassen sich die ISP zum einen eine monatliche Grundgebühr sowie die Verbindungskosten für den Gebrauch des eigenen Leitungsnetzes bzw. für die Schaffung der Zugangsmöglichkeit zu anderen Netzen. Hinzu kommen Telefongebühren, weil der Zugriff auf den Einwählpunkt des ISP (noch) vorwiegend über die normale Telefonleitung unter Verwendung eines Modems oder ISDN-Gerätes und spezieller Internet-Software erfolgt.
Derzeit existieren bei den ISPs eine Reihe unterschiedlicher Tarifsysteme, die jedoch im Zeichen sich intensivierenden Wettbewerbs zunehmend unter Druck geraten. Ein Vergleich lohnt sich hier sicherlich, da die unterschiedlichsten Konditionen, Pakete und Verrechnungskonzepte angeboten werden. Da der Markt boomt und immer noch neue Anbieter in den Wettbewerb treten, ist es kaum mehr möglich, einen vollständigen Überblick zu geben.
Die Provider-Hierarchie
Die Zugänge zum Internet sind hierarchisch gegliedert, man kann sich das wie eine Pyramide vorstellen. An der Basis sitzen die Anwender, die über Wählleitungen und Modems eine Verbindung zu ihrem ISP herstellen. Dieser ist über eine Standleitung mit einem NISP (National ISP) verbunden, der wiederum selbst an einen BSP (Backbone-Provider) angeschlossen ist. Diese Backbones werden heute mit Bandbreiten in der Größenordnung 34 Mbit/s bis 2,5 Gbit/s betrieben. Ein ISP kann aber sehr wohl auch direkt mit einem BSP verbunden sein, desgleichen kann ein NISP auch direkt Wählleitungszugänge zur Verfügung stellen.
Die BSPs unterhalten in der Regel globale Netze und stellen die internationalen und interkontinentalen Leitungen zur Verfügung, vermieten Rechen- und Übertragungszeit an National ISPs und seltener auch direkt an ISPs. Die Backbone-Provider haben quasi die Rolle des Großhandels inne, und nur wenige, große Endkunden werden direkt dort kaufen wollen. Meist ist der ISP jedoch ein Wiederverkäufer von Bandbreite, der aber dann eine Vielzahl von Zugangsmöglichkeiten und ein dichtes Netz an Knotenpunkten vorweisen kann. Andererseits können BSPs natürlich auch selbst als Service Provider auftreten.
ISPs sind auch untereinander verbunden, man nennt dies "Peering". Das Peering geschieht auf freiwilliger Basis zwischen zwei Providern der gleichen Ebene. In Österreich funktioniert das über den VIX (Vienna Internet eXchange), der vom Zentralen Informatikdienst der Uni Wien betrieben wird, um internationalen Datenverkehr zwischen den österreichischen Internet-Teilnehmern, die an verschiedene internationale Backbones angeschlossen sind, zu vermeiden. Jeder ISP kann gegen Kostenbeteiligung an den Infrastrukturkosten einen Router an das VIX-LAN (switched Ethernet) anschließen und mit anderen dort vertretenen ISPs Peering-Vereinbarungen treffen und Datenverkehr austauschen. Information: http://www.vix.at/.
Etablierte Zugangstechnologien
Die Zugangstechnologie an das Internet ist stark abhängig von den Bandbreiten, die für die Anbindung benötigt werden. Für alle Zugangstechnologien gilt jedoch, dass sie gewisse Qualitätskriterien erfüllen müssen.
Es gibt diverse Zugangstechnologien, die alle ihre Vorteile und Nachteile haben. Dazu ein kurzer Überblick:
Die Einwahl per Telefonnetz ist immer noch die klassische, billige, überall verfügbare, aber langsame Methode der Anbindung mittels Modem (bis zu 56 kB/s) oder die ISDN-Direktverbindung.
Dauerhafte bestehende Verbindungen (Standleitungen) sind in fast beliebigen Datenraten zu haben. Seit die Telekom Austria Konkurrenz von anderen Carriern bekommen hat, sind hier hochbandbreitige Leitungen relativ günstig zu haben.
Die Standleitungsanbindung wird von Unternehmen gewählt, die über eigene EDV-Infrastruktur verfügen und alle Server aus internen Gründen im eigenen Hause von hausinternem Personal betreiben wollen.
ADSL (Asymmetric Digital Subscriber Line): Hierbei handelt es sich um eine Technologie, die es erlaubt, über die Kupferleitungen eines Telefonanschlusses Daten mit mehrfacher Geschwindigkeit (bis zu 512 kB/s) zu übertragen, als dies mit einem analogem Modem oder ISDN möglich ist. ADSL basiert auf der Trennung des nutzbaren Frequenzspektrums in drei Kanäle: Ein Kanal steht wie bisher den Telefondiensten zur Verfügung (POTS-Kanal; POTS = Plain Old Telephone Service), ein zweiter wird für die Verbindung vom Anwender zum Provider verwendet (Upstream-Kanal) und der dritte (Downstream-Kanal) dient der Datenübertragung vom Anbieter zurück zum Anwender. ADSL-Modems sorgen in den Vermittlungsstellen dafür, dass der POTS-Kanal durch Filter (Splitter) von den beiden anderen Bereichen strikt getrennt wird. Erst diese Trennung ermöglicht eine gleichzeitige Nutzung für Sprach- und Datenübertragung.
Nachdem nahezu in ganz Österreich breitbandige ADSL-Anschlüsse verfügbar sind, ist es mit Hilfe modernster Streamingtechnologie möglich geworden, auch multimediale Inhalte in den gängigsten Formaten anzubieten. Unter Streaming versteht man Audio- und Videodaten, die als komprimierter Datenstrom über das Internet gesendet und unmittelbar vom User abgespielt werden können. Doch ein schneller Zugang allein macht nicht glücklich. Ohne passende Inhalte lassen sich teure Breitbandanbindungen nicht verkaufen.
VDSL (Very high bitrate Digital Subscriber Line) ist ein noch schnelleres Übertragungsverfahren als ADSL. Man bezeichnet VDSL auch als die 3. Generation der digitalen Teilnehmeranschlussleitung. Voraussetzung für VDSL ist jedoch ein Hybridnetz, das aus Glasfaser- und Kupferleitungen besteht. Erst der Einsatz von Glasfaserkabeln garantiert die angestrebten Übertragungsraten. Pilotversuche laufen bereits bei einigen Festnetzbetreibern.
Alternative Zugangstechnologien
Auch das Netz der Kabelfernsehbetreiber lässt sich zur Datenübertragung nutzen. Die Erfahrungen damit sind derzeit gemischt, denn die Verfügbarkeit macht zeitweise Probleme.
Übers Stromnetz ins Internet ist nicht mehr Vision, sondern bereits Realität, denn multinationale Unternehmen, wie z. B. Alcatel mit "LineRunner PDSL" und Ascom mit "Powerline Communications", haben ihre Entwicklungen zur Nutzung der Niederspannungsnetze für die Übertragung von Sprache und Daten - bis in jede Steckdose des Hauses - intensiv vorangetrieben. Bis zur Serienreife haben diese Technologien allerdings noch einige Hürden zu nehmen.
Mit Powerline wird jede Steckdose zur Datenschnittstelle, über die ein schneller permanenter Internetzugang möglich ist. 20-mal schneller als ISDN und an jeder Steckdose in der Wohnung verfügbar. Nie wieder Kabel durch die ganze Wohnung verlegen. Einfach bei der nächsten Steckdose anstecken und los geht's. In Österreich testet die EVN zusammen mit Ascom bereits seit Juni 2000 die technische Realisierbarkeit von Internet aus der Steckdose.
Internet per Funk statt Kabel findet immer mehr Verbreitung: Seit dem 11. Jänner 2002 hat Wien mit metronet ein WLAN (Wireless Local Area Network). Das Netz funktioniert mit dem Standard IEEE 802.11b und integrierte zum Start bereits über 20 Hot Spots. Der Ausbau wird zügig fortgesetzt. Zu den Locations zählen Kaffeehäuser, Szene-Lokale, Hotels, Bahnhöfe und wichtige Business-Zentren wie das "Haus der Industrie". Strategischer Technik-Partner ist ELSA. Basierend auf ELSA-Technologien und Access Points entwickelte das metronet-Team ein Netzwerksystem, das Authentizierung, Autorisierung und Billing vollautomatisch ermöglicht.
Auch die eWave.at Telekommunikations AG betreibt ein flächendeckendes Internet-Breitband-Funknetzwerk (mit bis zu 622 Mbit/s) über Wien, Teilen von Nieder- und Oberösterreich und Burgenland.
Leistungsangebote der ISPs
Noch vor einigen Jahren war das Leistungsangebot der ISPs einfach zusammenzufassen: Der InternetService-Provider hatte Modemeinwahl und Standleitungen anzubieten. Heute gibt es eine Vielfalt an Angeboten und Dienstleitungen.
Die Geschäftsbereiche der verschiedenen Internet-Anbieter sind nicht immer deutlich zu trennen. Im Allgemeinen überwiegt immer eine der folgenden Dienstleistungen:
- Der grundlegende Dienst ist die "Connectivity", also die Anbindung an das Internet. Erst wenn man mit dem Netz verbunden ist, kann man höherwertige Dienste in Anspruch nehmen.
- Content-Provider: Stellt Inhalte im Web für andere zur Verfügung, der Webspace muss auch mit Inhalten gefüllt werden. Kaum wer schreibt heute seine Webseiten selbst und hier kommen Web-Designer ins Spiel, die sich um Design, Inhalt, Werbung und Aktualisierung kümmern.
- Solution-Provider: Bietet Web-Komplettlösungen und Beratung an.
- Application Service Provider (ASPs): Business-Provider, die über das Internet Zugriff auf Anwendungen, Programme oder Software ermöglichen. Die Anwendungen werden auf einem zentralen Server zur Verfügung gestellt und von Unternehmen oder auch von Endanwendern über das Internet oder Virtual Private Networks abgerufen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Unternehmen verkaufen ASPs die Software nicht an ihre Kunden, sondern vermieten diese gegen eine Gebühr.
- OnLine-Dienst: Bietet zusätzlich zu einem Internet-Zugang Zusatzinformationen an, auf die nur Mitglieder Zugriff haben - stellen ihnen aber auch einen Zugang ins Internet zur Verfügung.
Technische Varianten der Internet-Präsenz
Die Internet-Nutzung lässt sich grob in zwei Arten einteilen: Einzelplatzzugang und Mehrplatz-/Netzwerkzugang.
Einzelplatzzugang
Typische Kunden eines Einzelplatzzugangs sind Freiberufler und andere als Einzelperson tätige Geschäftsleute. Sie nutzen das Internet ein- bis mehrmals täglich zum Schriftwechsel mit ihren Kunden per E-Mail und zur eigenen Informationsbeschaffung im Web. Dafür genügt ein Wählleitungszugang, eine Standleitung ist nicht nötig.
Mehrplatz Netzwerkzugang
Das kleine und mittelständische Unternehmen mit mehreren vernetzten Computerarbeitsplätzen ist der typische Kunde für einen Mehrplatzzugang. Die primär benötigten Internet-Dienste sind ein Webzugang zur Informationssammlung und E-Mail für den Schriftwechsel mit Kunden. Ein Router verbindet das Firmennetzwerk mit dem Internet. Eine Standleitung ist kaum nötig, vieles spricht für eine Wählleitung. Für den Anfang genügt meist eine 64kB-ISDN-Wählverbindung, wobei der Provider die Option auf Kanalbündelung anbieten sollte, die Datenraten bis 128kB/s ermöglicht.
Für die Platzierung einer Web-Site gibt es grundsätzlich drei Varianten: Web- Housing (Server-Housing), Web-Hosting, Standleitungsanbindung.
Web-Hosting
Die ganze Web-Site wird auf einem Web-Server des ISP abgelegt. Dieser "Virtuelle Server" des Providers ermöglicht es Ihnen, dass Ihre Web-Site unter einer Web-Adresse (die der ISP besorgt) im Internet weltweit abrufbar ist. Sie selbst benötigen einen vollen Internetzugang, damit Ihr Web-Angebot per FTP (File Transfer Protocol) ständig aktualisiert werden kann. Diese Implementierungsform wird von kleinen und mittelständigen Firmen am häufigsten gewählt. Die Kosten sind abhängig von der Größe des belegten Speicherplatzes. Dafür fallen einmalige Einrichtungskosten sowie ein Monatsentgelt für den bereitgestellten Speicherplatz (Web-Space)an.
Server-Housing
Der Kunde stellt seine Server-Hardware in den Räumlichkeiten des ISP auf. Dieser stellt die Standfläche und die EDV-Infrastruktur und den Zugang zum Internet zur Verfügung. Server-Housing ermöglicht es Ihnen, einen Internet-Server zu betreiben, ohne die dafür notwendige Infrastruktur im eigenen Haus bereitzustellen. Sie haben natürlich jederzeit von Ihrem Arbeitsplatz über das Internet Zugriff auf Ihren Server und die darauf befindlichen Daten und aktualisieren damit Ihren WWW-Server genauso einfach und komfortabel, als wenn er in Ihrem Unternehmen stehen würde.
Mit Server-Housing wird Firmen die Möglichkeit geboten, ihren Web-Server direkt am Kreuzungspunkt der schnellen Datenleitungen zu installieren. Dadurch steht dem Kunden die volle Bandbreite des Providers für seinen Server zur Verfügung. Dies ist auf jeden Fall kostengünstiger als eine breitbandige Datenleitung zum Kunden. Ein professioneller Serverraum hat darüber hinaus einen 24-stündigen getrennten Kundenzutritt, sowie Klima, Brandschutz und andere Sicherheitseinrichtungen. Ein professioneller Provider hat ein Notstromaggregat.
Bei anspruchsvolleren Webauftritten, etwa mit Online-Shop oder sehr hohen Zugriffsraten macht es Sinn, einen eigenen Server bei seinem Provider unterzustellen. Aber auch hier kann der ISP noch weitere Dienste liefern, die von der Überwachung des Betriebs über Storage und Back-up bis zu Datenbankhosting gehen können.
VPN
Das Internet wurde seinerzeit auf Datensicherheit und nicht auf Datenschutz ausgerichtet. Mit der Notwendigkeit die vertrauliche Datenkommunikation auch via Internet zu Gewähr leisten, wurde die Technologie des "Virtual Private Network" (VPN) entwickelt. Ein VPN ist eine geschlossene Kommunikationsstruktur, die mittels verschlüsselter Datenkanäle auf einem offenen IP-basierten Netz wie dem Internet realisiert wird. Die VPN-Technologie legt über ein existierendes Netzwerk als eine weitere Schicht ein virtuelles Netzwerk. Anders gesagt: Ein VPN ist ein in sich geschlossenes logisches Netzsystem, das zwar innerhalb des Internets betrieben wird, dessen Daten aber vom öffentlichen Netz völlig abgeschirmt sind. Dazu etabliert das VPN zwischen dem Firmennetz und der Gegenstelle einen virtuellen Tunnel, in dem die zu übertragenden Daten transportiert werden. Um die Datensicherheit bei der Übertragung über das Internet Gewähr leisten zu können, werden die Daten vor dem Versand verschlüsselt und beim Empfänger wieder entschlüsselt. An den beiden Endpunkten des Tunnels können entweder ein einzelner Rechner oder ganze LANs (Local Area Network) angeschlossen werden. Die Endpunkte der Verbindung bestehen aus speziellen VPN-Servern bzw. VPN-Gateways. Diese kommunizieren miteinander über die in den öffentlichen Netzwerken benutzten Protokollen.
Wie findet man den richtigen ISP?
Unter der Vielfalt von ISPs den geeignetsten zu finden, ist nicht leicht. Neue Begriffe und Abkürzungen, verwirren Neueinsteiger mehr, als diese zu informieren und objektive Vergleichsmöglichkeiten gibt es derzeit noch nicht. Hilfe bietet die Mitgliederliste der ISPA (Internet Service Provider Austria, http://www.ispa.at). Um diese auswerten zu können, ist jedoch ein Internet-Zugang erforderlich.
Die Uneinheitlichkeit der Angebote erschwert den Durchblick. Einige Provider rechnen pauschal ab, andere berechnen exakt nutzungsabhängig, wieder andere stellen verbrauchte Zeit- oder Datenkontingente in Rechnung. Wer als Geschäftskunde die Leistungen eines Internet- Providers in Anspruch nehmen will, muss daher sein Anforderungsprofil so genau wie möglich kennen.
Kein Risiko eingehen
- Ein günstiges Pauschalangebot kann sehr schnell zur Kostenfalle werden, wenn der Provider bei geänderten Anforderungen unflexibel reagiert.
- Wichtig sind klar formulierte Vertragsbedingungen und ein detailliert beschriebener Leistungsumfang. Auf mündliche Zusagen sollte man sich keinesfalls einlassen.
- Der Markt ist sehr dynamisch. Je kürzer daher die Kündigungsfrist, desto einfacher ist ein Wechsel zu einem günstigeren Anbieter.
- Domain-Name-Service: So gut wie jede Firma will unter ihrem eigenen Namen im Netz erreichbar sein. Dazu braucht sie eine eigene Domain (siehe Glossar) und Server, die für diese Domain E-Mails verarbeiten und Webanfragen beantworten. Kann der ISP für die Registrierung und die Verwaltung von Domains sorgen? - Was kostet dies?
- Wer mehr als nur statische Seiten anbieten will, muss eigene CGI-Skripts installieren dürfen. Darüber hinaus muss es möglich sein, bei Bedarf auch eine Datenbank mit anzubinden.
- Ein wichtiges Merkmal eines guten ISP ist die Bandbreite der Datenleitungen, über die der Datenverkehr läuft. Eine hohe internationale Bandbreite ermöglicht einen raschen internationalen Datenaustausch. Auch datenintensive Webseiten bauen sich rasch am Bildschirm auf. Daher: Wie viel Bandbreite steht zur Verfügung?
- Um den Erfolg der eigenen Seiten kontrollieren zu können, sind Zugriffsstatistiken nötig - möglichst ohne zusätzliche Kosten.
- Alle Leistungen sollten von nur einem Vertragspartner kommen, weil es dann bei Problemen nur einen Kontrahenten gibt.
- Bietet der ISP Webmail an? (Webmail ist ein Web-basiertes E-Mail-System das es erlaubt, ohne ein Zusatzprogramm Ihre Nachrichten zu lesen, löschen, weiterzuleiten und zu speichern. Auch Attachments können versendet werden. Mit Webmail können Sie von jedem Browser überall auf der Welt Ihre E-Mails abrufen oder schicken.)
Die Kosten
Bezüglich der Höhe der Kosten kann es keine allgemein gültige Antwort geben. Es kommt sehr auf Art und Umfang des Projektes, auf Ansprüche an Screen-Layout und verwendete Datenbanken usw. an. Auch die Angebote von Web-Designern und ISPs können sehr unterschiedlich ausfallen. Schwankungsbreiten von bis zu 1000 Prozent sind keine Seltenheit. Billig-Angebote sollten aber mit großer Vorsicht genossen werden. Trotz aller Unwägbarkeiten lassen sich aber generell einige Kostenblöcke definieren:
- Aufbaukosten: Externe Beratung, Aufbau der Site inklusive Programmierung von Datenbanken, Hard- und Software und Startkosten Provider.
- Laufende Kosten: Nicht zu unterschätzen sind die laufenden Ausgaben. Der Betrieb einer Web-Site verursacht Kosten, die weitaus höher liegen, als sich auf den ersten Blick vermuten lässt: Permanente Aktualisierung der Inhalte, Provider-Gebühren und Telekommunikationskosten (z.B. Standleitung). Zur Pflege der Web-Site werden Sie in der Regel auch Mitarbeiter des eigenen Hauses oder einen Web-Designer beschäftigen müssen.
Ausblick
Immer mehr ISPs konzentrieren sich auf die mittelständische Wirtschaft und deshalb ist der bloße Access, also der Internetzugang, nicht mehr der Fokus des Portfolios. Das deshalb, weil ja das Gros dieser Kunden bereits einen Internetzugang hat und so die ersten Erfahrungen mit dem Internet sammeln konnte. Es werden daher Lösungen angeboten, mit denen Unternehmen den Internetauftritt gewinnbringender gestalten können. So können diese z. B. durch die Auslagerung gewisser Dienstleistungen zu ihrem Provider nicht nur Kosten sparen, sondern sich auch wieder auf ihr Kerngeschäft konzentrieren.




1/2012
8/2011
7/2011


Mag. Dominik Troger gehört seit 1992 zum MONITOR-Team. Er begann als News-Redakteur und betreute viele Jahre die MONITOR Weiterbildungsbeilage "Job Training". Seit dem Jahre 2000 war er als Chef vom Dienst tätig, mit Dezember 2009 übernahm er die Chefredaktion. 