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Cognos Series7

Intelligente Geschäfte

Cognos setzt mit Series7 einen neuen Standard bei Analyse-, Reporting- und Visualisierungs-Lösungen und strebt auch in Europa die Marktführerschaft an.

Rüdiger Maier

Cognos präsentierte kürzlich in seinem Firmenstammsitz in Ottawa seine erweiterte Business Intelligence(BI)-Lösung Cognos Series7. Die Lösung erweitert die bisherige BI-Plattform unter anderem um eine integrierte Komponente für personalisierte Benachrichtigungen via E-Mail, Palm oder WAP-Handy, vereinfachte und flexiblere Adminstrationsfunktionen und einen noch höheren Integrationsgrad. "Wir wollen mit unseren neuen Lösungen in den nächsten drei Jahren auch in Europa die Nr. 1 der BI-Anbieter sein. Weltweit sind wir das ja schon", unterstreicht Cognos-Chef Ron Zambonini im Gespräch mit "Monitor". Der gebürtige Schotte reitet mit diesem Ziel in stilgerechter Verkleidung (Ritter, Cowboy etc.) durch verschiedene Werbefilme, um den Kunden das Vertrauen und die Überlegenheit der Produkte zu verdeutlichen. "Ich verbringe derzeit mehr Zeit in Europa als in den USA oder Kanada, denn ich verstehe die oft sehr hohen Anforderungen der Europäer an unsere Produkte gut", so der vielreisende CEO. Während die skandinavischen Länder, Deutschland und die Niederlande schon recht gut entwickelt seien, gelte es heuer vor allem in Großbritannien und im Süden Europas aufzuholen. Neue Büros in Amsterdam, Hamburg und Düsseldorf sollen bei der Ausbreitung in Europa helfen, das Büro in Frankfurt wird vergrößert. Nach Frankfurt kehrte kürzlich auch der Österreicher Erich Leitner zurück, der dort für die Bereiche Applications und Finance verantwortlich ist.

Wichtig sei für das Wachstum vor allem auch der gute Kontakt zu den Kunden: "Die Technologie wird sich immer wieder ändern, aber die persönlichen Beziehungen müssen halten und sind oft entscheidend", so Zambonini. So wolle man heuer in Europa um etwa 10% wachsen, und vielleicht schon 2003 wieder 30% Zuwachs erreichen.

Forschung und Entwicklung zählt

"Wir beschäftigen im Bereich Forschung und Entwicklung (F&E) 800 Mitarbeiter und koordinieren von hier aus drei Büros in Großbritannien und eines in Princeton", umreißt Peter Griffiths, Vice President F&E, die beeindruckende Entwicklungs-Infrastruktur von Cognos. Etwa 15% des Umsatzes werden in F&E investiert, der Ansatz ist dabei immer praktisch und problemorientiert: "Wir wollen Schwachstellen immer so rasch als möglich beheben und stellen uns dabei immer die Frage: Wie können unsere Kunden BI sinnvoll nutzen?", so Griffiths. Das Zeitalter der BI beginne gerade erst, aber das Feld verbreitere sich rasant. Deshalb habe er gleich nach seinem Start bei Cognos ein Team für die Weiterentwicklung der Software-Architektur geformt: "Früher waren wir nach Produkten organisiert, aber durch die Verbreiterung des Ansatzes ist eine stabile Architektur besonders wichtig." Die Teams von jeweils 25-50 Leuten arbeiten auf ein Ziel hin, stoßen ihre Entwicklungen meist selbst an und werden untereinander koordiniert. Zweimal jährlich treffen die Entwickler in einer großen Konferenz auf ihre Kunden und diskutieren hier die neuen Ansätze. Daneben werden die Kontakte besonders auch zu den Universitäten des "Silicon Valley North" (Gegend um Ottawa) gepflegt. Ein eigenes Usability-Labor stellt sicher, dass die Programme einfach bedienbar und verständlich bleiben. Im letzten halben Jahr hat man mit 35 Spezialisten besonders im bereich Sicherheit gearbeitet, aber auch die vieldiskutierten "Web Services" seine technologisch eine Herausforderung. Gleichzeitig gelte es immer mehr Plattformen einzubeziehen, um so die Einsatzmöglichkeiten von BI-Lösungen zu verbreitern.

Strategische Allianzen

"Wir wollen im Rahmen unserer strategischen Allianzen verstärkt mit den sechs großen Unternehmensberatungen zusammenarbeiten, da die BI-Lösungen zunehmend komplex werden und viel Expertise benötigen", weiß Pat O`Leary, zuständig für die strategischen Allianzen. Dabei kämen die Kontakte der Berater mit den Technologie-Kenntnissen von Cognos zusammen und es entstünde daraus eine besonders gute Beratungsbasis für Kunden. Gleichzeitig arbeite man auf möglichst vielen Plattformen (IBM, Microsoft, Oracle, NCR etc.) und binde die eigenen Lösungen an die großen Enterprise-Anwendungen (SAP, Peoplesoft, Siebel etc.) an. "Wir sind Entwicklungs-Partner dieser Firmen und führen auch laufend Zertifizierungen durch, um am Markt möglichst breit vertreten sein zu können", so O`Leary. Nicht zuletzt suche man enge Kontakte mit regionalen Partnern und Spezialisten vor Ort, die oft fertige Lösungen schnüren und auf ihren Märkten verankert sind.


Steckbrief: Cognos Series7

Cognos Series7 bietet Unternehmen eine komplette Informationsinfrastruktur für die Auswertung von Geschäftsdaten durch multidimensionale Analysen, Reporting und Visualisierung mittels Scorecards und liefert Kennzahlen über den Geschäftsverlauf.

Mit NoticeCast kommt eine neue, integrierte Komponente für personalisierte Benachrichtigungen via E-Mail, Palm oder WAP-Handy hinzu. Series7 umfasst Module für OLAP, Standard Reporting, Ad-hoc-Abfrage, personalisierte Benachrichtigung/Alarm sowie gemeinsam genutzte Komponenten wie Metadaten Management, das Portal Upfront oder Module für Installation, System- und Benutzerverwaltung. Weitere Module sind Visualizer, DecisionStream und das KPI Business Pack.

http://www.cognos.at

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MONITOR-Autoren
Mag. Dominik Troger

Mag. Dominik Troger gehört seit 1992 zum MONITOR-Team. Er begann als News-Redakteur und betreute viele Jahre die MONITOR Weiterbildungsbeilage "Job Training". Seit dem Jahre 2000 war er als Chef vom Dienst tätig, mit Dezember 2009 übernahm er die Chefredaktion. ..mehr..

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