Günther Gröger (Linz Strom GmbH Anschluss-Service Stadt, Tiefbau) und Otto Berger
1000 Projekte pro Jahr, 10 Außenstellen, mehr als 70 AVA-Anwender, 6 verschiedene LB's für 218.223 Kundenanlagen mit 7120 km Stromleitungen, davon 3026 km Kabel. Tendenz: steigend.
Ein Blick in die Vergangenheit macht die Veränderung deutlich. Wie in vielen anderen Betrieben auch wurde in der Planung das Tabellenkalkulationsprogramm MS-Excel eingesetzt. Die Projekt-Kalkulation erfolgte mittels jährlich neu berechneter Laufmeter-Werte. Die Berechnungen waren jedoch oft sehr ungenau, weil die verschiedenen Baustellenbedingungen im System nicht erfasst werden konnten. Konkrete Zahlen hatte man erst nach Einlangen der Lieferantenrechnungen. Und da war es dann schon zu spät...
Der Kostendruck am Strommarkt verstärkte die Notwendigkeit, im Projektabwicklungsbereich mittels Software die Effizienz, Genauigkeit und Übersicht zu erhöhen.
Um die passende Lösung zu finden, wurde der AVA-Markt gezielt untersucht. Gewählt wurde eine Neuentwicklung durch die Fa. Huber Computer DV GmbH (kurz: HCDV, mit Sitz in Linz, Wien) mit Beteiligung von Linz-Strom und Linz-Management Service.
Branchenneutrales Konzept
So entstand HC-AVA mit dem Konzept der branchenneutralen Standard-Kernfunktionen und kundenindividueller Anpassung für eine betriebsspezifische Lösung. Die Zusammenarbeit der verschiedenen Abteilungen wurde durch Einsatz von HC-AVA noch effizienter. Dies gelang einerseits durch die Festlegung der Zuständigkeiten mittels Berechtigungssystem und andererseits durch Koordination des Arbeitsablaufs.
Die Erstellung und Verwendung von betrieblichen Leistungsbüchern (LB's) hatte großen Einfluss auf die Harmonisierung der Leistungsbeschreibung und damit auch auf die Angleichung der Positionspreise. Projekt- und Leistungsvergleiche auf verschiedenen Ebenen wurden möglich. Seit Einsatz des Systems stabilisiert sich die Abweichung der Kosten (Plan zu Ist) bei einem Wert von +/- 10%.
Flexible, relationale Datenbanklösung
Statt viele Projekte in verschiedenen Einzeldateien und Unterverzeichnissen zu speichern, werden hier die Daten entweder innerhalb einer Abteilung dezentral bzw. zusätzlich in einer zentralen relationalen Datenbank verwaltet. Dies erleichtert die Arbeiten im Bereich Datensicherung, Datenschutz, Update/Upgrade und Datenreorganisation.
Eine Client-Server-Lösung passte am besten zur bestehenden EDV-Struktur. Nötig waren auch Einzelplatz-In-stallationen (Notebook) für den mobilen Einsatz. 32-Bit-Betriebs-Systeme der MS-Windows-Familie sind erforderlich.
In Summe wurden die Erwartungen mit diesem mächtigen Werkzeug voll erfüllt.




1/2012
8/2011
7/2011


Dr. Manfred Wöhrl ist Geschäftsführer der R.I.C.S. EDV-GmbH (Research Institute for Computer Science, www.rics.at), spezialisiert auf Securitychecks und Security-Consulting. 