Newsfeed abonnieren
Wirtschaft

Skidata AG

Technologie aus Salzburg verhindert Warteschlangen an den Skiliftkassen

Am ehesten werden wohl die Skifahrer die Vorzüge von elektronischen Zutrittssystemen zu schätzen wissen. Wer kennt nicht die Warteschlangen, vor den Kassaschaltern? Dass es auch anders geht, beweist ein österreichisches Unternehmen.

Christian Henner-Fehr

Die in Gartenau beheimatete Firma SkiData AG trägt mit innovativen Entwicklungen dazu bei, dass Wartezeiten am Schalter mehr und mehr der Vergangenheit angehören. So ist der bequeme Skipass-Vorverkauf via Internet, W@p-Handy oder SMS keine Zukunftsmusik mehr, sondern in vielen Skigebieten bereits Realität. Auch der nächste Schritt ist bereits getan.

Mit keymotion hat das Unternehmen eine Plattform geschaffen, die mit berührungslosen Datenträgern wie beispielsweise der Swatch Access-Uhr oder der KeyCard funktioniert. Die Kontrolle des Skipasses vor dem Einsteigen in den Lift erfolgt berührungslos. Das sich daraus flächendeckende Angebote entwickeln lassen, zeigt das Kärntner Nassfeld. Unter Miteinbeziehung sämtlicher Leistungsträger wie Hotels, Skihütten oder den Bergbahnen ist es dort für den Gast möglich, sich vom Check in im Hotel bis zur Abreise berührungs- und bargeldlos zu bewegen. Lästiges Ausfüllen von Formularen und Wartezeiten gehören damit der Vergangenheit an.

Ein System zum Stempeln von Skilift-Tickets und deren Registrierung war der Ausgangspunkt für die 1977 gegründete Firma. Heute konzentriert sich das Unternehmen auf die technologische Entwicklung und Vermarktung innovativer Ticketsysteme, die intelligente Lösungen für die Ticketausgabe mit Zugangskontrollsystemen und der damit verbundenen Abrechnung verbinden. Eine Vielzahl von Mitarbeitern ist damit beschäftigt, die Produkte permanent weiter zu entwickeln. "Die Forschungsaktivitäten gehen dabei vor allem in Richtung Biometrie, Bluetooth und Chip Technology", erzählt Jörg Weisser, verantwortlich für Marketing und PR. Der Markt für Zutrittssysteme wird in den nächsten Jahren gewaltig wachsen, ist er überzeugt und sieht es als Ziel des Unternehmens an, durch innovative Entwicklungen und eine starke Positionierung die Vorreiterschaft in diesem Bereich zu erhalten beziehungsweise auszubauen. Zutrittssysteme werden neue Möglichkeiten für das Marketing bieten, blickt Weisser in die Zukunft und nennt als Beispiel Kundenbindungsprogramme.

Der Firmenname lässt zwar vermuten, dass sich in Gartenau alles um das Thema Ski Access dreht, aber Zutrittssysteme finden auch in anderen Branchen Verwendung. Mehr als 50% des Umsatzes entfallen inzwischen auf den Bereich Parking und haben den Bereich Ski damit überholt.

Mit Parking-Systemen hat das Unternehmen, das mittlerweile knapp 500 Mitarbeiter weltweit beschäftigt, vor drei Jahren auch den Sprung in die USA geschafft. "Um unsere Internationalität zu unterstreichen, ist das Standbein USA natürlich eine gute Visitenkarte", so Weisser. Aber die Marktanforderungen zwischen Europa und den USA seien sehr unterschiedlich, verweist Weisser auf die Kundenorientierheit, die in den USA sehr viel ausgeprägter sei als in Europa. So orientiere sich die Entwicklung eines Produktes stärker am Markt, sieht Weisser den amerikanischen Markt als Vorbild für Europa.

Die größten Wachstumschancen lässt aber das jüngste Geschäftssegment Event mit den Schwerpunktbereichen Fair Access, Arena Access und Leisure Access erkennen. In Ungarn wurden 38 Fußballstadien mit Event Access Systemen ausgestattet und viele der großen europäischen Messeveranstalter verlassen sich mittlerweile auf österreichisches Know how. Nun richtet sich der Blick auf den japanischen Markt. "Die ersten Sondierungen hat es bereits gegeben", hofft Weisser auf baldige Erfolge. Dank einer Internationalisierungsstrategie, die vor allem auf hochqualifizierte Mitarbeiter baut, wird dies wohl nicht der letzte Markt sein, den das österreichische High Tech-Unternehmen erobert.

http://www.skidata.com

weitersagen: drucken
Termine

18. Juni - 22. Juni

In ganz Österreich

SAP Mittelstandstage

Print-Archiv
Folgen Sie uns
Leser empfehlen
MONITOR-Newsletter

Abonnieren Sie unseren Newsletter!

E-Mail:
Die von Ihnen angegebene E-Mail Adresse wird von MONITOR Online weder an Dritte weitergegeben noch zu anderen Zwecken verwendet.
MONITOR-Autoren
Christian Henner-Fehr

Christian Henner-Fehr schreibt als freier Autor für den MONITOR und arbeitet als Trainer und Berater in den Bereichen Projektmanagement und Kommunikation. Sein Interesse gilt dem Web 2.0 und den Einsatzmöglichkeiten von Social Media in Organisationen und Unternehmen. ..mehr..

Die neuesten Artikel:

© Copyright 1983-2012 by MONITOR / Bohmann Druck und Verlag Gesellschaft m.b.H. & Co. KG (www.bohmann.at)

Add to Google  | Abo | Themenvorschau | Mediadaten | Inserate buchen | Kontakt | Impressum