Dass Unternehmen seit jeher im Spannungsfeld von Kosten, Umsatz und Kundenloyalität stehen, ist nichts Neues. Verschärft wird diese Situation allerdings durch die Notwendigkeit einer ständig verfügbaren IT-Infrastruktur. Wirklich umfassende Lösungen erfordern die konsequente und flexible Begleitung über das übliche Maß hinaus.
Outsourcing ist eine elegante Lösung, um Kosten zu senken, Zugriff auf die Experten mit Topwissen und gleichzeitig die Sicherheit der ständigen Verfügbarkeit zu haben. Für HTM waren der professionelle 24-Stunden-Betrieb der Systeme und die bereits angesprochene Kostenreduktion ausschlaggebend, um sich für HP's Outsourcing-Lösung zu entscheiden.
Die Wahl, Hewlett-Packard als Outsourcing-Partner zu beauftragen, bereut DI Gerald Skrobanek, Chief Information Officer von HTM, nicht: "Bei gleicher Technologie waren zuerst die Kosten ausschlaggebend. Zu einem späteren Zeitpunkt hat sich diese Entscheidung auf Grund der guten Dienstleistungen von Hewlett-Packard bestätigt."
Reduktion von fünf SAP-Systemen auf eines im Vordergrund
Ausgangssituation, die es bei HTM zu verbessern galt, waren fünf verschiedene IT-Systeme auf unterschiedlichen Kontinenten. Daher sollte ein zentrales System mit Standort Österreich installiert werden - mit 24-stündiger Verfügbarkeit. Ein businesskritisches System mit einem zentralen Betrieb erfordert zentrale Kompetenz für die weltweiten Filialen, über die HP, als global agierender Outsourcer verfügt. "Außerdem musste der Hardwarelieferant auch der Outsourcing-Partner sein," erklärt Skrobanek seine Entscheidung.
HTM und Hewlett-Packard war es wichtig, im laufenden Betrieb Kompetenz zu zeigen. "Das System muss auch zuverlässig und verfügbar sein, wenn in Amerika Tag und in Österreich Nacht ist. Die Amerikaner haben anerkannt, dass die Systemverfügbarkeit jetzt signifikant höher ist als zuvor", berichtet Gerald Skrobanek.
Zufrieden mit dem Outsourcing-System ist Head Tyrolia Mares auch deshalb, weil kompetente Ansprechpartner im technischen Bereich gewonnen wurden und die zentralen EDV-Systeme in Österreich bleiben konnten - was keinesfalls der Normalfall ist. Ergänzend zu den formalen Prozessen wurden auch informelle Kontakte zu Hewlett-Packard aufgebaut, die besonders bei Problemsituationen ausgesprochen wichtig sind.
Vorteile einmal anders
"Definitive Vorteile ergeben sich durch die Zentralisierung der Systeme, die nunmehrige Kompetenz, SAP-Systeme zu betreiben und die signifikant gestiegene Systemverfügbarkeit und Antwortzeit," lobt Skrobanek das Outsourcing. Da HTM jetzt nur mehr ein SAP-System benötigt, gibt es weniger Arbeit in diesem Bereich. In Summe schaffte das Outsourcing aber eine leistungsfähigere Struktur, die nun in anderen Bereichen Nutzen abwirft. "Einsparungen in diesem Sinn sind eher versteckte Kosten, wie z.B. die Euroumstellung", erklärt Skrobanek und weiter: "Wir hätten das System fünf Mal umstellen müssen, jetzt wird es nur einmal gemacht. Außerdem wurden im SAP Entwicklungsbereich dramatisch die Kosten gesenkt."
Über die Zukunft des Outsourcing
Unternehmen, die im technischen Bereich ihre Systeme outsourcen, sind laut DI Gerald Skrobanek gut beraten: "Ich bin davon überzeugt, dass das Outsourcen des technischen Betriebs oder Netzwerks sinnvoll ist, da es nicht zur Kernkompetenz eines Unternehmens gehören kann, seine Computer zu betreiben und in Betriebsystemen ein tiefes Know-how aufzubauen."
Im Bereich businessbezogener Applikationen wird es schon schwieriger, erklärt Skrobanek: "Vernünftig designte Applikationen können Unternehmen um Quantensprünge vorwärts bringen oder es lähmen, wenn sie schlecht gemacht sind. So wie man die Produktentwicklung nicht aus der Hand gibt, sollte man seine Businessprozesse nicht aus der Hand geben."
http://www.head.com
http://www.hp.com/austria
HTM: Hochleistungsmarke mit Hochleistungssportlern
Head Tyrolia Mares ist ein Sportartikelhersteller und -vermarkter im Bereich hochwertiger Sporthardwaren. Im Jahr 1989 wurde die HTM Gruppe (Head Tyrolia Mares ) - unter der jetzigen Führung des Unternehmers Johan Eliasch - gegründet. Heute verkauft Head über 21.000 Outlets in 80 Ländern der Welt und hat in allen Produktbereichen wesentliche Marktanteile.
Die Palette umfasst mit Head den gesamten Ski-Bereich inklusive Skischuhen und Snowboards sowie Tennis- und Squashrackets. Zum Konzern gehören außerdem der bekannte Ball-Produzent Penn und natürlich die Tyrolia Skibindungen. Abgerundet wird die Produktpalette mit Mares Tauchsportgeräten. Der Umsatz von mehr als 6 Mrd. Schilling/436 Mio. Euro wird zu 42 % vom Winter-Sektor getragen, 32 % stammen aus dem Sommersport und weitere 13 % liefert der Tauchsport.




1/2012
8/2011
7/2011


Dunja Koelwel ist freie Journalistin in München. Die studierte Juristin arbeitet für Verlage und Agenturen und betreut vor allem die Themen Internet und Business-Software aus einem strategisch- wirtschaftlichen Blickwinkel. 